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Bundesliga

09.04.2013 - 10:34 Uhr


Bayer spürt Schalkes heißen Atem

Wohin geht der Weg? Andre Schürrle (l.) und Stefan Kießling liegen mit Bayer noch vier Punkte vor Schalke

Andre Schürrle erzielte in den vergangenen beiden Partien drei Tore - genauso viele wie in seinen vorherigen 14 Spielen

Sascha Lewandowski unzufrieden: "Es wird bestraft, wenn du 20 bis 30 Minuten von deiner Linie abweichst"

Leverkusen - Bayer Leverkusen hat im Kampf um die direkte Qualifikation zur Champions Leage zwei wichtge Punkte verschenkt. Trotz eines deutlichen Chancenplus  kam die "Werkself" im Heimspiel gegen den VfL Wolfsburg nicht über ein 1:1 hinaus.
Damit schrumpft der Vorsprung auf den Tabellen-Vierten Schalke 04 auf nur noch vier Punkte. Und am kommenden Wochenende gastieren die Rheinländer zum direkten Duell auf Schalke. Während die "Knappen" dank ihrer fünf Siege aus den letzten sechs Spielen mit breiter Brust auflaufen können, kann Bayer Leverkusen schon in der gesamten Rückrunde nicht mehr an die Konstanz und die Erfolge der ersten Halbserie anknüpfen.

"Wir stehen jetzt unter Druck"



Die Zwischenbilanz der Elf des Trainergespanns Sami Hyypiä/Sascha Lewandowski im Jahr 2013 ist gerade einmal gehobenes Mittelmaß: Vier Siege, vier Unentschieden und drei Niederlagen stehen zu Buche, daheim fuhr Bayer lediglich zehn Punkte aus sechs Spielen ein. Dazu gab es zwei Niederlagen in der Europa League gegen Benfica Lissabon. Vier Siege in 13 Pflichtspielen, das ist für die Ansprüche in Leverkusen eigentlich zu wenig.

Aus dem Bayern-Jäger Nummer 1 nach der Hinrunde ist ein Team geworden, das auf einmal den Atem der Verfolger spürt und noch einmal um den sicher geglaubten 3. Platz bangen muss. In den letzten sechs Spielen konnte Schalke sieben Punkte auf Leverkusen gut machen. Die Tendenz spricht für "Königsblau".

"Schalke wird ein entscheidendes und wichtiges Spiel. Wir stehen jetzt unter Druck", hat Bayer-Stürmer Stefan Kießling richtig erkannt. "Ich hätte nicht gedacht, dass Schalke so einen Lauf hat. Aber man muss sie immer auf der Rechnung haben. Jetzt sind sie wieder drin. Aber wir haben immer noch alles selbst in der Hand, den direkten Platz für die Champions League zu holen."

Bayer nicht konsequent genug



Gegen Wolfsburg belohnte sich Bayer 04 wie schon so oft in der Rückrunde nicht richtig. Vor allem in der ersten Spielhälfte war Leverkusen den Gästen in allen Belangen überlegen, vergaß jedoch nach dem herrlichen Führungstreffer von Andre Schürrle in der 12. Minute das zweite Tor nachzulegen. Wie schon in den Rückrundenspielen gegen Mönchengladbach, Dortmund, Mainz oder die Bayern ließ die "Werkself" unnötigerweise wichtige Punkte liegen.

"Unterm Strich müssen wir immer wieder feststellen, dass wir eine Mannschaft sind, die ihr Ding über 90 Minuten konsequent durchziehen muss. Es wird bestraft, wenn du 20 bis 30 Minuten von deiner Linie abweichst. So war es zu wenig für uns", musste Bayer-Trainer Sascha Lewandowski wieder einmal enttäuscht konstatieren.

"Stellen uns auf eine ganz heiße Nummer ein"



So wird es für Leverkusen in den letzten sechs Spielen der Saison doch noch einmal eng. Auf der anderen Seite besteht aber noch kein Anlass zu Panik. Unabhängig vom Ausgang der Partie auf Schalke wird Bayer 04 auch nach dem 29. Spieltag vor Schalke stehen. Zudem ist die Bilanz in der Veltins-Arena bei 9:8-Siegen in 28 Spielen ausgesprochen positiv. In den letzten zehn Jahren verlor Leverkusen nur zwei Partien bei den "Knappen".

"Wir stellen uns auf eine ganz heiße Nummer ein, weil Schalke die Chance nutzen will, uns richtig auf die Fersen zu kommen", sagte Vizekapitän Lars Bender. "Wir wollen dort bestehen und den Abstand nicht kürzer werden lassen. Beide Truppen werden hochmotiviert an die Aufgabe herangehen." Die Fans können sich auf ein spannendes Spiel freuen.

Aus Leverkusen berichtet Tobias Gonscherowski
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