offizielle Webseite

Liveticker

Bundesliga

06.04.2013 - 21:07 Uhr


1899 tankt Mut - FCB atypisch zum Titel

Die TSG 1899 Hoffenheim ist aufgrund des eigenen Siegs gegen Düsseldorf und der Niederlage des FC Augsburg in Dortmund auf einmal wieder dick im Geschäft "Klassenerhalt"

Torschützen unter sich: Roberto Firmino (r.) legte in der 11. Minute den Grundstein zum 3:0-Sieg der TSG, Kevin Volland machte in der 90.+4 den Sack zu

Bastian Schweinsteiger (r.) lief am meisten beim FC Bayern, die Freude über den Gewinn seiner sechsten Meisterschaft dürfte aber wohl überwiegen

Jonas Hofmann (l.) durfte erstmals von Beginn an ran für Borussia Dortmund und spielte gleich groß auf - insgesamt kommt der 20-Jährige auf 91 Bundesliga-Minuten

München - Eins war sicher: Mit einem Sieg würden die Chancen auf den Klassenerhalt bedeutend steigen, man wäre wieder im Rennen und hätte gute Aussichten, zumindest noch den Relegationsplatz zu erreichen. Dementsprechend motoviert ging die TSG 1899 Hoffenheim in das Duell mit Fortuna Düsseldorf - und wurde am Ende mit einem 3:0-Erfolg belohnt.
Der erste Sieg unter Neu-Trainer Markus Gisdol, der dritte in der Rückrunde, war verdient, weil hart erarbeitet. Die Kraichgauer bewiesen am Freitagabend Willen und zeigten Leidenschaft. Nach Abpfiff zeigte die Laufdatenanalyse die bislang stärkste Darbietung des 28. Spieltags (Stand: vor den Sonntagsspielen) und Saisonbestleistung für Hoffenheim. 127,1 Kilometer (km) legten Roberto Firmino und Co. zurück.

Hoffenheim ackert



"Der Sieg ist für uns Gold wert. Es hat noch nicht alles sehr gut geklappt, aber gute Ansätze waren da", sagte TSG-Kapitän Andreas Beck, nach der Partie, in der die Gastgeber exakt 4,800 Meter mehr liefen als die Fortunen (122,3 km, Platz 3).

Drei "Blaue" schafften denn auch den Sprung in die Top 10 des Spieltags. Torschütze Firmino belegt hinter den Fürther Laufwundern Felix Klaus und Thanos Petsos (beide 13,4 km) den 3. Platz, Abräumer Eugen Polanski (13 km) und Torschütze Kevin Volland (12,7 km) folgen auf den Rängen 5 und 9.

Doch in der Wirsol Rhein-Neckar-Arena wurde am Freitagabend nicht nur viel gelaufen, sondern auch schnell. Düsseldorf legte 230 Sprints hin, Hoffenheim verschärfte 229 Mal das Tempo, auch das ein Top-Wert der TSG in dieser Saison. Insgesamt reihen sich drei Akteure beider Teams in die Bestenliste ein, auf der Düsseldorfs Robbie Kruse mit 33 Sprints Platz 3 belegt. Häufiger zogen nur Frankfurts Takashi Inui (38) und Jonas Hofmann (35), der für Borussia Dortmund erstmals in der Startelf stand, das Tempo an.

Bayern spielen atypisch



Schnell unterwegs waren auch die Spieler des FC Bayern München. Beim 1:0-Sieg in Frankfurt, der die 22. Meisterschaft seit Bestehen der Bundesliga sicherte, belegt mit 200 Sprints den 3. Platz.

A-typisch ist hingegen der Umstand, dass der FCB (121,3 km) auch insgesamt mehr Strecke machte als die Eintracht (116,9 km), was aber wohl nur den absoluten Willen zum vorzeitigen Gewinn der Meisterschaft unterstreicht, wie Philipp Lahm nach dem Spiel bekannte: "Wir wollten heute unbedingt den Meistertitel sicher machen."

Am laufstärksten zeigte sich Torschütze Bastian Schweinsteiger, der 12,44 km zurücklegte. Beim Gegner fraß Sebastian Rode am meisten Gras, legte 11,99 Kilometer zurück.

Premieren-Hofmann trumpft groß auf



Willen bewies Borussia Dortmund, das gegen den FC Augsburg einen 1:2-Pausenrückstand noch in einen 4:2-Sieg umbog. Dabei legte der BVB 124,1 Kilometer zurück, was die zweitbeste Leistung des Spieltags ist. Die Augsburger brachten es auf 120,6 km.

In den Fokus gelaufen hat sich beim achten Rückrundensieg Jungstar Jonas Hofmann. Der 20-Jährige, der erstmals von Beginn an für die Borussia auflief und das zweite Mal überhaupt, ließ sogar "Pferdelunge" Sven Bender (12,8 km) hinter sich und erzielte mit 13.090 Metern den Spitzenwert der "Schwarz-Gelben".

Zudem gelang dem Mittelfeldspieler auch noch eine Torvorlage, nämlich zum zwischenzeitlichen 2:2 von Julian Schieber. Ein Assist, ein Torschuss, 56 Ballkontakte in 90 Minuten Spielzeit - eine Leistung, die Mut macht für die Zukunft.

Zu einem ähnlichen Fazit dürfte wohl auch Markus Gisdol gelangen, wenn er sich die 90 Minuten seiner TSG 1899 Hoffenheim noch einmal anschaut.

Gregor Nentwig
Verwandte Artikel
Bundesliga
Service

© 2014 DFL Deutsche Fußball Liga GmbH