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07.03.2013 - 09:50 Uhr


"Weinzierl weiß, wie man eine Mannschaft anpackt"

Zwei Regensburger Aufstiegshelden: Der aktuelle FCA-Coach Markus Weinzierl (l.) und Tobias Schweinsteiger

Weinzierl kam vor der Saison vom SSV Jahn nach Augsburg. Sein Ziel mit dem FCA ist in dieser Saison der direkte Klassenerhalt

Der ehemalige SSV-Kapitän Schweinsteiger, älterer Bruder von Bayern-Star Bastian Schweinsteiger, ging nach dem Aufstieg mit Regensburg zum FCB II, ist aber im Moment an seinen früheren Verein Unterhaching ausgeliehen

München - Einst waren sie die Gesichter des Sensations-Aufstiegs bei Jahn Regensburg: Markus Weinzierl und Tobias Schweinsteiger, damals Trainer und Kapitän des SSV. Für bundesliga.de erklärt Schweinsteiger die Philosophie des Trainers der Mannschaft der Stunde in der Bundesliga - schließlich holten nur Tabellenführer Bayern München und Meister Borussia Dortmund mehr Punkte in der Rückrunde als Weinzierls FC Augsburg.
"Er ist immer noch der gleiche Typ wie damals in Regensburg, das zeichnet ihn aus. Er ist nie abgehoben, seitdem er Bundesligatrainer ist", sagt Schweinsteiger.

Kaum jemand kennt Weinzierls Arbeitsweise besser als der ältere Bruder von Nationalspieler Bastian Schweinsteiger. Der gebürtige Rosenheimer stand bei der SpVgg Unterhaching sogar für ein halbes Jahr als Spieler zusammen mit Weinzierl auf dem Rasen. Von 2010 bis 2012 ging Schweinsteiger dann - unter dem Trainer Weinzierl - für Jahn Regensburg auf Torejagd, gekrönt mit dem Aufstiegstriumph. Weinzierl folgte daraufhin dem Lockruf des Bundesligisten FC Augsburg.

"Markus hält auch bei Misserfolg an den Spielern fest"

Weinzierls Geduld mit seinen Spielern ist laut Schweinsteiger seine großes Plus: "Er gibt jedem die Chance zu spielen und hält auch bei Misserfolg an den Spielern fest. Er kann einem Spieler viel Selbstvertrauen vermitteln."

Dass auch Weinzierls Geduld irgendwann auch zu Ende ist, zeigt die Personalie Giovanni Sio. Der 23-Jährige Franzose fiel beim FCA eher durch Undiszipliniertheiten als durch seine Leistungen auf und wurde daraufhin von Weinzierl suspendiert. Mittlerweile hat der Stürmer den Verein wieder verlassen. "Er hält den Spielern lange die Stange. Er gibt einem immer wieder die Chance, das zeichnet ihn aus. Es muss schon einiges passieren, dass er eine Suspendierung ausspricht", erklärt Schweinsteiger.

Neues Ziel ist Platz 15



Dass es in der Rückrunde so gut läuft, wundert Schweinsteiger nicht: "Markus hat eine klare Vorstellung vom Fußball. Er spricht Dinge vor der Mannschaft klar an, trifft vor und nach dem Spiel immer den richtigen Ton. Das Training richtet er mit viel Akribie auf den nächsten Gegner aus. Markus ist jemand der weiß, wie man eine Mannschaft anpackt. Ich bin überzeugt davon, dass sie den direkten Klassenerhalt schaffen."

Das ist auch der neue Anspruch des FCA, der derzeit noch auf dem 16. Tabellenplatz steht. "Das Ziel ist jetzt, nochmal an Platz 15 heranzukommen", erklärt Manager Stefan Reuter. Laut Weinzierl soll es mit der Aufholjagd am kommenden Wochenende beim Derby gegen den 1. FC Nürnberg weitergehen. "Wir müssen jetzt unsere Effektivität beibehalten und von Spiel zu Spiel alles geben. Jetzt wollen wir auch gegen Nürnberg gewinnen."

Sebastian Dirschl und Markus Wittbusch
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