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19.04.2013 - 15:53 Uhr


Allofs' Rückkehr nach Bremen ohne Sentimentalitäten

Er kehrt zurück: Wolfsburgs Manager Klaus Allofs (l.) ist mit dem VfL bei Thomas Schaafs Bremern zu Gast. Beide brauchen Punkte im Abstiegskampf

Naldo (l., gegen Thomas Müller), der mit Wolfsburg im Pokal bei den Bayern keine Chance hatte, wird vor der Partie offiziell verabschiedet

Bremen hofft noch auf den Einsatz von Abwehrchef Sokratis (r., gegen Leverkusens Daniel Carvajal)

Bremen/Wolfsburg - Für Sentimentalitäten hat Klaus Allofs keine Zeit. Selbst die Rückkehr zu seiner "alten Liebe" Werder Bremen verkommt angesichts der Probleme zu einer Randnotiz. "Es wird schon etwas anders sein, wenn ich das erste Mal wieder das Weserstadion betrete", sagte der Manager des VfL Wolfsburg vor dem Duell mit seinem langjährigen Club am Samstag (Samstag, ab 18 Uhr im Live-Ticker/Liga-Radio): "Die Anspannung ergibt sich aber aus der Situation."
Und die ist alles andere als rosig: Der Traum von Europa endete für den VfL am Dienstag im Halbfinale des DFB-Pokals, in der Bundesliga ist das Team noch nicht dem Abstiegskampf entronnen und die Kaderplanung für kommende Saison läuft bereits auf Hochtouren. Der Trubel um seine Rückkehr ist für den umtriebigen Manager, der im November 2012 von der Weser an den Mittellandkanal wechselte, fast eher störend.

Bremen seit acht Spielen sieglos



"Ich war auch am Dienstag angespannt, das ist bei jedem Spiel so, wenn viel auf dem Spiel steht", sagte Allofs ohne große Wehmut: "Schon im Hinspiel sind die handelnden Personen damit sehr professionell umgegangen. Das machen wir auch dieses Mal so."

Denn die Begegnung zieht ihre Brisanz ohnehin eher aus der Tabellenkonstellation als aus der Personalie Klaus Allofs. Die seit acht Spielen sieglosen Bremer hatten sich schon nach wenigen Wochen mit dem Abgang ihres Managers abgefunden, seitdem vermeiden beide Parteien jegliches böse Wort übereinander. Auch das Hinspiel in Wolfsburg fand ohne Häme statt - 1:1 trennten sich beide Klubs damals schiedlich friedlich.

Schaaf und Allofs: Kein Kontakt



"Das ist für uns kein Thema mehr. Wir können jetzt auch die nächsten vier Jahre das immer wieder rausholen, wenn wir gegeneinander spielen. Aber das ist vorbei", sagte auch Bremens Trainer Thomas Schaaf gewohnt sachlich: "Wir hatten in den letzten Tagen keinen Kontakt. Ich bin darauf nicht fokussiert. Ich bin auf meine Mannschaft ausgerichtet, Klaus Allofs ist für Wolfsburg zuständig. Wir werden uns im Stadion treffen und uns auch begrüßen."

Dieses Mal würde ein Unentschieden aber nur den "Wölfen" helfen. Zwei Punkte trennen Wolfsburg als Tabellen-13. vom direkten Verfolger aus Bremen. Mit einem Sieg würden beide Teams einen vorentscheidenden Schritt zum Klassenerhalt machen.

Rückkehrer Naldo: "Dürfen nicht verlieren"



"Da dürfen wir nicht verlieren, sonst zieht Bremen in der Tabelle an uns vorbei", sagte auch der langjährige Bremer Innenverteidiger Naldo, der ebenso wie Allofs erstmals nach seinem Wechsel zurückkehrt und vor dem Spiel sogar noch offiziell verabschiedet wird.

Naldos Nachfolger Sokratis trainierte am Donnerstag nach überstandener Adduktorenverletzung erstmals wieder mit der Mannschaft und hofft auf einen Einsatz. Zudem werden Kapitän Clemens Fritz, Aaron Hunt und Lukas Schmitz wieder im Kader stehen. Für Aleksandar Ignjovski (Magen-Darm-Grippe) und Mehmet Ekici (Adduktorenprobleme) kommt ein Einsatz hingegen noch zu früh.


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