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09.12.2012 - 11:53 Uhr


Bayern stürmt davon - Lob für den FCA

Unfassbar: Der FC Bayern hat in den bisherigen Auswärtsspielen nur einen Gegentreffer kassiert

Thomas Müller brachte die Bayern per Elfmeter in Führung

Am kommenden Freitag geht es für Dante (r.) gegen seinen ehemaligen Teamkameraden aus Mönchengladbach

Augsburg - Uli Hoeneß hatte erkennbar gute Laune. "Schönes Wochenende", rief er auf dem Weg aus dem Stadion in Augsburg. Wäre ja auch zu dumm gewesen: Für Sonntagnachmittag ist der Präsident des FC Bayern München bei den "Oitztaler Mammuts Emmating" angekündigt, alle Jahre wieder kurz vor Weihnachten machen sich Führungspersonal und Spieler des Rekordmeisters ja auf, ihre Fanclubs zu besuchen. Das macht natürlich mehr Spaß, wenn am Tag zuvor ein Sieg gelungen ist, wie diesmal das 2:0 (1:0) beim FC Augsburg.
Und so richtig schön war für den FC Bayern ja auch schon am Samstag der Blick auf die Tabelle. Meister Borussia Dortmund liegt nach dem 2:3 gegen den VfL Wolfsburg bereits 14 Punkte zurück. "Das Ergebnis macht uns nicht unbedingt unfroh", sagte Thomas Müller, der gegen Augsburg sein neuntes Saisontor erzielte (40., Handelfmeter). Später traf auch noch Mario Gomez (63.) - zwei Minuten nach seiner Einwechslung. Bayer Leverkusen, ergänzte Müller noch, "ist jetzt der Hauptkonkurrent". Aber Leverkusen ist "Vizekusen".

"Dürfen uns nicht einlullen lassen"



Der FC Bayern ist freilich weiter bemüht, große Ernsthaftigkeit zu demonstrieren. "Wir dürfen uns nicht einlullen lassen vom großen Vorsprung, den wir haben", mahnte Müller. Und Gomez sekundierte ihm mit der Feststellung: "Wir selbst können uns noch stoppen, indem wir jetzt anfangen, Larifari zu machen, uns zurücklehnen. Das dürfen wir nicht machen." Das wird wohl auch nicht passieren, so lange sie auf Trainer Jupp Heynckes hören. Der hatte vor dem Spiel gegen den FC Augsburg offensichtlich erfolgreich vor dem Gegner gewarnt.

"Ich habe meiner Mannschaft klipp und klar gesagt, dass das kein Spaziergang wird", berichtete Heynckes. Und so war es dann auch. In der ersten Halbzeit vor allem waren die Augsburger doch ganz schöne Nervensägen, sie attackierten früh und hartnäckig. "Wir hatten schon unsere Probleme im Spiel nach vorne", registrierte Heynckes. Es war ein kleines Problem, das sich nach dem 1:0 in Luft auflöste. Danach war der FC Bayern der ungefährdete Souverän. "Die nächsten Wochen", sagte Müller deshalb schelmisch, "werden langweilig werden. "

Augsburg verkauft sich teuer



Der Abstiegskandidat FC Augsburg und der Meisterschaftsanwärter FC Bayern treffen sich schon in eineinhalb Wochen wieder - dann zum Achtelfinale im DFB-Pokal. Doch das interessierte die Schwaben erst mal nur am Rande, am nächsten Samstag kommt es schließlich zu einem Duell der besonderen Art: Augsburg, acht Punkte, Vorletzter, fährt zur SpVgg Greuther Fürth, acht Punkte, Letzter. Ob das wohl so etwas wie ein Spiel der letzten Chance ist? "Ja", sagte Torhüter Mohamed Amsif, "aber wir haben jetzt nur noch Endspiele."

Warum das so ist, das hat das Spiel gegen den FC Bayern recht deutlich gezeigt. Augsburg verkaufte sich teuer, Augsburg spielte auch ab und an ganz ansehnlich nach vorne, nur: Das Toreschießen ist nicht so ihr Ding. Sascha Mölders etwa hatte nach fünf Minuten die Chance zum Führungstreffer, erst sprang Dante dazwischen, und dann fand der Augsburger Stürmer den frei herumliegenden Ball nicht mehr. Und dann passieren Dinge wie beim 0:2, als sich die Augsburger von einem Abschlag von Torwart Manuel Neuer übertölpeln ließen.

Lob, sagte Trainer Markus Weinzierl deshalb über die Einlassungen von Kollege Heynckes, "Lob ist angenehm, aber in der Tabelle helfen nur Punkte". In der Tabelle sind es derzeit zehn Punkte Rückstand auf einen Nichtabstiegsplatz - allerdings auch nur vier zu Rang 16. Das Spiel in Fürth, sagte Weinzierl, "ist ein Spiel, das wir gewinnen müssen". Der Relegationsplatz sei schließlich "auch ein Weg".
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