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13.12.2012 - 22:49 Uhr


"Wir stehen nicht ohne Grund da oben"

Gegen Werder Bremen gelang Eintracht-Kapitän Pirmin Schwegler bereits sein zweiter Saisontreffer

Der Schweizer traf mit einem fulminanten Distanzschuss. Ein Klick führt zur Wahl "Tor des Spieltags", bei der er nominiert ist

Schwegler (r.) wechselte 2009 von Bayer Leverkusen zur Eintracht

Frankfurt - Eintracht Frankfurt hat die erste kleine Minikrise der Saison (drei Spiele ohne Sieg) auf seine Art beendet: mit einem spektakulären 4:1-Heimsieg gegen Werder Bremen. Vor dem letzten Spiel des Jahres 2012 rangieren die Hessen immer noch auf Platz 4. Eintracht-Kapitän Pirmin Schwegler sprach vor der Partie in Wolfsburg mit bundesliga.de.
bundesliga.de: Herr Schwegler, vor dem letzten Hinrundenspieltag steht die Eintracht immer noch auf Platz 4, punktgleich mit Meister Borussia Dortmund. Müssen Sie sich manchmal kneifen?

Pirmin Schwegler: Am Anfang hätte man sicher nicht erwartet, dass wir einen so guten Start hinlegen würden und von Beginn an oben mitmischen würden. Das hätte vor der Saison sicher jeder sofort so unterschrieben. Aber wir stehen jetzt nicht ohne Grund da oben, wir haben uns diese 27 Punkte redlich verdient, haben schon viele gute Spiele gezeigt in dieser Saison.

bundesliga.de: Wo nimmt die Mannschaft das Selbstvertrauen für den Offensivfußball her?

Schwegler: Natürlich hat die Mannschaft durch den Aufstieg schon ein gewisses Selbstvertrauen mit in die Bundesliga genommen. Wir haben mit dem Erfolg zu Hause gegen Leverkusen, als wir das Spiel sogar noch gedreht haben, einen super Saisonstart hingelegt. Wir haben eine eingespielte Mannschaft und wissen, welches Potenzial im Team steckt. Außerdem haben wir in dieser Saison bereits des Öfteren unter Beweis gestellt, dass wir selbst nach einem Rückstand nicht aufstecken.

bundesliga.de: Sehen Sie die Gefahr, dass sich ein Absturz wie vor zwei Jahren wiederholen könnte?

Schwegler: Nein, diese Gefahr, die medial sehr aufgebauscht wird, sehe ich nicht. Wir haben von Beginn an klar gemacht, dass unser Ziel der Klassenerhalt ist und waren uns als Aufsteiger auch von Anfang an bewusst, dass es auch mal eine nicht so gute Phase geben würde. Aber wir haben uns davon nicht unterkriegen lassen - wie wir beim 4:1 gegen Bremen eindrucksvoll unter Beweis gestellt haben.

bundesliga.de: Ihren Stellenwert für die Mannschaft erkennt man auch daran, dass die beiden Spiele, die Sie verpasst haben, beide verloren gingen. Wie wichtig ist Pirmin Schwegler für die Eintracht?

Schwegler: Als Kapitän nimmt man in der Mannschaft natürlich noch eine etwas größere Rolle ein, das ist doch klar. Aber jeder einzelne Spieler ist auf seine Art wichtig für die Mannschaft. Die Eingespieltheit war von Anfang an unser großer Vorteil.

bundesliga.de: Am kommenden Samstag geht es nach Wolfsburg. Aus den letzten fünf Auswärtsspielen hat die Eintracht nur einen Punkt bei 2:11-Toren geholt. Warum tut sich die Eintracht auswärts so viel schwerer als daheim?

Schwegler: Natürlich wäre es schöner gewesen, wenn wir aus den letzten Auswärtsspielen mehr Punkte hätten mitnehmen können, aber man darf nicht vergessen, dass wir Aufsteiger sind. Auch konnten sich die gegnerischen Mannschaften immer besser auf uns einstellen. Außerdem haben wir zum Beispiel in München, auf Schalke und in Stuttgart, alles schwere Gegner, keine schlechten Spiele gezeigt und hätten da auch Punkte mitnehmen können.

bundesliga.de: Wie stark schätzen Sie Wolfsburg, das erst ein Heimspiel gewinnen konnte, ein?

Schwegler: Wolfsburg verfügt über einige gute Individualisten. Dass man sie nicht unterschätzen darf - das haben sie am letzten Wochenende in Dortmund gezeigt.

Die Fragen stellte Tobias Gonscherowski
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