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22.11.2012 - 23:38 Uhr


Aufstiegsheld Beister will gegen alte Liebe treffen

Maximilian Beister hat in dieser Saison 22 Mal aufs Tor geschossen - ein Treffer gelang ihm bislang noch nicht

Am vergangenen Samstag gegen Mainz bereitete Beister den Siegtreffer von Heung Min Son vor

Im Relegationsspiel gegen Hertha schoss Beister (l.) für Düsseldorf sein letztes Tor

Hamburg/Düsseldorf - Maximilian Beister entwickelte sich bei Fortuna Düsseldorf vom No-Name zum Aufstiegshelden. Jetzt kehrt er mit dem Hamburger SV erstmals an seine alte Wirkungsstätte zurück (Fr., ab 20 Uhr im Live-Ticker/Liga-Radio).
"Warum nicht in Düsseldorf", fragt Beister und lächelt sein spitzbübischstes Lächeln, "da habe ich in der Vergangenheit ja den einen oder anderen Ball eingeschweißt." Wie an diesem legendären Abend des 15. Mai 2012, als sich der Blondschopf im Relegations-Rückspiel gegen Hertha BSC gleich in der ersten Minute den Ball schnappte, über den halben Platz rannte und die Fortuna-Fans mit einem irren Schuss aus 25 Metern ins linke Eck in Ekstase versetzte.

"Für 90 Minuten werden Freundschaften auf Eis gelegt"



Es war Beisters letztes von 18 Toren im roten Trikot der Fortuna. Nach dem Aufstieg wechselte der 22-Jährige vom Rhein zurück an die Elbe. Jetzt kehrt der Held aus dem Sommer mit dem Hamburger SV erstmals wieder an seine alte Wirkungsstätte zurück.

Es ist ein besonderes, emotionales Spiel für Beister - daraus macht er keinen Hehl. "Als der Spielplan rauskam, habe ich nachgeschaut, wann wir gegen Düsseldorf spielen", sagt er vor dem Duell mit seinen alten Kumpels, "aber für 90 Minuten werden die Freundschaften auf Eis gelegt." Unter der Woche tauschte er "die eine oder andere Stichelei per SMS" mit den Ex-Kollegen aus.

Beister ist in Düsseldorf als Aufstiegsheld unvergessen. 2010 hatten ihn die Hamburger für zwei Jahre ausgeliehen. Bei der Fortuna reifte er in den beiden Spielzeiten zum Leistungsträger und U21-Nationalspieler.

Warten auf den Durchbruch beim HSV



Doch beim HSV warten die Fans noch darauf, dass ihr Liebling endlich richtig explodiert. "In der Bundesliga hat man nicht so viel Platz und Zeit", sagt Beister, der zu Beginn der Saison von Trainer Thorsten Fink nur auf die Bank gesetzt wurde, aber langsam besser in Schwung kommt: "Ich mache gerade eine Entwicklungsphase durch. Aber ich merke, dass es mit jedem Erfolgserlebnis viel besser geht und die nötige Sicherheit dazukommt."

Zwar verbreitet die Bilanz des quirligen Flügelspielers bisher weder Angst noch Schrecken - in zwölf Pflichtspielen bringt es der in Göttingen geborene, aber vor den Toren Hamburgs aufgewachsene Linksfuß gerade einmal auf ein Tor, eine Vorlage und nur 36,5 Prozent gewonnene Zweikämpfe. Aber Beisters Formkurve zeigt nach einem holprigen Start wieder nach oben.

"Schuss wie ein Pferd"



Zuletzt demonstrierte die Offensivhoffnung seine Qualitäten vergangene Woche, als er den Siegtreffer von Heung Min Son gegen Mainz vorbereitete. Doch damit der Hobbykoch, der bis 2016 an den HSV gebunden ist, nicht abhebt, wird Fink nicht müde zu fordern: "Maxi muss sich in der Defensive verbessern."

Doch gegen seinen Ex-Club soll es unbedingt auch in der Offensive endgültig klick machen. Denn obwohl der Mann mit "einem Schuss wie ein Pferd" (Zitat Ex-Trainer Norbert Meier) in dieser Saison bereits 22 Versuche abfeuerte, haben die Statistiker für Beister noch keinen Bundesliga-Treffer gezählt.

Und deshalb würde er sich einen Jubel auch nicht verkneifen, selbst wenn er seine alten Kollegen noch tiefer in den Abstiegsstrudel schießen würde. "Ich werde auf keinen Fall irgendwen provozieren", sagt Beister vor dem Rendezvous mit der alten Liebe, "aber natürlich würde ich mich freuen." Und warum sollte es nicht in Düsseldorf mit dem Tor-Debüt klappen? Schließlich weiß Beister ja, wo da das Tor steht.

Düsseldorf mit Personalsorgen



Bei den Gastgebern, die noch immer auf den ersten Heimsieg seit ihrer Rückkehr ins Oberhaus warten, steht ein großes Fragezeichen hinter dem Einsatz von Robbie Kruse, der sich in den letzten Wochen in bestechender Form präsentierte. "Wir wissen noch nicht, ob er auflaufen werden kann, aber er wird erstmal nicht trainieren", sagte Trainer Meier, der weiterhin ohne Bruno Soares, Stelios Malezas, Oliver Fink und Dani Schahin, der immerhin am Donnerstag wieder ins Mannschaftstraining einsteigen konnte, auskommen. Unsicher ist, ob Du-Ri Cha (Einblutung im Rippenbereich) auflaufen kann.

Beim HSV wird es verletzungsbedingt eine Umstellung im Vergleich zum 1:0-Sieg gegen Mainz geben. Marcell Jansen fällt wegen einer Kniereizung aus, Dennis Aogo kommt für ihn zu seinem ersten Startelf-Einsatz in dieser Saison.


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