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21.01.2013 - 09:33 Uhr


"Nicht einfach mit der Maske"

Felipe Santana war nach dem Sieg gegen Werder ein gefragter Gesprächspartner - auch ohne Maske

Dortmunds Felipe Santana (M.) hielt in Bremen den Laden dicht

Der Brasilianer musste zum Rückrundenauftakt wegen eines kürzlich erlittenen Nasenbeinbruchs mit Gesichtsmaske auflaufen

Beim 5:0-Sieg des Meisters steuerte der Innenverteidiger (l.) den dritten Treffer bei - für Santana ist es der erste in der laufenden Saison

Bremen - Felipe Santana erlebte in 2013 schon die ersten Höhen und Tiefen. Erst brach er sich im Testspiel im Wintertrainingslager im spanischen La Manga das Nasenbein. Die Verletzung ist noch nicht richtig verheilt, schon rückte der Dortmunder Innenverteidiger durch eine Verletzung von Neven Subotic zum Rückrundenauftakt in Bremen in der Startelf.
Und bei der 5:0-Auswärtsgala zeigte er, dass er sich in einer blendenden Verfassung befindet. Mit dem Kopfballtreffer zum 3:0 machte er den Sack im Weser-Stadion frühzeitig zu. Und das mit einer Gesichtsmaske.

"Immer wenn ich spiele, will ich der Mannschaft so gut es geht helfen. In Bremen ist es mir das gelungen. Das Tor widme ich meiner Familie", sagte der Brasilianer nach dem Schlusspfiff im Interview mit bundesliga.de.

Santana sprach auch über das erste "zu Null" seit November, die Rückkehr von Nuri Sahin und das nächste Spiel gegen den 1. FC Nürnberg.

bundesliga.de: Herr Santana, war das 5:0 in Bremen fast schon ein perfektes Spiel?

Felipe Santana: Besser geht es nicht. Ich freue mich über den Sieg mit fünf Toren, drei Punkten und meinen Treffer. Wir haben mal wieder das komplette BVB-Paket gezeigt. Da kann man nur der gesamten Mannschaft ein Kompliment machen.

bundesliga.de: Und vor allem hat der BVB mal wieder zu Null gespielt. Das dürfte Sie als Abwehrspieler besonders freuen, oder?

Santana: Wir haben in der Hinrunde sehr viele Gegentore kassiert. Das wollen und müssen wir in der Rückrunde viel besser machen. Dafür haben wir in der Winterpause hart gearbeitet.

bundesliga.de: Personelle Verstärkung gab es aber nur fürs Mittelfeld in Person von Nuri Sahin. Was sagen Sie zu seiner Verpflichtung?

Santana: Nuri ist ein brutal guter Spieler. Wir wussten ja, welche Fähigkeiten er hat und wie er spielt. Er braucht jetzt nach all dem Rummel auch ein wenig Schutz und Ruhe.

bundesliga.de: Merken Sie im Training schon einen härteren Konkurrenzkampf?

Santana: Wir sehen Nuri nicht als einen weiteren Konkurrenten. Wir sehen, dass wir mit Nuri noch einmal mehr Qualität in der Mannschaft haben. Und die brauchen wir für die großen Belastungen aus Bundesliga, Champions League und DFB-Pokal.

bundesliga.de: Zurück zum Werder-Spiel: Hat Sie die Gesichtsmaske stark beeinträchtigt? Beim Tor sah es auf jeden Fall nicht danach aus.

Santana: (lacht) Die Maske hat schon permanent auf mein Gesicht gedrückt. Das machte es nicht einfach. Aber für den Erfolg nehme ich das gerne in Kauf.

bundesliga.de: Sie sind zumindest die nächsten Spiele in der Innenverteidigung gesetzt. Motiviert das?

Santana: Die Nachricht von Nevens Verletzung war natürlich traurig. Sein Pech ist nun aber mein Glück, weil ich spielen kann. Aber ich sehe das nicht unter diesen Gesichtspunkten. Denn immer wenn ich spiele, will ich der Mannschaft so gut es geht helfen. In Bremen ist es mir gelungen. Das Tor widme ich meiner Familie.

bundesliga.de: Schon am nächsten Freitag kann Dortmund nachlegen. Was ist da für den BVB drin?

Santana: Mit diesem geilen Sieg in Bremen im Rücken und einem klaren Kopf können wir das nächste Spiel gegen Nürnberg selbstbewusst angehen.

Das Gespräch führte Michael Reis
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