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10.03.2013 19:37:57
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Zwei Derbyhelden: Ein Träumer und ein Pechvogel
Sie schossen Schalke zum zweiten Derbysieg der Saison: Julian Draxler (l.) und der verletzte Klaas-Jan Huntelaar
Michel Bastos (l.) und Lukas Piszczek (r.) schenkten sich auf Schalke nichts. Zusammen zogen die beiden 67 Sprints an
Irgendwo da drunter ist er! Düsseldorfs Andreas Lambertz wird nach seinem ersten Bundesliga-Treffer von den Kollegen begraben
Immer wieder setzte sich Kevin de Bruyne (l.) in Mönchengladbach in Szene. Kein Spieler schoss an diesem Wochenende so häufig aufs Tor (6 Mal)
Fleißige "Wölfe": Beim Wolfsburger 5:2-Erfolg in Freiburg zeigte das Team von Dieter Hecking eine beeindruckende läuferische Leistung
München - Zwei Schalker Derby-Torschützen wurden gegen den BVB zu Helden - doch einer der beiden ist ein tragischer Held: Während Julian Draxlers 100. Pflichtspiel für Schalke kaum besser hätte laufen können ("Es war ein Traum für mich als Schalker Junge, ein Tor im Derby gegen den BVB zu schießen"), endete Klaas-Jan Huntelaars Tag im Krankenhaus. Der Niederländer zog sich beim zweiten Gelsenkirchener Derby-Triumph dieser Saison einen Innenband-Teilriss im Knie zu und fehlt einige Wochen.
Das Anschlusstor von Robert Lewandowski war zwar historisch (Splitter), reichte den Dortmunder Champions-League-Helden aber nicht mehr. Dank einer starken ersten Hälfte siegte Schalke verdient. Das sah auch Trainer Jens Keller so: "Wir haben in der ersten Halbzeit ein überragendes Spiel abgeliefert und hätten das eine oder andere Tor mehr machen können." (Trainerstimmen).
Packende Duelle zwischen Piszczek und Bastos
Vor allem Lukasz Piszczek und Michel Bastos lieferten sich immer wieder packende Duelle. Mit 37 Sprints war Piszczek der Hochgeschwindigkeitsfußballer des Wochenendes. Sein Gegenspieler Bastos war 30 Mal in vollem Tempo unterwegs (zur Spielmatrix). Da Eintracht Frankfurt am Sonntag nicht über ein 0:0 bei Hannover 96 hinauskam, rückt Schalke durch den 3. Sieg in Folge auf den 4. Platz vor.
Das Bayern München durch die Dortmunder Niederlage auf 20 Punkte davon ziehen konnte, ist nur eine Randnotiz des Spieltages. Jeder Zweifel an der Meisterschaft der Bayern konnte eigentlich auch vor dem Spieltag nur auf erhöhte Temperatur zurückgeführt werden. Trotzdem war die Partie in der Allianz Arena eine ganz besondere: Andreas Lambertz erzielte beim Rekordmeister sein erstes Bundesliga-Tor (Die Topdaten zu FCB - F95).
Premieren für Lambertz und Boateng
Der Düsseldorfer Kapitän ist damit der erste Profi, der für denselben Club in den vier höchsten deutschen Spielklassen ein Tor erzielen konnte. Punkte gab es trotzdem keine. Auch, weil Jerome Boateng in seinem 130. Bundesliga-Spiel sein erstes Tor erzielte. Mit dem achten Sieg im achten Rückrundenspiel stellten die Bayern zudem einen neuen Bundesliga-Rekord auf.
Ganz oben ist also alles klar - und ganz unten sorgte der Vorletzte 1899 Hoffenheim mit dem klaren Dreier bei Schlusslicht Fürth ebenfalls vorerst für Klarheit. Die Bundesliga-Premierensaison der Spielvereinigung dürfte wohl vorerst die letzte sein. Der Hamburger SV feierte am Sonntag einen wichtigen Erfolg im Kampf um die internationalen Plätze. Rafael van der Vaart war der fleißigste Spieler in Stuttgart. Der Niederländer legte stolze 12,9 Kilometer zurück.
Entfesselte "Wölfe"
Eine Premiere gab es auch in Freiburg, wo Wolfsburgs Vieirinha erstmals für den VfL traf. Die "Wölfe" sprengten alle Ketten und ragten an diesem Wochenende läuferisch heraus (XL-Galerie: Bilder des Spieltags). Mit Christian Träsch, Ivica Olic und Jan Polak legten gleich drei Spieler mehr als 13 Kilometer zurück. Die Teamleistung von 128,3 Kilometern war die mit Abstand beste des Spieltages. Das Team von Dieter Hecking lief aber nicht nur viel, sondern auch schnell: Der VfL zog die meisten Sprints des Wochenendes an (211).
Weinzierl: "Gegen Nürnberg darfst du nicht in Rückstand geraten. Das Problem ist, dass wir gleich zwei Mal in Rückstand geraten sind."
Im Abendspiel kämpften Borussia Mönchengladbach und Werder Bremen ebenfalls um jeden Meter. Werder stoppte durch das Unentschieden den Abwärtstrend. Vor allem Kevin De Bruyne lieferte im Borussia-Park eine sehr starke Partie ab. Werders Belgier suchte gleich sechs Mal den Abschluss und hatte damit die meisten Torschüsse des Wochenendes. Ein Tor gelang ihm dennoch nicht. Dafür bereitete die Leihgabe vom FC Chelsea den Ausgleichstreffer von Alexander Ignjovski vor. Am Ende durften sich Gladbach und Bremen über einen Zähler freuen. Auch Schalkes Pechvogel Huntelaar war die Freude am Derbysieg übrigens nicht zu nehmen - noch aus dem Krankenwagen twitterte er "Shit happens..!! Still 2-1...!!!!!! :)))))"
Florian Reinecke
Florian Reinecke
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