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Bundesliga

19.05.2013 - 12:15 Uhr


Bayerns Generalprobe: Gala nach Blackout

Beim 4:3-Sieg der Bayern gegen Gladbach war Franck Ribery (2.v.l.) nicht zu halten und an allen vier Treffern des Meisters direkt beteiligt

Dabei hatten die Gladbacher bärenstark angefangen und führten nach zehn Minuten mit 3:1

Bastian Schweinsteiger (l.) ist nicht unglücklich über den frühen Rückstand, wertete diesen als lehrreichen Schuss vor den Bug kurz vorm Champions-League-Finale gegen Dortmund

In Wembley soll dann auch Arjen Robben, neben Ribery der zweite Teil der Flügelzange, wieder an seine zuletzt starken Leistungen anknüpfen

Mönchengladbach - Erst lief nicht viel zusammen, dann schnappte die Flügelzange immer wieder zu. Der FC Bayern drehte im Borussia-Park ein kurioses Spiel und gewann nach frühem 1:3-Rückstand am Ende trotzdem leicht und locker mit 4:3 gegen Borussia Mönchengladbach. Die Bundesliga-Saison ist damit beendet, doch zwei weitere Highlights warten noch auf den Deutschen Meister des Jahres 2013.
Am Ende fügten die Bayern ihrer einmaligen Rekordsaison noch drei weitere Bestmarken hinzu, eine allerdings eher unfreiwillig. Denn noch nie zuvor in 50 Jahren Bundesliga haben die Bayern innerhalb der ersten zehn Spielminuten eines Spiels drei Gegentore gefressen. In Mönchengladbach war es an diesem 18. Mai 2013 dann soweit.

Nächster BVB-Rekord pulverisiert



Den Münchnern war es egal. "Es hat gemenschelt", nahm Sportdirektor Matthias Sammer die Spieler in Schutz und den kollektiven Blackout in Kauf. "Es ist nach dieser Saison zu erklären und zu entschuldigen." Immerhin wurde das Spiel ja trotzdem gewonnen und nebenbei auch noch ein weiterer positiver Rekord aufgestellt. Wieder pulverisierte das Starensemble von der Isar einen Bestwert, den Borussia Dortmund vor gerade einmal einem Jahr aufgestellt hatte.

Jene 47 Punkte, die der BVB in der vergangenen Saison mit 15 Siegen und zwei Unentschieden in der Rückrunde eingefahren hatte, sind nun nicht mehr die beste Rückserie aller Zeiten. Die 49 Zähler des FC Bayern in den vergangenen 17 Spielen sind nun das neue Maß aller Dinge. 16 Dreier und nur das eine Unentschieden in Dortmund vor zwei Wochen hat die Mannschaft von Jupp Heynckes in der zweiten Halbserie geholt. Und die 25 Punkte Vorsprung auf den Vizemeister sind ebenfalls noch nie dagewesen.

Es ist fraglich, ob diese Saison der Superlative jemals wiederholt werden kann. 29 der 34 Partien haben die Bayern gewonnen, 91 von 102 möglichen Punkten am Ende auf ihrem Konto, 98:18 Tore geschossen. Besser geht es kaum.

Ribery in Weltklasse-Form



In Mönchengladbach bestand die Mannschaft eine weitere Prüfung mit Bravour. Trotz des schnellen 0:2- und 1:3-Rückstands ließ sich der Rekordmeister nicht von seinem Erfolgsweg abbringen. "Vielleicht ist es gar nicht schlecht, dass uns das passiert ist", meinte Bastian Schweinsteiger. Eine Woche vor dem großen Champions-League-Finale gegen Borussia Dortmund fand der FC Bayern wieder auf jeden Rückschlag die richtige Antwort.

Während die Münchner aus einem 1:3 noch einen 4:3-Sieg machten, verlor der Finalgegner von London seine Generalprobe trotz einer Führung. Das gibt ein zusätzliches Gefühl der Sicherheit und Vertrauen in die eigenen überragenden mannschaftlichen und individuellen Fähigkeiten. In Mönchengladbach drehte vor allem Franck Ribery mächtig auf. An allen vier Toren war der Franzose beteiligt, zwei erzielte er in Weltklassemanier selbst, zwei legte er auf, darunter auch den Siegtreffer des nur unwesentlich schwächer agierenden Arjen Robben.

Mit stabiler Defensive nach Wembley



So soll es auch in London funktionieren, dazu soll die Defensive wieder stabil stehen. "Wir werden im Finale nächste Woche ganz anders auftreten", ist sich Jerome Boateng im Gespräch mit bundesliga.de sicher. "Wir wollen unbedingt am nächsten Wochenende ein starkes Spiel abliefern, damit wir uns den Titel holen."

Wie das Unterfangen Champions-League-Sieg gelingen soll, weiß Matthias Sammer. "Ab Dienstag werden wir langsam die Spannung fürs Finale aufbauen, die sich dann am kommenden Samstag entladen wird."

Aus Mönchengladbach berichtet Tobias Gonscherowski
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