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21.04.2013 - 15:51 Uhr


Bayern bereit für Barcelona

Daumen hoch: Nach dem 6:1 bei Hannover 96 ist der FC Bayern München bestens gerüstet für das Halbfinal-Hinspiel in der Champions League gegen den FC Barcelona

"Torero" in Torlaune: Nach seinem Hattrick im DFB-Pokal gegen den VfL Wolfsburg am vergangenen Mittwoch (6:1) war Mario Gomez (r.) in der AWD-Arena erneut zwei Mal erfolgreich

Sein Sturmpartner Claudio Pizarro (r.) erzielte ebenfalls gleich zwei Treffer. Da Top-Torjäger Mario Mandzukic am Dienstag in der "Königsklasse" gesperrt ist, hat Trainer Jupp Heynckes nun also die Qual der Wahl

Hannover - Der FC Bayern München beherrscht die Liga weiter nach Belieben. 20 Tore in den vergangenen vier Partien, dazu 6:1 im DFB-Pokal über den VfL Wolfsburg. Mit demselben Ergebnis wurde am Samstag auch Hannover 96 aus dem eigenen Stadion geschossen.
Es war der achte Auswärtssieg des Rekordmeisters in Folge, der damit saisonübergreifend 17 Spiele in der Fremde nicht verloren hat. Dabei hatte einiges für Hannover gesprochen. Drei der vergangenen vier Spiele vor eigenem Publikum hatten die 96er gegen die Süddeutschen gewonnen. Das ist keinem anderen Club der Liga gelungen.

Pause für einige Stars



Und zu diesen Spielen waren die Münchner in Bestbesetzung angetreten. Doch die Bayern von 2013 schienen selbst nach einer neuerlichen Rochade eine Nummer zu groß.

Bastian Schweinsteiger, den Trainer Jupp Heynckes als seinen "wichtigsten Spieler" adelt, Top-Torschütze Mario Mandzukic und Abwehrchef Dante hatten die Reise an die Leine gar nicht erst angetreten, Kapitän Philipp Lahm, Arjen Robben und Javier Martinez durften in der sonnigen AWD-Arena von der Bank aus zusehen, wie ihre Kollegen zauberten.

Qual der Wahl im Sturm



Für Mandzukic brachte Heynckes mit Mario Gomez und Claudio Pizarro gleich zwei Stürmer, die sich als Ersatz für den im Hinspiel gegen Barcelona gesperrten Kroaten empfehlen sollten. Mit Erfolg: Beide trafen doppelt. Gomez überholte mit seinen Treffern 136 und 137 Horst Hrubesch in der ewigen Torschützenliste und zog mit einem anderen Idol des Hamburger SV gleich: Uwe Seeler. Pizarro, einziger Ausländer in den Top 10, hat nun 166 Mal getroffen, ebenso oft wie Hannes Löhr einst für den 1. FC Köln.

"Gut, dass beide so gut in Form sind. Ich werde am Montag entscheiden, wer gegen Barcelona aufläuft", sagte Heynckes. Bei den Bayern scheint es derzeit ohnehin egal, wer in der Startelf steht. Alle spielen auf Top-Niveau. Und die Bankdrücker nehmen ihr Schicksal klaglos hin.

"Sind hervorragend aufgestellt"



"Wir haben einen breiten Kader und sind hervorragend aufgestellt", betonte Manuel Neuer. "Keiner ist sauer, wenn er nicht spielt. Wir ordnen alles unseren Zielen unter." Und die sind klar. Nach schon feststehender Meisterschaft sollen auch der DFB-Pokal und die Champions-League-Trophäe nach der Saison in München zu bestaunen sein.

Dem Duell mit der für viele Experten besten Mannschaft der Welt sehen die Bayern-Profis gelassen entgegen. "Natürlich ist Barcelona eine Top-Mannschaft, aber sie sind auch in den vergangenen Jahren vorzeitig ausgeschieden. Warum soll das nicht wieder passieren?", so Daniel van Buyten. Und auch da baut der Belgier auf den Kader. "Wir haben schon sehr viele Spiele von der Bank entschieden", sagte der 35-Jährige

Fokus auf Barcelona



"Die Bayern haben eindrucksvoll gezeigt, was für eine Übermannschaft sie sind", lobte 96-Präsident Martin Kind den Gegner und traut ihnen zu, die Scharte aus dem Finale des Vorjahres (Niederlage gegen den FC Chelsea; Anm. d. Red.) auswetzen zu können und den Champions-League-Pokal an die Isar zu holen.

Genügend Selbstvertrauen dafür hat das Team in dieser Saison der Rekorde gesammelt. "Meine Mannschaft lässt sich von nichts beeinflussen", lobte Heynckes den Charakter seiner Profis. Weltfußballer Lionel Messi und Co. können kommen.

Aus Hannover berichtet Jürgen Blöhs
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