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29.12.2012 - 19:59 Uhr


"Spektakel? Das ist typisch für uns"

Konstantin Rausch kommt aus der eigenen Jugend und spielt seit 2004 für Hannover 96

Im letzten Spiel des Kalenderjahres 2012 scheiden die Hannoveraner in Dortmund aus dem DFB-Pokal aus. Einziger Lichtblick für 96 bei der 1:5-Klatsche: Das Tor von Mame Diouf (l.)

Die Vertragsverlängerung von Erfolgscoach Mirko Slomka sieht Rausch als wichtiges Zeichen

Düsseldorf - Über weite Strecken der Vorrunde trumpfte Hannover 96 groß auf. Meistens standen die Niedersachsen in den Top 6 der Tabelle. Doch am Ende ging ihnen ein wenig die Luft aus. Mit zwei Niederlagen in der Bundesliga (1:2 in Düsseldorf) und im Pokal (1:5 in Dortmund) und nur auf Platz 11 verabschiedete sich Hannover in die Winterpause. Deshalb äußerte sich Konstantin Rausch im Interview mit bundesliga.de nicht ganz zufrieden.
bundesliga.de: Herr Rausch, die Bundesliga-Hinrunde endete für Hannover 96 mit einer 1:2-Niederlage in Düsseldorf. Wie ist die Hinrunde aus Ihrer Sicht zu bewerten?

Konstantin Rausch: Wir wollten 26 Punkte holen, das war unser Ziel. Wir wollten das letzte Spiel in Düsseldorf unbedingt gewinnen, hatten auch viele Chancen. Die Niederlagen zum Abschluss waren bitter. Wir hatten das Spiel im Griff. So viel konnte man der Mannschaft eigentlich auch gar nicht vorwerfen. Es ist schade, dass wir jetzt mit einer Niederlage in die Pause gehen. Aber 23 Punkte sind jetzt keine ganz so schlechte Ausbeute.

bundesliga.de: Im letzten Spiel hat Hannover viele Chancen vergeben. War das auch ein bisschen symptomatisch für diese Hinserie?

Rausch: Nein, die Stürmer haben schon genug Tore geschossen, an der mangelnden Chancenverwertung liegt es nicht. Wir haben mal in der Defensive Probleme, dann treffen wir das Tor nicht. So ist Fußball.

bundesliga.de: Hannover 96 hat 32 Tore geschossen. Das ist der viertbeste Wert in der Bundesliga, aber man hat auch bereits 31 Gegentore kassiert und damit die zweitschlechteste Abwehr. Für die Zuschauer ist das toll. Kann Hannover nur Spektakel?

Rausch: Das ist typisch für uns, so ist Hannover 96, das passt zu uns. Ich hoffe, das gleicht sich in der Rückrunde noch aus und wir bekommen eine bessere Balance hin.

bundesliga.de: Die Auswärtsschwäche zieht sich durch die letzten eineinhalb Jahre. Während Hannover daheim bärenstark spielt, ist auswärts oft der Wurm drin. Wie sind diese Unterschiede zu erklären? Ist es ein mentales Problem?

Rausch: Nein, damit hat das nichts zu tun. Wir spielen auswärts ja auch nicht schlecht.

bundesliga.de: Hannover hat in dieser Saison sieben Siege eingefahren, aber schon acht Partien verloren. Liegt es an der Europacup-Belastung, dass die Mannschaft in der Bundesliga schwächelte.

Rausch: Wir haben uns gut daran gewöhnt und in der Europa League Platz 1 belegt. Mit dem Abschneiden in Europa können wir sehr zufrieden sein, da ist alles gut gelaufen. Es lag nicht an der Belastung. Wenn wir das letzte Spiel in Düsseldorf gewonnen hätten, wäre alles gut gewesen. Mit 26 Punkten wäre es sehr gut gewesen.

bundesliga.de: Wie haben Sie die Vertragsverlängerung von Trainer Mirko Slomka aufgenkommen, der mit inzwischen 101 Bundesliga-Spielen auf der Bank Rekordtrainer bei Hannover 96 geworden ist?

Rausch: Für den Verein ist es sehr wichtig, dass der Trainer verlängert hat. Das ist sehr gut. Darüber freuen wir uns.

Das Gespräch führte Tobias Gonscherowski
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