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01.02.2013 - 18:12 Uhr


Angreifen oder tiefstapeln?

Srdjan Lakic soll bei Eintracht Frankfurt für mehr Durchschlagskraft im Angriff sorgen - sein erster Prüfstein wird der Hamburger SV

Im Hinspiel musste Hamburgs Petr Jiracek (r.) kurz vor dem Pausenpfiff mit Rot runter

Am Ende sicherte Kevin Trapp (r.) der Eintracht mit großartigen Paraden einen knappen 3:2-Sieg

München - Geht es um Eintracht Frankfurt, so ist man beim Blick auf die Tabelle hin- und hergerissen. 33 Punkte, Platz 4, nur drei Zähler Rückstand auf Borussia Dortmund und den 3. Rang, der die definitive Teilnahme an der Champions League bedeutet. Normalerweise blickt man da nach oben, will angreifen - würde man denken.
"Dann hätten wir 36 Punkte und kämen unserem Ziel noch näher", stapelte Armin Veh, Trainer des Aufsteigers aus der Main-Metropole, tief und sieht den Klassenerhalt durch einen möglichen Sieg im Top-Spiel des 20. Spieltags beim Hamburger SV näherrücken (ab 18 Uhr im Live-Ticker/Liga-Radio).

Respekt vorm HSV



Außerdem seien die Hanseaten stark und spielten jetzt ein neues System mit Raute, mit dem "sie sehr gut zurechtkommen", so Veh, dessen Aussage von der Heimbilanz der Hamburger gestützt wird: Die vergangenen vier Partien vor eigenem Publikum gewann der HSV allesamt, spielte sich so auf Tabellenplatz 9 und ging auf Tuchfühlung mit den Europapokalplätzen.

"Die Hamburger haben eine erfahrene Mannschaft, deren Ziel es ist und auch sein muss, die Europa League zu erreichen", sagte Veh, der am Freitag seinen 52. Geburtstag feierte, auf der Pressekonferenz vor dem Spiel.

Veh bremst Lakic-Euphorie



Klingt nach der Außenseiterrolle, die der gebürtige Augsburger seiner Mannschaft zuschreibt. Verständlich, sieht man sich die Bilanz der SGE in Hamburg an. Von 43 Partien gewannen die Hessen nur acht. Zuletzt am 14. November 1998, also vor über 14 Jahren.

"Es wird ein enges Spiel werden", schätzte Veh die Chancen des Tabellenvierten ein, der personell aus dem Vollen schöpfen kann und wahrscheinlich mit einem neuen Stürmer in der Hamburger Imtech Arena beginnen wird. "Zu 90 Prozent ist er am Samstag gesetzt", sagte der Trainer über Srdjan Lakic, der vom VfL Wolfsburg an die Eintracht ausgeliehen, aber noch nicht in Höchstform ist.

"Natürlich werden wir noch Abstriche machen müssen, er ist erst neu zur Mannschaft gekommen und hat auch erst ein paar Trainingseinheiten mitgemacht. Außerdem hat er länger nicht gespielt", bremste Veh zu hohe Erwartungen an den 29 Jahre alten Angreifer.

Kampfansage von Fink



Doch auch ohne einen Lakic in Top-Form flößt Eintracht Frankfurt dem Gegner Respekt ein. "Dass Frankfurt als Aufsteiger so eine starke Saison spielt, damit hat keiner gerechnet. Sie spielen frech und mutig nach vorne, gleichzeitig haben sie nichts zu verlieren", sagte Thorsten Fink, der mit seinem HSV "selber den Weg nach vorne suchen" will.

Der 45-Jährige wird aber wahrscheinlich im Mittelfeld umbauen müssen, da Marcell Jansen wegen einer Grippe bis Freitag nicht trainieren konnte. Sollte der Linksverteidiger tatsächlich ausfallen, wird Petr Jiracek seinen Platz einnehmen. Im rechten Mittelfeld hingegen tun sich Alternativen auf. Per Skjelbred und Tolgay Arslan kämpfen um den Platz in der Startelf, wobei laut Fink "Tolgay die Nase vorn hat".

Arslan oder Skjelbred, Jiracek oder Jansen - ganz gleich wen Fink aufstellen wird ist er sich sicher, "dass ich eine hungrige Mannschaft besitze, die das Frankfurt-Spiel unbedingt gewinnen will". Das klingt nicht nach tiefstapeln. Das hört sich nach Angriff an.

Gregor Nentwig


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