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24.12.2012 - 14:18 Uhr


444 Buden: Trends der Hinrunde, Teil 1

Hannovers Angreifer Mame Diouf (r.) liegt voll im Trend: Weil die Mitte dicht ist, versuchen es die Bundesliga-Clubs oft mit Flanken und Kopfbällen

Deutsch-deutscher Torjubel: Die beiden Dortmunder-Stars Mario Götze (l.) und Marco Reus stehen beispielhaft für viele Treffer deutscher Spieler

Mittelfeld-Zauberer wie Arango: Stürmertore sind aus der Mode, stattdessen trifft die zweite Reihe immer öfter

Klare Sache in der Tabelle: Ganz unten stehen die bayerischen Clubs, Mohamed Amsifs Augsburger und Greuther Fürth,...

...ganz oben ziehen die Bayern um Mario Gomez (r.) einsam ihre Kreise

München - Genau 444 Mal hat es geklingelt. Stürmertore und Fouls sind out, im Mittelfeld spielt die Musik. Trainer-Platzverweise, Kopfballtore und Handelfmeter haben Hochkonjunktur, genauso wie deutsche Torschützen.
bundesliga.de präsentiert alle Besonderheiten der Hinrundendaten - im ersten Teil geht es um die Tabelle, um Tore, Taktik und die Fans...
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Dreiklassen-Gesellschaft

- Der FC Bayern spielte in einer Liga für sich: Die meisten Tore, die meisten Torschüsse, die meisten Großchancen, die wenigsten Gegentore, die wenigsten zugelassenen Torschüsse und Großchancen, fast 60 Prozent der Ballkontakte und trotzdem die meisten Kontertore und das fairste Team - die Überlegenheit des Rekordmeisters war erdrückend (der Vorsprung auf Platz 2 beträgt komfortable neun Punkte).

- Die Münchner waren bereits drei Spieltage vor Hinrunden-Ende Herbstmeister - so früh war das in der Bundesliga-Geschichte noch nie einem Team gelungen!

- Erstmals in Zeiten der Drei-Punkte-Regel gibt es nach der Hinrunde gleich zwei Mannschaften mit einer nur einstelligen Punktzahl: Augsburg und Fürth (jeweils neun).

- Bitter: Beide Teams zusammen kommen nicht einmal auf so viele Punkte (18) wie man derzeit für den Nichtabstiegsplatz 15 benötigt (19 Zähler, Wolfsburg).

- Für die beiden Kellerkinder ist in 17 Rückrundenspielen natürlich noch die Rettung drin. Doch aufgrund des großen Abstands könnte man im 50. Bundesliga-Jahr schon von einem "Tribute to the Gründerjahre" sprechen: In den ersten beiden Spielzeiten spielten 16 Teams den Meister aus...

- Eng geht es dagegen im breit gefächerten Mittelfeld zu: Nürnberg auf Rang 14 fehlen nur zwei Siege zu einem Europapokalplatz.

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Wer braucht schon Stürmer?

- Obwohl die Zuweisung der Stürmerrolle großzügig erfolgte (Alex Meier beispielsweise wird als hängende Spitze und nicht als Mittelfeldspieler gewertet), erzielten die Stürmer in dieser Saison nur 38 Prozent der Tore (167 von 444) - das ist der geringste Anteil aller Zeiten!

- So reichen in dieser Saison nach 17 Spieltagen Stefan Kießling "nur" zwölf Treffer, um alleine an der Spitze der Torschützenliste zu stehen.

- Nach der Hinrunde der letzten Saison haben zwölf Tore nur zu Platz 4 in der Torschützenliste gereicht - Mario Gomez lag mit 16 Treffern auf Platz 1 (dahinter folgten Huntelaar mit 15 Toren und Podolski mit 14).

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Trend zur "neuen Mitte"

- Taktisch gab es eine Entwicklung vom Standardsystem 4-2-3-1 mit einer klassischen 10 hin zu einem
4-4-1-1 mit einer 9½ hinter der einzigen echten Spitze. Auch ein 4-1-4-1 mit zwei offensiven Flügeln, nur einem echten Sechser und zwei etwas offensiveren zentralen Spielern wurde vermehrt gespielt (Bremen, Stuttgart, zuletzt auch Augsburg und Nürnberg).

- Das weit verbreitete 4-5-1-System hatte Folgen: Die Hälfte aller Tore wurden durch die Mittelfeldspieler erzielt (50 Prozent - der höchste Anteil der letzten 20 Jahre).

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Effizienz pur und 444 Buden

- Fast wie in der letzten Saison: In der Hinrunde fielen 444 Tore (im Schnitt 2,9 pro Spiel), letzte Saison waren es zum gleichen Zeitpunkt 438 Treffer.

- In dieser Saison wurden allerdings nach 17 Spieltagen so wenige Torschüsse abgegeben (3.883) wie nie zuvor zum selben Zeitpunkt seit Beginn der Datenerfassung im Jahre 1992.

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Mit Köpfchen

- In dieser Hinrunde fielen 24 Prozent aller Tore (108 von 444) durch Kopfbälle. Auch absolut fielen mehr Kopfballtore als in jeder anderen Hinrunde in den letzten 20 Jahren.

- 97 Tore nach Flanken sind nach der Hinrunde die meisten seit sieben Jahren!

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Qualitätstore "Made in Germany"

- In die Einrichtung der Jugendleistungszentren sind in den zurückliegenden Jahren Millionen-Beträge geflossen. Das ist an vielen Stellen zunächst nicht freiwillig geschehen, die Vereine wurden durch Auflagen zu ihrem Glück gezwungen.

- Und von Glück muss man tatsächlich sprechen. Nicht nur die Qualität bei deutschen Talenten ist so hoch wie lange nicht mehr, auch die Quantität stimmt.

- Seit dem Fall der Ausländerbeschränkung (2006) war der Anteil der durch deutsche Spieler erzielten Tore nie so hoch wie derzeit: 46 Prozent! Und das, obwohl mit Mario Gomez der beste deutsche Torschütze der letzten Jahre lange verletzt ausfiel.

- Vor fünf Jahren lag der Anteil der durch deutsche Spieler erzielten Tore nach der Hinrunde nur bei 35 Prozent.

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Klein, aber fein

- Im Schnitt kamen in dieser Hinrunde pro Spiel 3.000 Zuschauer weniger (42.000) als vor einem Jahr (45.000).

- Zum Teil erklärt sich der Rückgang durch das kleine Stadion in Fürth (zu den Heimspielen der Kölner kamen in der letzten Hinrunde fast 300.000 Zuschauer mehr als jetzt zu denen von Greuther Fürth).

- Wenige Zuschauer in der englischen Woche im November: Die Spieltage 13 und 15 rund um den Wochenspieltag waren die mit am schlechtesten besuchten Spieltage der Saison, lagen jeweils 5.000 Zuschauer unter dem Saisonschnitt.

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