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08.02.2013 - 10:17 Uhr


"Können jeden Gegner an die Wand spielen"

Zuletzt jubelten Gonzalo Castro (r.) im Leverkusener Auswärtstrikot lange nicht mehr jubeln. Der letzte Sieg auf fremdem Platz für Bayer 04 datiert vom 28. November in Bremen

Daheim lief es zwar meist besser, aber Castro (l.) und Co. mussten zuletzt gegen den BVB dennoch die erste Pleite schlucken

Jetzt gilt es für Castro, der in 223 Bundesliga-Spielen 18 Tore erzielt hat, und seine Leverkusener, Platz 3 zu verteidigen

Leverkusen - Bayer Leverkusen bleibt keine Zeit zum Durchschnaufen. Dem Hit gegen Dortmund folgt das rheinische Derby bei Borussia Mönchengladbach. Die "Werkself" tritt damit auch im vierten Spiel des neuen Jahres auf einen Gegner der Top 7 und einen Konkurrenten im Kampf um die internationalen Plätze. Bayers Vize-Kapitän Gonzalo Castro sprach vor dem Match am Samstagnachmittag mit bundesliga.de.
bundesliga.de: Herr Castro, die "Werkself" hat das Topspiel gegen Borussia Dortmund am vergangenen Wochenende mit 2:3 verloren. Wie fällt Ihr Fazit aus?

Gonzalo Castro: Es war schade, dass wir verloren haben. In der 2. Halbzeit haben wir sehr druckvoll gespielt. Keine andere Mannschaft in dieser Saison hatte so viele Chancen gegen Dortmund wie wir. Aber so ist der Fußball. Leider machen wir den Fehler zum 2:3 und kommen dann nicht noch einmal zurück. Aber wir können trotzdem stolz auf die Leistung sein, weil wir als Mannschaft sehr geschlossen, engagiert und gut gespielt haben.

bundesliga.de: War es ein Duell auf Augenhöhe mit dem Meister?

Castro: Das war es. Man hat gesehen, dass beide Mannschaften gewinnen wollten. Nichtsdestotrotz ist Dortmund zuletzt zweimal Meister geworden und in manchen Situationen cleverer als wir. Trotzdem nehmen wir viel Positives aus dem Spiel mit.

bundesliga.de: Es gab für Bayer 04 im neuen Jahr einen Sieg, ein Unentschieden und eine Niederlage. Wie bewerten Sie die Ergebnisse?

Castro: Wir haben gegen drei Gegner gespielt, die direkte Konkurrenten waren. Wir haben vier Punkte geholt. Schade, dass es nicht ein paar mehr waren. Wenn wir weiter oben dabei bleiben wollen, müssen wir in Mönchengladbach gewinnen. Alles andere zählt nicht.

bundesliga.de: Durch die Niederlage gegen Dortmund ist Leverkusen nicht nur den 2. Platz los. Am kommenden Spieltag ist auch Platz 3 in Gefahr.

Castro: Daran denken wir nicht. Wir bauen auf unsere Stärken. Wir haben gegen Dortmund gesehen, dass wir stark genug sind, um jeden Gegner an die Wand zu spielen. In Mönchengladbach wird es ein komplett anderes Spiel, weil die Gladbacher hinten sehr gut stehen und anders spielen. Wir müssen unser Spiel durchzubringen und versuchen, dort zu gewinnen.

bundesliga.de: Ist der Mannschaftskader in der Breite besser besetzt als in der vergangenen Saison?

Castro: Es zeichnet uns aus, dass alle Spieler von 12 bis 18 immer bereit sind. Wenn sie reinkommen, sind sie sofort da. Das hat man letzte Woche schön an Sidney Sam gesehen, der die Dortmunder nach seiner Einwechslung vor einige Probleme gestellt hat.

bundesliga.de: Würden Sie sagen, dass Leverkusen derzeit nur eine Ergebniskrise hat, die Leistungen aber stimmen?

Castro: Ja, sicher. Man hat gesehen, dass uns die Zuschauer nach dem Dortmund-Spiel nicht ausgepfiffen und uns mit Standing Ovations verabschiedet haben. Das hat uns sehr gefreut. Wir hatten alles gegeben, alles versucht. Deswegen dürfen wir wegen des Ergebnisses nicht den Kopf hängen lassen.

bundesliga.de: Was muss sich in Mönchengladbach ändern?

Castro: Wir dürfen nicht solche Tore kassieren wie gegen Dortmund. Gladbach spielt nicht mehr so wie im letzten Jahr, ist aber trotzdem sehr gefährlich, haben beispielsweise einen Arango im Team.

bundesliga.de: In Mönchengladbach haben Sie persönlich noch kein Bundesliga-Spiel verloren. Bayer ist dort seit über 20 Jahren ungeschlagen. Hält die Serie?

Castro: Darauf können wir uns nicht verlassen. Serien sind bekanntlich dafür da, gebrochen zu werden. Aber wir wollen in Mönchengladbach siegen und weiter oben stehen.

Das Gespräch führte Tobias Gonscherowski
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