offizielle Webseite

Liveticker

Bundesliga

05.04.2013 - 16:14 Uhr


"Wir wollen in die Champions League"

Bernd Leno hält auch in seiner zweiten Saison weitgehend fehlerfrei im Tor von Bayer Leverkusen

Seit Sommer 2011 bestritt der Keeper 58 Bundesliga-Spiele für die "Werkself" und wehrte in dieser Saison 68,75 Prozent aller Torschüsse ab

Für Deutschlands U-21-Nationalmannschaft absolvierte Leno (r.) bereits sechs Länderspiele

Köln - Bayer Leverkusen hat durch den 4:1-Sieg bei Fortuna Düsseldorf Platz 3 in der Bundesliga zementiert. Vier Punkte liegt die "Werkself" hinter Borussia Dortmund, sechs Zähler vor Schalke 04. Die direkte Qualifikation zur Champions League rückt immer näher. Vor dem Heimspiel gegen den VfL Wolfsburg sprach bundesliga.de mit Keeper Bernd Leno.
bundesliga.de: Herr Leno, Bayer Leverkusen hat in Düsseldorf wieder zurück in die Erfolgsspur gefunden und 4:1 gewonnen. Wie wichtig war der Sieg nach zwei Niederlagen zuvor?

Bernd Leno: Der 4:1-Sieg hat sehr gut getan, und er war hochverdient. Wir haben uns dafür belohnt, dass wir gut gespielt und die Tore gemacht haben. Wir sind erleichtert, dass wir nach zwei verlorenen Spielen endlich wieder gewonnen haben. Die anderen Spiele waren auch nicht schlecht, aber wir haben uns nicht belohnt. In Düsseldorf waren wir sehr effizient. Es ist schön, dass sich die harte Arbeit auszahlt.

bundesliga.de: Der Auftakt zum Endspurt ist gelungen. Was ist für die "Werkself" noch drin? Schielen Sie auch mit einem Auge noch auf Platz 2?

Leno: Unser Ziel ist die direkte Qualifikation zur Champions League, egal ob über Platz 2 oder 3. Wir gucken nur von Spiel zu Spiel und nur auf uns. Wir haben noch sieben Endspiele, in denen wir das Maximum herausholen wollen. Ich hoffe, dass das Düsseldorf-Spiel wieder die Wende war. Es sollte uns Selbstvertrauen geben.

bundesliga.de: Wie bewerten Sie die Rückrunde, in der die Mannschaft noch nicht so erfolgreich punkten konnte wie in der Hinserie?

Leno: Das würde ich nicht überbewerten. Wir haben trotzdem immer gut gespielt. Wir haben beispielsweise in Mönchengladbach ein richtig gutes Spiel gemacht und trotzdem nur 3:3 gespielt. Wir wissen, was wir können. Wir wissen um unsere Qualitäten. Die müssen wir abrufen. Dann kann uns keiner hindern.

bundesliga.de: Wie schwer war der Neustart in die Rückrunde?

Leno: Es ist normal, dass Phasen kommen, in denen es nicht so läuft oder man die Spiele nicht gewinnt. Das gibt es in jeder Saison. Es gibt keine perfekte Saison. Wir haben aber nie die Ruhe verloren, sondern weiter an uns gearbeitet, die Spiele analysiert. Das ist die richtige Art und Weise. Wir haben nicht ein Prozent nachgelassen. Wir haben immer im Training Gas gegeben und dann auch gute Spiele gemacht. In Mainz verlieren wir durch einen komischen Elfmeter. Gegen die Bayern haben wir unglücklich durch ein Eigentor verloren. Zusammen mit dem Gladbach-Spiel sind das ein paar Beispiele dafür, dass wir uns nicht belohnt haben. In Düsseldorf haben wir uns dagegen wie gesagt belohnt. Wir versuchen jetzt, diese Leistung in den letzten sieben Spielen zu bestätigen.

bundesliga.de: In den vergangenen beiden Partien wurden Sie vom eigenen Mitspieler überwunden. Wie ärgerlich waren die Eigentore?

Leno: Das Eigentor gegen die Bayern war unglücklich. Daniel van Buyten verlängert den Ball, der Philipp Wollscheid an die Schulter prallt. Da kann er gar nichts machen. Gegen die Fortuna hat Robbie Kruse den Ball gut reingespielt. Hätte Daniel Schwaab den Ball nicht reingemacht, hätte es dahinter ein Düsseldorfer getan. Das war Pech. Aber wenn wir gewinnen, interessiert das keinen.

bundesliga.de: Sie spielen selbst Ihre zweite Bundesliga-Saison. Nach dem Hype im ersten Jahr ist es etwas ruhiger um Sie geworden. Wie zufrieden sind Sie selbst mit Ihrer Entwicklung?

Leno: Ich spiele auf jeden Fall eine gute Saison. Ich bin sehr konstant und mache wenig Fehler. In dieser Saison läuft es etwas anders für mich. Im letzten Jahr gab es viele Spiele, in denen ich mehr im Mittelpunkt stand. In diesem Jahr haben wir mehr Kontrolle im Spiel. Da ist man als Torwart eher unauffälliger. Das war am Anfang für mich eine neue Erfahrung, dass ich nur bei ganz wenigen Situationen gefordert war und die Konzentration hochhalten musste. Als Torwart hat man dann vielleicht nur eine Aktion. Insgesamt denke ich, dass ich meine Aufgabe erfülle und sie so gut wie in der vergangenen Saison erledige.

bundesliga.de: Am Samstag steht das Duel mit dem VfL Wolfsburg auf dem Programm, mit dem Bayer aus der Hinrunde noch zwei offene Rechnungen nach den Niederlagen in Meisterschaft und Pokal offen hat.

Leno: Das stimmt. Wir sind im DFB-Pokal unglücklich ausgeschieden und haben in der Bundesliga 1:3 verloren. Da müssen wir wieder etwas gut machen.

Das Gespräch führte Tobias Gonscherowski
Verwandte Artikel
Bundesliga
Service

© 2014 DFL Deutsche Fußball Liga GmbH