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Bundesliga

07.12.2012 - 19:10 Uhr


BVB und Bayern legen Fokus auf die Bundesliga

Zwei Fragezeichen: Jakub Blaszczykowski und Mario Götze konnten wegen Grippe nur eingeschränkt trainieren

Augsburgs Ja-Cheol Koo (r.) schielt gegen Rekordmeister München und Bastian Schweinsteiger auf Punkte

Jan Rosenthal will trotz gebrochener Nase gegen Fürth ohne Maske auflaufen

Nürnbergs Hiroshi Kiyotake ist mit acht Scorerpunkten der beste bei den Franken

München - Nach der Champions League ist vor der Bundesliga. Das gilt am Samstag für das CL-Trio FC Bayern München, Borussia Dortmund und Schalke 04. Während der Tabellenführer aus München beim FC Augsburg auf dem Prüfstand steht, bekommen es die Dortmunder zur gleichen Zeit mit dem VfL Wolfsburg zu tun (ab 15 Uhr im Live-Ticker/Liga-Radio). Die "Knappen" gastieren beim VfB Stuttgart, der seinerseits am Donnerstag auf europäischer Bühne im Einsatz war.
Abgerundet wird der Samstagnachmittag mit den Begegnungen SC Freiburg gegen die SpVgg Greuther Fürth und dem Treffen der Tabellennachbarn 1. FC Nürnberg und Fortuna Düsseldorf - bundesliga.de präsentiert die Partien des 16. Spieltags im Überblick.
Wettbewerbsübergreifend ist der BVB seit zwölf Spielen ungeschlagen, zuletzt gab es in der Champions League im Schongang einen 1:0-Erfolg gegen ManCity zu bejubeln. Dennoch ist das intensive Programm der vergangenen Wochen nicht spurlos an der Mannschaft vorübergegangen.

"Wir begrüßen uns am Trainingsgelände nur noch sparsam", sagt Trainer Jürgen Klopp angesichts eines Grippevirus', der Jakub Blaszczykowski, Mario Götze und Lukasz Piszczek derzeit außer Gefecht setzt. Ein Einsatz des Trios am Samstag ist jedoch möglich. Während Sven Bender und Sebastian Kehl definitiv fehlen werden, konnte Neven Subotic nach seiner Hüftprellung und Adduktorenzerrung die Trainingsintensität sukzessive steigern. Mit dem VfL wartet alles andere als eine leichte Aufgabe auf den Deutschen Meister. "Diese Mannschaft hat zum Leidwesen ihrer Gegner wieder Spaß am Fußball gefunden", sagt Klopp.

Und sein Gegenüber auf der Bank der "Wölfe" betont: "Wir wollen in Dortmund als unangenehmer Gegner auftreten und wahrgenommen werden", sagt Lorenz-Günther Köstner. "Wichtig für uns wird sein, dem Spaßfußball der Borussia beherzt entgegenzutreten." Köstner möchte dabei möglichst seiner angestammten Elf vertrauen. "Sollte nichts Unvorhergesehenes mehr passieren, könnte es gut sein, dass am Samstag die Elf auf dem Platz steht, mit der wir schon in Düsseldorf begonnen haben", sagt Köstner. Für eine Schrecksekunde sorgte am Donnerstag Diego, der nach einem Zweikampf mit Emanuel Pogatetz das Training abbrechen musste. Die Diagnose: eine leichte Kapselverletzung im linken Sprunggelenk. Über einen Einsatz des Brasilianers wird kurzfristig entschieden.

Fakten zum Spiel und mögliche Aufstellungen

Schiedsrichteransetzungen
In der Champions League hatten die Bayern im abschließenden Gruppenspiel gegen BATE Borisov allen Grund zum Jubeln: dank des 4:1-Sieges zieht der Rekordmeister als Gruppenerster ins Achtelfinale ein. "Das Wichtigste ist jetzt, dass wir am Samstag gewinnen", lenkte Sportvorstand Matthias Sammer anschließend schnellstmöglich den Fokus auf die Bundesliga. "Ab jetzt heißt es: Volle Konzentration auf Augsburg!" Trainer Jupp Heynckes sieht das ähnlich: "Die gesamte Mannschaft ist hungrig auf Erfolg. Wir werden das durchziehen - bis zum Pokalspiel." Dann gibt es kurz vor Weihnachten ein Wiedersehen mit dem FCA.

Der Gastgeber will möglichst jetzt schon punkten, sieht sich vor dem Duell mit den Bayern allerdings in der Rolle des krassen Außenseiters. "Es traut uns niemand zu, dass wir gegen die Bayern punkten könnten, doch wir wollen genau das tun", verbreitet Trainer Markus Weinzierl vor dem Duell am Samstag Optimismus. "Die Bayern werden uns nichts schenken, aber wir können schon mit einem Punktgewinn ein Ausrufezeichen setzen", so Weinzierl weiter.

Beim Tabellenvorletzten muss der FCB neben Arjen Robben, Holger Badstuber, Luiz Gustavo und Emre Can krankheitsbedingt wohl auch auf Claudio Pizarro verzichten. Auch bei den Schwaben ist die Verletztenliste lang: So fehlen Simon Jentzsch, Paul Verhaegh, Dominik Reinhardt, Jan Moravek und Matthias Ostrzolek. Am Freitag klagte dann Abwehrspieler Sebastian Langkamp über muskuläre Probleme - sein Einsatz gegen den Tabellenführer ist dadurch gefährdet.

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Nach dem FC Augsburg wartet in der SpVgg Greuther Fürth nun zum zweiten Mal in Folge das aktuelle Tabellenschlusslicht auf den Sport-Club. Trotz der zwölf Punkte Abstand zwischen den beiden Teams erwartet SC-Trainer Christian Streich "ein Spiel auf absoluter Augenhöhe". Fürth habe alles, was den SC auch auszeichne, betonte Streich: "Sie spielen sich viele gute Torchancen heraus, aber sie nutzen zu wenige davon." In der Tat stellen die Franken mit zehn Treffern die harmloseste Offensive der Bundesliga.

"Wir werden auch in Freiburg einen neuen Versuch starten mit einer charakterlich einwandfreien und engagierten Mannschaft", sagt Fürths Trainer Mike Büskens. "Wir resignieren nicht, wir glauben an uns." Dabei dient der kommende Gegner Büskens sogar als Vorbild. "Das ist eine Mannschaft, an der wir uns orientieren können. Sie haben eine ähnliche Philosophie. Sie setzen auf junge Spieler in einem familiären Umfeld." Durch die Erlebnisse der vergangenen Saison mit der "irren Aufholjagd" nach der Winterpause habe Freiburg zudem viel Selbstvertrauen gesammelt, "und das zeigen sie ganz deutlich. In der Tabelle müssen sie schon nicht mehr in den Rückspiegel schauen."

Büskens muss in Freiburg den gelbgesperrten Heinrich Schmidtgal ersetzen. Für ihn spielt wohl Abdul Rahman Baba. Während Angreifer Edu krankheitsbedingt ausfällt, hat der Däne Tobias Mikkelsen das Training wieder aufgenommen und steht voraussichtlich im Kader. Bei den Gastgebern fehlt erneut der rotgesperrte Fallou Diagne. Dazu muss Kapitän Julian Schuster nach seiner fünften Gelben Karte ebenfalls pausieren. Sebastian Freis, Matthias Ginter, Immanuel Höhn, Marco Terrazzino und Ezquiel Calvente fallen verletzt aus. Cedrick Makiadi steht dagegen vor der Rückkehr und Jan Rosenthal ist trotz seines gebrochenen Nasenbeins ein Anwärter für die Startelf.

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Dank der jüngsten Erfolge in der Englischen Woche ist die Fortuna in der Tabelle an den Franken vorbeigezogen. Mit einem Heimsieg im letzten Spiel vor eigenem Publikum in diesem Jahr will der FCN am Samstag kontern.

"Wir müssen geil auf die Tore sein und in gewissen Momenten auf Risiko gehen", sagte Trainer Dieter Hecking, der einen kompakt stehenden Gegner erwartet. "Nichtsdestotrotz wollen wir einen Sieg einfahren." Allerdings muss Hecking auf seinen Topscorer Hiroshi Kiyotake verzichten, der wegen einer Grippe in dieser Woche kaum trainieren konnte. Dafür kehrt Markus Feulner nach abgesessener Rotsperre wieder zurück.

Mann der Woche bei den Düsseldorfern ist Stefan Reisinger, der in den vergangenen drei Spielen jeweils sein Tor markierte. Der Blick von Trainer Norbert Meier geht indes nach vorne. "Die Englische Woche wurde längst zu den Akten gelegt. Wir haben uns mit 18 Punkten eine gute Ausgangslage geschaffen - nicht mehr und nicht weniger", sagt Meier, der in dieser Woche sowohl Tobias Levels als auch Robbie Kruse wieder im Mannschaftstraining begrüßen durfte. Stelios Malezas trainierte zwar ebenfalls wieder mit, wird aber in Nürnberg noch nicht im Kader stehen, ebenso wie Jens Langeneke.

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