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Bundesliga

15.06.2013 - 12:17 Uhr


Brehme, Fjörtoft, Salihovic und Co.: Abstiegs-Dramen am 34. Spieltag

In den Armen eines Freundes: Andi Brehme (r.) trauert 1996 um seinen 1. FC Kaiserslautern, Rudi Völlers Bayer Leverkusen ist nach dem 1:1 im direkten Duell mit den Pfälzern gerettet

Unvergessen: Jan-Aage Fjörtoft (r.) schießt Eintracht Frankfurt 1999 zum 5:1 über den 1. FC Kaiserslautern und damit zum Klassenerhalt

2006 heißt der Abstiegsgipfel VfL Wolfsbug gegen den 1. FC Kaiserslautern. "Wölfe"-Joker Cedrick Makiadi (l.) ist der gefeierte Held

Auch Kevin Großkreutz' (r.) Elfmetertöterkünste helfen Fortuna Düsseldorf 2013 nicht: Sejad Salihovic (l.) schießt 1899 Hoffenheim zum "Wunder von Dortmund"

Frankfurt - Am 21. Juni werden die Spielpläne für die neue Saison vorgestellt. Bis dahin präsentiert bundesliga.de täglich viel Wissenswertes rund um den Spielplan: Wie entsteht der Spielplan eigentlich? Wie fiebern Fans, Verein und Trainer dem Tag der Veröffentlichung entgegen?

Die Ausgeglichenheit in der Bundesliga sorgt regelmäßig für sportliche Überraschungen und spannende Saisonverläufe. bundesliga.de zeigt die spannendsten direkten Duelle im Abstiegskampf aus 50 Jahren Bundesliga.
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1968/69: Meister Nürnberg geht runter, der BVB rettet sich

1968/69 tauschen Borussia Dortmund und der 1. FC Köln am letzten Spieltag noch die Plätze: Der BVB rettet sich durch ein 3:0 gegen Kickers Offenbach, der 1. FC Nürnberg steigt nach einem 0:3 in der Domstadt ab. In der Vorsaison waren die Franken noch Meister geworden - bis heute ist der "Club" der einzige amtierende Meister, der abgestiegen ist. Die FCN-Profis Hansi Küppers (l.) und Heinz Müller (M.) schleichen vom Platz (Bild © Imago).

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1970/71: Offenbachs Pausenführung reicht nicht

1970/71 sind Rot-Weiß Oberhausen und die Kickers Offenbach punktgleich (jeweils 27 Zähler). Oberhausen hat eine Tordifferenz von -15, Offenbach eine von -16. Am 34. Spieltag führen die Hessen zur Pause mit 2:1 beim 1. FC Köln, hier trifft Gerhard Kraft (l.) zum 1:0. Der OFC gibt das Spiel aber aus der Hand, verliert am Ende mit 2:4 und steigt ab. RWO rettet sich durch ein 1:1 bei Eintracht Braunschweig (Bild © Imago).

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1972/73: Hannover ist Niedersachsens Nummer 1

Eintracht Braunschweig, Meister von 1967, und der Erzrivale Hannover 96, erst nach den "Löwen" in die Bundesliga aufgestiegen, liegen fast gleichauf. Hannover - hier jubelt Torwart Reinhard Dittel (Bild © Imago) - tauscht nach einem 4:0 beim Wuppertaler SV noch den Tabellenplatz mit der Eintracht, weil diese mit 1:2 gegen Fortuna Düsseldorf verliert und dadurch in der Endabrechnung einen Punkt hinter 96 liegt: Braunschweig muss runter, die "Roten" nicht.

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1973/74: Nur wegen der Tordifferenz: Wuppertal bleibt drin

25 Punkte haben der Wuppertaler SV und Fortuna Köln nach dem 34. Spieltag 1973/74 jeweils auf dem Konto. Durch ein 2:2 des WSV beim VfB Stuttgart (hier erzielt Hermann Ohlicher das zwischenzeitliche 2:1 für die Schwaben, Bild © Imago) und eine 0:4-Pleite des Konkurrenten Köln bei den Kickers Offenbach ist klar: Jetzt geht es um die Tordifferenz. Und hier ist Wuppertal um zehn Tore besser (-23 gegenüber -33). Der WSV tauscht mit Köln kurz vor der Ziellinie noch die Plätze und rettet sich, die Fortuna steigt ab.

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1993/94: Freiburgs Schlussspurt wird belohnt

1993/94 rettet sich der SC Freiburg durch drei Siege an den letzten drei Spieltagen (4:0 beim VfB Stuttgart, 1:0 gegen den VfB Leipzig und 2:0 beim MSV Duisburg). Hier versucht SC-Regisseur Rodolfo Esteban Cardoso (l., Bild © Imago), den jubelnden Freiburger Massen nach dem Schlusspfiff in Duisburg zu entkommen. Die Breisgauer ziehen dank ihres Dreiers noch am 1. FC Nürnberg vorbei, der am 34. Spieltag mit 1:4 bei Borussia Dortmund verliert.

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1995/96: Brehme weint: Münch trifft ins Lauterer Herz

1995/96 kommt es am 34. Spieltag zwischen Bayer Leverkusen und dem 1. FC Kaiserslautern zu einem echten Abstiegsendspiel: Einer der beiden muss definitiv runter. Der FCK führt durch einen Treffer von Pavel Kuka mit 1:0, ehe Markus Münch in der 82. Minute zum Ausgleich trifft - dieses Tor rettet die Rheinländer (Platz 14), die Pfälzer steigen als 16. ab. Bei einer Niederlage hätte die "Werkself" den Gang in die 2. Bundesliga antreten müssen. Lauterns Andreas Brehme (r.) weint später in den Armen seines Leverkusener Weltmeister-Kollegen Rudi Völler.

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1997/98: Effenbergs Gladbacher packen's, Häßlers KSC nicht

Thomas Häßler oder Stefan Effenberg? Einer der beiden Mittelfeldstars muss am Ende der Saison in die 2. Bundesliga. Beide glänzen: Effenberg trifft für Borussia Mönchengladbach beim VfL Wolfsburg, Häßler (Foto) netzt für den Karlsruher SC bei Hansa Rostock sogar doppelt. Doch es nützt nichts: es reicht nur für Effenberg, weil Gladbach 2:0 gewinnt und der KSC trotz des Häßler-Doppelpacks 2:4 verliert. Die Teams tauschen die Plätze, die Badener steigen ab. Häßler wechselt nach der Saison zu Borussia Dortmund, Effenberg zum zweiten Mal zum FC Bayern München.

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1998/99: Fjörtoft-Wahnsinn in Frankfurt

Eintracht Frankfurt liegt vor dem letzten Spieltag drei Punkte hinter dem zwölftplatzierten 1. FC Nürnberg. Zur Pause steht es in der Main-Metropole noch 0:0. Der FCN liegt gegen den SC Freiburg mit 0:2 zurück. Die SGE um Trainer Jörg Berger muss ihre Tordifferenz um vier Treffer verbessern - und das gegen den Champions-League-Aspiranten 1. FC Kaiserslautern. Und den Hessen gelingt das Unmögliche: Fünf Stück schenken sie den Pfälzern ein. Obwohl der FCK durch Michael Schjönberg auch trifft, reicht es zur Rettung, weil Stürmer Jan-Aage Fjörtoft (r.) alleine vor Keeper Andreas Reinke cool bleibt und nach einem Übersteiger zum 5:1 vollendet. Frankfurt bleibt mit 44:54 Toren drin. Nürnberg, das in Person von Frank Baumann noch die Großchance auf das 2:2 vergibt, steigt nach einem 1:2 gegen den SCF mit 40:50 Toren ab.

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2005/06: Makiadi rettet Wolfsburg gegen Lautern

Der Fünfzehnte VfL Wolfsburg liegt vor der Partie hauchdünn mit einem einzigen Zähler vor dem 1. FC Kaiserslautern auf Platz 16. Zur Pause führen die Pfälzer durch Halil Altintop noch mit 1:0. In der Halbzeit wechselt "Wölfe"-Coach Klaus Augenthaler dann Cedrick Makiadi (l.) für Hans Sarpei ein. Der Deutsch-Kongolese trifft zum 1:1 und bereitet das 2:1 von Diego Klimowicz vor. Marcel Ziemers 2:2 reicht dem FCK nicht - zum zweiten Mal in der Vereinsgeschichte heißt es für die "Roten Teufel", Abschied von der Bundesliga zu nehmen.

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2008/09: Cottbus' Hoffnung währt nur kurz

Energie Cottbus schafft am letzten Spieltag durch ein ein 3:0 über Bayer Leverkusen noch den 16. Rang. Emil Jula (2.v.l.) trifft doppelt, auch Stiven Rivic (r.) lässt die Fans im Stadion der Freundschaft noch an die Rettung glauben. Doch es hilft alles nichts: In der wieder eingeführten Relegation setzt es ein 0:3 und ein 0:2 gegen den 1. FC Nürnberg. Die Lausitzer sind damit nur noch zweitklassig.

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2011/12: Otto wird nicht zum Retter

"König" Otto Rehhagel soll Hertha BSC vor dem Absturz retten. Und es scheint am letzten Spieltag sogar noch zu klappen: Der 1. FC Köln verliert gegen den FC Bayern mit 1:4, die Berliner schlagen 1899 Hoffenheim durch Tore von Änis Ben-Hatira (2) und Raffael mit 3:1 und schubsen die Rheinländer damit noch von Rang 16. Dennoch: Wie Energie Cottbus schafft die "Alte Dame" den Klassenerhalt in der Relegation trotz eines "Wunders" am 34. Spieltag nicht. 1:2 und 2:2 heißt es gegen Fortuna Düsseldorf.

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2012/13: 1899 schafft das Wunder

1899 Hoffenheim wird vom Champions-League-Finalisten Borussia Dortmund fast 90 Minuten lang an die Wand gespielt. Der BVB geht durch Robert Lewandowski zwar in Führung, lässt dann aber beste Chancen aus. TSG-Torwart Koen Casteels brilliert. In der zweiten Halbzeit trifft Sejad Salihovic wei Mal vom Punkt - und plötzlich führen die Kraichgauer sogar. Beim zweiten Elfmeter steht bei den "Schwarz-Gelben" Mittelfeldspieler Kevin Großkreutz im Tor, weil Keeper Roman Weidenfeller zuvor mit Rot runter muss. Der FC Augsburg (vor dem Spieltag 16.) rettet sich währenddessen gegen die schon abgestiegene SpVgg Greuther Fürth, aber Fortuna Düsseldorf (15.) verliert gleichzeitig bei Hannover 96. Damit steht die TSG auf Rang 16! Dortmund rennt vor ausverkauftem Haus an, auch Großkreutz stürmt beim letzten Freistoß mit. Marcel Schmelzer trifft nach einem Abpraller aus der Distanz - Hoffenheim wäre abgestiegen. Auch die Düsseldorfer in Hannover schauen am TV zu, wie Schiedsrichter Dr. Jochen Drees den Treffer zunächst gibt - und nach Rücksprache mit seinem Assistenten wieder zurücknimmt. Damit ist klar: 1899 rettet sich in die Relegation! Und die meistert 1899 im Gegensatz zu Energie Cottbus und Hertha BSC gut: 3:1 und 2:1 siegt Hoffenheim gegen den 1. FC Kaiserslautern.

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