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08.01.2013 - 11:03 Uhr


Baustellen der Nordlichter: Abwehr, Angriff - alles Kopfsache

Hamburgs Neuzugang Artjoms Rudnevs (l.) steht trotz vieler verpasster Möglichkeiten bei sechs Saisontoren

Die 96-Defensive um Christian Schulz und Mario Eggimann (v.r.) kassierte sieben Treffer mehr als zum selben Zeitpunkt der Vorsaison

Der SV Werder Bremen lässt sich in dieser Saison zu oft zu Beginn und kurz vor Schluss überrumpeln

München - Der Abstand zu den Abstiegsrängen ist beruhigend, eigentlich schielen drei Nord-Teams auf Rang 10 bis 12 aufs internationale Geschäft, doch so wirklich gelingen mag der Sprung nach oben nicht. Die Teams haben zu Beginn der Vorbereitung auf die Rückrunde noch großes Verbesserungspotenzial.
Im dritten Teil der Serie beschäftigt sich bundesliga.de mit den Problemstellen von Hamburg, Hannover und Bremen.
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Hamburger SV - Platz 10, 24 Punkte

Platz 10, nur zwei Punkte hinter Rang 6 - nicht auszudenken, wo der HSV stehen könnte, wenn die Trefferquote von Artjoms Rudnevs, Heung Min Son und Co. besser wäre. Die "Rothosen" benötigen nämlich zwölf Abschlüsse für ein Tor - einzig Fürth und Augsburg lassen noch mehr Chancen liegen. Auch bei Standards ist noch Luft nach oben, denn der HSV jubelte erst drei Mal nach ruhendem Ball und übrigens erst ein Mal in der Schlussviertelstunde - so selten wie kein anderer Club. Auch mental scheint noch Potenzial vorhanden. So kassierten Thorsten Finks Mannen sieben Mal das 0:1 - und verloren jede dieser Partien. Überhaupt ließ der "Dino" dem Gegner zu oft zu viel Platz, was der Liga-Topwert von 289 gegnerischen Torschüssen belegt. Zum Glück steht ja aber noch Rene Adler im Tor.

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Hannover 96 - Platz 11, 23 Punkte

Hannovers Achillesferse in der Hinrunde war die Defensive. Während der Angriff mit 32 erzielten Treffern der fünftbeste der Bundesliga ist, hat nur Hoffenheim (41) mehr Gegentore hinnehmen müssen als die Slomka-Elf (31). Auffällig ist, dass die "Roten" anfällig über die Außen waren, so schon zehn Gegentreffer kassierten und so häufig wie keine andere Mannschaft von gegenerischen Abwehrspielern überwunden wurden (sechs Mal). Folgerichtig ergeben sich für 96 zu viele Niederlagen. Acht Mal ging die Truppe um Rückkehrer Szabolcs Huszti bereits als Verlierer vom Platz. Besonders auswärts hat Hannover noch Reserven: Von acht Gastspielen brachte man nur sechs Punkte mit und musste dabei sechs Niederlagen wegstecken.

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SV Werder Bremen - Platz 12, 22 Punkte

Die Antwort auf die Frage, wo sich der SV Werder in der Rückrunde denn noch steigern könnte lautet ganz klar: im Kopf. Wieso? Drei Mal verspielten die Bremer eine Führung und keine Mannschaft erzielte weniger Tore in der Anfangsviertelstunde (eins). Außerdem kassierte einzig Tabellenschlusslicht Fürth mehr Gegentreffer in den ersten 15 Spielminuten (sieben) als die Hanseaten (sechs). Auch in der Schlussviertelstunde ist die Schaaf-Elf anfällig, wie acht Gegentore in dieser Periode beweisen. Ebenfalls auffällig ist der Umstand, dass 21 der insgesamt 29 Werder-Gegentore von Mittelfeldspielern erzielt und dass die "Grün-Weißen" bereits vier Mal von einem Joker bezwungen wurden (Top-Wert).

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