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26.11.2012 - 09:56 Uhr


Auf Höhenflug

Der SC Freiburg klettert nach dem Derbyerfolg über den VfB Stuttgart auf Rang 6

Die Freude bei den Badenern ist riesig, doch Trainer Christian Streich warnt vor zu hohen Erwartungen: "Trotz der bislang erzielten 19 Punkte aus 13 Spielen bleibt unser Ziel der Klassenerhalt"

Jan Rosenthal (r., traf zum 1:0) und Co. empfangen bereits am Mittwoch den FC Bayern München

Freiburg - Der SC Freiburg gewinnt auch das Derby gegen den VfB Stuttgart und setzt seine Erfolgsserie fort, doch Trainer Streich warnt vor dem Spiel gegen Bayern München vor überzogenen Erwartungen.
Kurz vor 16 Uhr, gerade hatte Jan Rosenthal das erste Freiburger Tor erzielt (22.), schallte erstmals Triumphgesang aus der Fankurve der Gastgeber: "Die Nummer eins, die Nummer eins im Land sind wir."

Das Lied sollte in der Folgezeit noch ein paar Mal skandiert werden, denn der SC Freiburg, der in der Tabelle tatsächlich deutlich vor Stuttgart und Hoffenheim rangiert, gewann das schwäbisch-badische Derby völlig verdient mit 3:0. "Ab der 60. Minute waren die müde", sagte Torwart SC-Torwart Oliver Baumann nach der Partie, "das liegt aber auch an unserer Spielweise."

Gastgeber betrieben hohen Aufwand



In der Tat betrieb der Sport-Club über 90 Minuten einen enormen kämpferischen und läuferischen Aufwand. Der VfB Stuttgart, der noch am Donnerstag bei Steaua Bukarest triumphiert hatte, war schlichtweg auch physisch unterlegen. "Wir sind erwachsener geworden", freute sich Baumann, "aber wir haben auch die Leidenschaft gezeigt, die uns zuletzt stark gemacht hat." Und Angreifer Max Kruse ergänzte: "Der Trainer hat uns wie immer super eingestellt und motiviert."

Tatsächlich waren die Badener von Beginn an feldüberlegen, bissiger in den Zweikämpfen und dynamischer auf dem Weg in die gegnerische Hälfte. Weil dem VfB hingegen aufgrund der Englischen Wochen "fünf, sechs, sieben Prozent" an Konzentration und körperlicher Präsenz fehlten, wie Labbadia beobachtet hatte, erspielten sich die Freiburger schon in der Anfangsphase zahlreiche Torgelegenheiten.

Pavel Krmas (17.), Julian Schuster (18.) und Daniel Caligiuri (20.) stellten VfB-Keeper Sven Ulreich vor leichtere Prüfungen, ein weiterer Kopfball von Krmas strich über die Latte (7.). Die Schwaben hatten hingegen deutlich weniger Torabschlüsse zu verzeichnen als die Freiburger. Doch die waren von höchster Güte: Ein Schuss von Mittelfeldmann Zdravko Kuzmanovic klatschte an den Pfosten (21.), einen Distanzschuss von Cristiano Molinaro lenkte der starke Keeper Baumann um den Pfosten (61.). Besser machten es die Freiburger, bei denen Pavel Krmas (67.) und Max Kruse (73.) trafen, seinem Treffer war eine sehenswerte Kombination vorangegangen.

Labbadia: "Ein verdienter Sieg für Freiburg"



"Nach dem zweiten Freiburger Treffer sind wir zusammengekracht", gab VfB-Trainer Bruno Labbadia nach der Partie zu Protokoll, "danach ist Freiburg noch stärker geworden, das war ohne Frage ein verdienter Sieg." Mit dem Ergebnis sei er nicht zufrieden, an der Einstellung habe es aber nicht gelegen: "Die Laufbereitschaft und der Wille waren da."

Das fand auch Labbadias Kollege Christian Streich, der den Vortrag der Stuttgarter ("sie haben auch einen enormen Aufwand betrieben") lobte und gleich die Gelegenheit nutzte, um vor dem kommenden Gegner zu warnen. Denn der habe es in sich.

Am kommenden Mittwoch gibt niemand Geringeres als der FC Bayern München seine Visitenkarte an der Dreisam ab. Grund genug für Streich, um nochmal klarzustellen, dass sein Team trotz der bislang erzielten 19 Punkte aus 13 Spielen mitnichten andere Ziele als den Klassenerhalt habe. Der Weg dorthin werde schließlich noch hart genug. "Wenn du gegen die Bayern verlierst und halbwegs ordentlich spielst, dann ist das die größte Selbstverständlichkeit."

Aus Freiburg berichtet Christoph Ruf
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