offizielle Webseite

Liveticker

Bundesliga

30.05.2013 - 16:20 Uhr


Das fiel auf: Die Trends der Bundesligasaison 2012/2013 - Teil 3

Immer weniger kommt es zu diesen Szenen wie hier zwischen Augsburgs Dong-Won Ji (l.) und Gladbachs Tony Jantschke. Die Anzahl der Fouls ist deutlich zurückgegangen

Die Zahl der Platzverweise ist hingegen leicht gestiegen - vom Höchstwert aus der Saison 1994/1995 war die Liga aber weit entfernt. Hier fliegt Mainz' Shawn Parker vom Feld

Markus Gisdol beerbte Marco Kurz als Trainer bei 1899 Hoffenheim. In dieser Saison gab es aber weniger Trainerentlassungen

München - So viele torhungrige deutsche Akteure wie lange nicht mehr, historisch viele Auswärtssiege, die wenigsten Fouls seit Beginn der Datenerfassung und eine höhere Torquote als die englische Premier League: Die Bundesliga hatte auch in ihrer Jubiläumssaison wieder einiges zu bieten.


Mit dem ein oder anderen Fakt hätten wohl auch viele Fußball-Insider nicht gerechnet. bundesliga.de blickt auf die Ereignisse der 34 Spieltage der Spielzeit 2012/2013 zurück und präsentiert die Trends der abgelaufenen Saison.
teaser-image

Fairplay wird großgeschrieben

Insgesamt begingen die Bundesligaspieler in der Saison 2012/2013 9.227 Fouls, was einem Schnitt von etwa 30 Regelwidrigkeiten pro Partie entspricht. In den letzten 20 Jahren lag das Mittel an Fouls noch bei über 11.000 - pro Begegnung wurden in den vergangenen Jahren also durchschnittlich noch 36 Unsportlichkeiten begangen. Positiv anzumerken ist auch, dass die Zahl der "Grätschenfouls" mit zusammengerechnet 650 in der abgelaufenen Spielzeit einen historischen Tiefstand erreicht hat.

teaser-image

Weniger Fouls - aber mehr Platzverweise!

Trotz der wenigen Foulspiele ist die Anzahl der Platzverweise jedoch gestiegen: Insgesamt schickten die Schiedsrichter 64 Mal einen Spieler vorzeitig zum Duschen - so viele Hinausstellungen gab es zuletzt in der Saison 2003/2004. Vom ewigen Rekord, der mit 98 Platzverweisen aus der Spielzeit 1994/1995 datiert, war die Liga aber weit entfernt. Die Härte der Fouls scheint im Vergleich zu den Vorjahren jedoch nicht gestiegen zu sein: Bei über 50 Prozent der Platzverweise griffen die Unparteiischen zur Gelb-Roten Karte - in den beiden Jahren zuvor war die "glatt" Rote hingegen häufiger vertreten als die "Ampel-Karte".

teaser-image

"Hände weg im Strafraum!"

Eine klare Zunahme war in der vergangenen Saison bei der Zahl der gepfiffenen Handelfmeter zu erkennen. Zeigten die Referees 2011/2012 "lediglich" sieben Mal nach einem Handspiel auf den Elfmeterpunkt, taten sie es 2012/2013 gleich zwanzig Mal. Statt im Schnitt an jedem fünften Spieltag gab es in der letzten Spielzeit also an durchschnittlich jedem zweiten Wochenende einen handspielbedingten Strafstoß. In Zukunft muss die Parole also wieder lauten: "Hände weg im Strafraum!"

teaser-image

Teams halten an ihren Trainern fest

Die Vereine scheinen ihren Trainern immer mehr zu vertrauen: Während in den vorrausgegangenen drei Spielzeiten jeweils mindestens zehn Übungsleiter ihren Platz an der Seitenline räumen mussten, stellten die Verantwortlichen der 18 Teams im Laufe der 50. Bundesligasaison "nur" sieben Fußballlehrer frei. Die Trennung des SV Werder Bremen von Bundesliga-Urgestein Thomas Schaaf war zudem eher perspektivischer Natur und ist daher als kein typischer Trainerwechsel während einer Saison anzusehen.

Teil 1 | Teil 2 | Teil 3




Sebastian Dirschl
Verwandte Artikel
Bundesliga
Service

© 2014 DFL Deutsche Fußball Liga GmbH