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13.11.2012 - 09:29 Uhr


Alles im grünen Bereich?

Fortuna-Coach Norbert Meier lobt die gute Organisation seiner Mannschaft gegen Hoffenheim

Dennoch agierte die Fortuna trotz Überzahl in der Offensive über die gesamte Spieldauer zu harmlos

"Man darf nicht zu viel Risiko gehen“, sagt Andreas Lambertz (l.)

Düsseldorf - Nach vier Niederlagen in Folge hat Fortuna Düsseldorf mit dem 1:1-Unentschieden gegen 1899 Hoffenheim wieder einmal sein Punktekonto aufgebessert. In der Tabelle kletterte der Aufsteiger um einen Platz auf Rang 14 nach oben. Doch durch den Wolfsburger Sieg gegen Leverkusen ist Fortunas Vorsprung auf den Relegationsplatz auf die nur noch um drei Tore bessere Tordifferenz geschmolzen.
Das Punkteploster ist damit aufgebraucht. Nach dem tollen Saisonstart hatten sich die Rheinländer nach dem 6. Spieltag einen Fünf-Punkte-Vorsprung auf den Tabellenkeller herausgefightet. Der ist nun weg. Gegen Hoffenheim konnte Fortuna zwar den Aufwärtstrend der letzten Woche mit dem Pokalsieg gegen Mönchengladbach und der respektablen Vorstellung beim 2:3 in Leverkusen fortsetzen, doch es wäre sicherlich auch mehr möglich gewesen als das Remis.

"Man darf nicht zu viel Risiko gehen"



Denn die Elf von Norbert Meier agierte gegen weitgehend harmlose Hoffenheimer fast die gesamte zweite Spielhälfte in Überzahl, konnte aber die Gäste aus dem Kraichgau kaum in ernsthafte Bedrängnis bringen. Wieder einmal traten dabei die spielerischen Defizite der Flingerer zu Tage.

"Wenn man dann nicht durchkommt, darf man sich auch keinen Konter mehr fangen. Man darf nicht zu viel Risiko gehen", begnügte sich Fortuna-Kapitän Andreas Lambertz mit dem Remis. Das Urgestein der Rheinländer machte gegen Hoffenheim übrigens eine neue Erfahrung. Erstmals seit Jahren stand er nicht in der Startelf, obwohl er weder verletzt noch gesperrt war. Fortuna-Trainer Norbert Meier gab statt ihm Ronny Garbuschweski eine Chance, die der 26-Jährige aber auch nicht wirklich nutzen konnte.

Fortuna kann mit dem Punkt leben



Auch auf Routinier Andriy Voronin hatte Meier zunächst erneut verzichtet, immerhin kam der Ukrainer in der Schlussphase noch zu einem Kurzeinsatz, nachdem er in den beiden Derbys zuvor nicht einmal den Sprung in den Kader geschafft hatte. Der Coach sucht noch immer die optimale Lösung im Mittelfeld, denn dort hapert es in Sachen Kreativität doch erheblich. Ebenso fehlt im Angriff trotz eines gut aufgelegten Torschützen Robbie Kruse die Durchschlagskraft.

So üben sich die Fortunen in Geduld, Understatement und demonstrativer Gelassenheit. "Wir wollten das Spiel gewinnen, so ist es ein Punkt geworden. Damit müssen wir leben", sagte Innenverteidiger Jens Langeneke. "Wir waren vorher nicht unruhig und sind es jetzt immer noch nicht. Das Selbstvertrauen ist da, war aber auch vorher da. Es läuft in Düsseldorf alles in geordneten Bahnen, wir sind im grünen Bereich."

Anspruchsvolles Restprogramm bis zur Winterpause



Noch steht die Fortuna über dem Strich, doch die Aufgaben bis zur Winterpause haben es noch in sich. Am nächsten Sonntag gastieren die Rheinländer bei Werder Bremen, danach kommt der Hamburger SV in die Esprit-Arena. Und auch die Spiele gegen die Topteams aus Frankfurt und Dortmund finden sich noch im Restprogramm.

Doch das ist derzeit noch Zukunftsmusik. Trainer Norbert Meier hob lieber seine positiven Erkenntnisse der Hoffenheim-Partie hervor. "Wir hatten über die gesamte Spieldauer eine gute Organisation. Wichtig ist, dass das Team nach vier verlorenen Partien wieder einen Teilerfolg verbuchen konnte. Jeden Punkt, den wir uns erarbeiten, müssen wir mitnehmen. Kämpferisch kann man unserer Mannschaft keinen Vorwurf machen. Die Truppe lebt, das hat man deutlich gesehen", lobte der Coach. Ob das auch gegen Werder Bremen am kommenden Wochenende ausreichen wird, bleibt abzuwarten.

Aus Düsseldorf berichtet Tobias Gonscherowski
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