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01.01.1970 - 01:00 Uhr


"Werden uns in Frankfurt nicht verstecken"

Max Grün (r.) absolvierte bisher neun Bundesliga-Spiele für Greuther Fürth

Augen zu und durch: Grün ist der sichere Rückhalt im Tor der Franken

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Fürth - Die Niederlagenserie konnte die SpVgg Greuther Fürth mit zwei Unentschieden in Folge zuletzt stoppen. Doch noch immer steht der Bundesliga-Neuling auf dem letzten Platz. Vor dem Spiel beim Mitaufsteiger Eintracht Frankfurt stellte sich der Fürther Torhüter Max Grün den Fragen von bundesliga.de.
bundesliga.de: Herr Grün, ist nach zwei Remis in Folge ein Aufwärtstrend erkennbar oder ist es noch immer zu wenig für Fürth?

Max Grün: Wenn man die letzten drei Spiele betrachtet und auch das Spiel gegen Hamburg miteinbezieht, war schon ein Aufwärtstrend zu erkennen. Wir haben uns stabilisiert, im letzten Heimspiel endlich unser erstes Heimtor geschossen. Natürlich hätten wir liebend gerne einen Sieg mitgenommen, aber so war es auch immerhin ein Punkt. Das hat der Mannschaft und dem Verein gut getan.

bundesliga.de: Wieso hat sich die Spielvereinigung auch im Vergleich zu den anderen beiden Aufsteigern so schwer getan, sich in der Bundesliga zurechtzufinden?

Grün: Da kamen einige Faktoren zusammen. Wir hatten natürlich auch ein schweres Auftaktprogramm, aber starke Gegner hat man in der Bundesliga immer. Wir wussten von vornherein, dass die Bundesliga für uns Neuland ist und es schwierig wird, aber alle im Verein sind ruhig geblieben.

bundesliga.de: Der nicht gerade optimale Auftakt hat Sie also nicht unvorbereitet getroffen?

Grün: Uns war klar, dass es nicht so weiterlaufen würde wie in der letzten Saison. Jetzt treffen wir auf Gegner von einer ganz anderen Qualität. Wir haben eine ganz junge Mannschaft, für die meisten Spieler waren es die ersten Spiele in der Bundesliga. Es hat eine gewisse Anpassung stattgefunden. Jeder hat die Situation nun angenommen. Und jetzt müssen wir die nächsten Schritte machen.

bundesliga.de: Und wie müssen diese aussehen?

Grün: Wir haben im Training einen enormen Zug drin. Jeder weiß, worauf es ankommt. Wir haben Anschluss an die Mannschaften vor uns gefunden - jetzt müssen wir uns aber auch bald wieder mit einem "Dreier" belohnen.

bundesliga.de: Sie haben bereits angesprochen, dass der Verein trotz des schlechten Starts ruhig geblieben ist. Wie haben Sie die Fans erlebt?

Grün: Den Fans muss ich ein Riesenkompliment machen. Es gab keine Pfiffe oder Unruhe. Das kommt in der heutigen Zeit sicher sehr selten vor. Wenn man vier Heimspiele kein Tor schießt und keinen Punkt holt, ist das nicht selbstverständlich, dass die Fans voll hinter der Mannschaft stehen und sie auch nach dem Spiel feiern. Darauf können wir stolz sein, es zeigt, wie eng der Verein und die Anhänger zusammenstehen.

bundesliga.de: Auswärts hat Fürth bisher nur eins von vier Spielen verloren und tut sich dort offensichtlich leichter als in den Heimspielen. Wie ist das zu erklären?

Grün: Man hat uns ja einen kleinen Heimfluch angehängt. Aber wir haben im ersten halben Jahr fast alle Heimspiele gewonnen. Deshalb würde ich nicht von einem Heimfluch sprechen. Auswärts waren wir auch schon vergangene Saison stark. Wenn wir unsere Leistung bringen, können wir auch in Frankfurt etwas mitnehmen.

bundesliga.de: Was ist für Fürth in dieser Saison in der Bundesliga möglich?

Grün: Unser Ziel ist es, in der Bundesliga zu bleiben und am Ende auf dem 14. oder 15. Platz zu landen. Das ist machbar.

bundesliga.de: Man hat noch das Beispiel des FC Augsburg aus der vergangenen Saison vor Augen, der erst in der Rückrunde richtig Fahrt aufgenommen hat und den Klassenerhalt noch schaffte.

Grün: So lange wollen wir aber nicht warten. Wir haben auch unseren ersten Sieg früher eingefahren. Wir hatten dann eine Phase, in der es nicht lief, haben uns jetzt aber wieder stabilisiert. Es wird Zeit, dass wir wieder drei Punkte mitnehmen.

bundesliga.de: Welchen Eindruck macht der Trainer Mike Büskens auf Sie? Hat ihn der ausbleibende Erfolg sehr frustriert?

Grün: Nein. Jeder, der Fußball spielt, ist enttäuscht, wenn er nicht gewinnt. Der Trainer nimmt es sich dann noch mehr zu Herzen. Aber zu uns war er immer positiv und hat versucht, uns zu pushen. Das hat uns auch geholfen.

bundesliga.de: Am Freitag gastieren Sie bei Mitaufsteiger Eintracht Frankfurt, der genau das Kontrastprogramm abliefert, toll gestartet ist und oben mitmischt.

Grün: Was die Eintracht bislang abgeliefert hat, ist für einen Aufsteiger sensationell. Aber wir haben schon in der letzten Saison gezeigt, dass wir mit der Eintracht mithalten können. Wir werden uns da sicher nicht verstecken. Es wird eine schwere Aufgabe, aber auch sehr reizvoll.

bundesliga.de: War der Abgang von Olivier Occean nach Frankfurt der Hauptgrund dafür, dass der Fürther Mannschaft noch etwas die Durchschlagskraft in der Offensive fehlt?

Grün: Nein, auch für die Offensive ist genau wie für die Defensive die ganze Mannschaft verantwortlich. Man kann das nicht an ein oder zwei Spielern ausmachen. Wenn die Stürmer keine Bälle bekommen, haben sie es schwer. Sicher hätte uns das eine oder andere Tor mehr gut getan, aber das hat uns auch nicht umgeworfen. Wir arbeiten Tag für Tag daran. Und in den letzten beiden Spielen hat man ja auch gute Ansätze gesehen, dass das fruchtet.

Das Gespräch führte Tobias Gonscherowski
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