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19.02.2013 - 08:24 Uhr


"Kopf stärker als die Beine"

Lars Bender musste gegen den FC Augsburg an die Schmerzgrenze gehen und belohnte sich und sein Team dafür

"Wenn Lars Bender, der eine absolute Maschine ist, um seine Auswechslung bittet, dann weiß man, wie schwer das Spiel für uns war", sagte Trainer Sascha Lewandowski nach der Partie

Torschützen unter sich: Lars Bender (l.) und Stefan Kießling (r.) sicherten der "Werkself" mit ihren Treffern den "Dreier"

Leverkusen - Mit dem 2:1-Erfolg gegen den FC Augsburg hat Bayer Leverkusen seine Durststrecke von vier sieglosen Pflichtspielen in Folge beendet. Der Sieg gegen den Tabellenvorletzten war allerdings ein hartes Stück Arbeit. Die 0:1-Niederlage gegen Benfica Lissabon zwei Tage zuvor steckte der "Werkself" noch in den Beinen.
"Wenn Lars Bender, der eine absolute Maschine ist, um seine Auswechslung bittet, dann weiß man, wie schwer das Spiel für uns war", sagte Trainer Sascha Lewandowski nach der Partie. Lars Bender, der mit seinem Tor zum 2:0 für die Vorentscheidung sorgte, war am Ende einfach nur froh über die drei Punkte.

Frage: Herr Bender, Glückwunsch zum Sieg. Es war diesmal ein Spiel ohne großes Spektakel. Wie lautet Ihr Fazit?

Lars Bender: Ich denke, der FC Augsburg hat es uns nicht leicht gemacht. Sie haben einen guten Schritt nach vorne gemacht und spielen einen besseren Fußball als in der Hinrunde. Auch die Ergebnisse der letzten Wochen sprechen für sie. Wir wussten, dass ein hartes Stück Arbeit auf uns zukommt. Wir haben trotzdem phasenweise schnell und direkt nach vorne gespielt, hatten die ein oder andere Möglichkeit und waren letztlich etwas effektiver als in den letzten Wochen.

Frage: Der spielerische Glanz fehlte heute über weite Strecken...

Bender: Das ist heute vielleicht auch mal egal (lacht). In den letzten Wochen haben wir den schönen, entscheidenden Ball gespielt und die Dinger nicht rein gemacht. Heute hat vielleicht mal der finale Pass gefehlt, aber wir haben gewonnen und nur darauf kommt es an.

Frage: Wie hat sich die Mannschaft in der kurzen Zeit nach dem Benfica-Spiel auf Augsburg vorbereitet?

Bender: Es war keine leichte Situation für uns. Wir haben nicht runtergefahren, sondern normal trainiert, um nicht in ein Loch zu fallen. Heute mussten wir uns natürlich überwinden, aber jetzt können wir uns erholen. Das fällt nach einem Sieg natürlich leichter.

Frage: Mussten Sie persönlich bis an die Schmerzgrenze gehen?

Bender: Ein Schlag aus dem Spiel am Donnerstag hat mir ein paar Probleme bereitet. Zwei Tage später wieder zu spielen ist dann nicht einfach. Das muss man aber irgendwie überwinden. Wichtig war es, dass heute alle konzentriert zu Werke gegangen sind. Der Kopf muss auch mal stärker sein als die Beine. Dadurch haben wir heute das Spiel gewonnen.

Frage: Wussten Sie, dass laut Statistik die Teams, die nach zwei Tagen wieder spielen mussten, zum Großteil ihre Spiele gewinnen?

Bender: Mit der Statistik habe ich mich noch gar nicht befasst. Aber es scheint ja zu stimmen (lacht).

Frage: Wie wichtig ist der Sieg in Hinblick auf das Rückspiel bei Benfica Lissabon und die kommenden Aufgaben in der Bundesliga?

Bender: Enorm wichtig. Wir haben in den vergangenen Wochen guten Fußball gezeigt, aber nicht die Punkte eingefahren. Im Endeffekt zählen aber nur die Punkte. Es steht ja nicht irgendwo in Klammern 'sie haben gut gespielt', sondern da stehen nur die Punkte. Wir haben gesagt, dass wir jetzt oben dabei bleiben und uns in der Spitzengruppe festsetzen wollen. Dafür sind die drei Punkte in dieser Situation enorm wichtig.

Frage: Was ist in Lissabon noch drin?

Bender: Ich glaube wir haben gezeigt, dass wir mindestens auf Augenhöhe mit ihnen waren. Wir hätten das Hinspiel auch sicherlich erfolgreich bestreiten können. Wir fahren nun dort hin, um die nächste Runde zu erreichen. Danach geht es im gewohnten Donnerstag-Sonntag-Rhythmus weiter. Ich bin guter Dinge, dass wir die nächsten Spiele erfolgreich bestreiten werden.

Aus Leverkusen berichtet Markus Hoffmann
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