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03.12.2012 - 14:46 Uhr


"Werden immer stabiler"

Viel unterwegs: Havard Nordtveit (r.) lief auf Schalke die meisten Kilometer aller Spieler auf dem Platz (12,04)

Seit dem 7. Spieltag bildet der Norweger zusammen mit Thorben Marx (l.) die Gladbacher Doppelsechs

Igor de Camargo (o.) brachte die "Fohlen" auf Schalke mit 1:0 in Führung, zum Sieg reichte es dennoch nicht

Gelsenkirchen - Er ist der Dauerbrenner unter den "Fohlen". Havard Nordtveit hat als einziger Akteur von Borussia Mönchengladbach alle Spiele über die komplette Distanz absolviert. Nach einer Weltklasseleistung unter der Woche gegen Wolfsburg rackerte der 22 Jahre alte Norweger auch beim 1:1 auf Schalke wieder unermüdlich. Im Interview spricht er über die Situation bei den "Fohlen".
Frage: Havard Nordveit, wie zufrieden sind Sie mit dem Auftritt Ihrer Mannschaft beim Tabellenvierten Schalke 04?

Havard Nordtveit: Wir wussten, dass es gegen diese Topmannschaft schwer wird. Die Schalker haben in den letzten Partien unter ihren Möglichkeiten gespielt und hatten dadurch mehr Druck als wir. Das Ergebnis ist für uns natürlich nicht optimal, denn wir haben gut gekämpft und hatten die Chance drei Punkte mitzunehmen. Aber es ist verdient, dass Schalke noch einen Punkt geholt hat.

Frage: Wurde der Angriffsdruck der Schalker am Ende zu groß?

Nordtveit: Nach dem 1:0 hatten wir gehofft, die Führung über die Zeit zu bringen, aber der Schalker Druck wurde am Ende tatsächlich zu groß. Letztlich hatten wir etwas Pech, dass wir fünf Minuten vor Schluss noch den Ausgleich kassieren.

Frage: War es der Plan, hauptsächlich hinten kompakt zu stehen?

Nordtveit: Wir wussten, dass wir sehr kompakt stehen müssen, vor allem weil Schalke auch bei Flanken eine der gefährlichsten Mannschaften der Liga ist. Wir wollten eigentlich etwas höher stehen und mehr Ballbesitz haben, aber gegen Schalke war es sehr schwer.

Frage: Sie selbst haben auch viel hinten ausgeholfen, fast wie ein Innenverteidiger...

Nordtveit: Stimmt, Schalke hat uns weit hinten rein gedrängt, aber wir haben sehr gut gestanden. Jeder wusste, was er zu tun hat. So mussten sie sich ihre wenigen klaren Torchancen hart erarbeiten. Allerdings konnten wir dadurch nur selten so aufrücken, wie wir das geplant hatten.

Frage: Sie haben bereits nach wenigen Sekunden die Gelbe Karte gesehen. Wie hat Sie das die weiteren 90 Minuten plus Nachspielzeit beeinflusst?

Nordtveit: Nicht so sehr. Ich musste natürlich etwas aufpassen und hab bei den Zweikämpfen nur noch 98 Prozent gegeben (lacht).

Frage: Auf dem rutschigen Rasen nicht so einfach, oder?

Nordtveit: Richtig, das hatte was von Bambi auf Eis (lacht).

Frage: Gladbach hat nun 21 Punkte. Sind Sie damit zufrieden?

Nordtveit: Auf jeden Fall. Die letzte Saison war außergewöhnlich gut und der Erwartungsdruck wurde dadurch größer. Aber wir sind zufrieden mit der bisherigen Ausbeute. Wir haben ja auch Kontakt nach oben und stehen nicht etwa ganz unten. Allerdings sind die Abstände nach oben und unten nicht groß. Zwei gute Spiele und man ist oben dran, zwei schlechte und man rutscht wieder runter. Da müssen wir aufpassen.

Frage: Wie schätzen Sie die Entwicklung Ihrer Mannschaft momentan ein?

Nordtveit: Ich denke, wir werden immer besser. Am Anfang der Saison war es sehr schwer, aber die Mannschaft hat eine gute Mentalität. Am Anfang haben wir viele Gegentore bekommen, aber zuletzt nur noch sehr wenige. Das zeigt, dass sich das Team stabilisiert hat.

Frage: Welche Bedeutung hat das Europa-League-Spiel am Donnerstag in Istanbul?

Nordtveit: Jedes internationale Spiel ist wichtig für unsere Erfahrung, als Mannschaft und individuell. Es ist gut, dass wir schon weiter sind und es um nichts mehr geht, aber nach dem 2:4 im Heimspiel wollen wir in Istanbul schon gerne gewinnen.

Frage: Was erhoffen Sie sich für die letzten beiden Bundesliga-Partien gegen Mainz und Bayern?

Nordtveit: Ich denke drei bis vier Punkte sind drin.

Frage: Sie haben für Mönchengladbach alle Spiele komplett absolviert. Freuen Sie sich auf die Winterpause?

Nordtveit: Ich spiele einfach, so viel ich muss. Es sind noch drei Spiele und dann werde ich mich über Weihnachten zu Hause in Norwegen ausruhen.

Aus Gelsenkirchen berichtet Markus Hoffmann
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