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12.04.2013 - 09:45 Uhr


"Heiße Nummer" im Kampf um die "Königsklasse"

Das Hinspiel verlor der FC Schalke 04 in der BayArena mit 0:2. Gonzalo Castro (v.) zielte in dieser Szene allerdings noch am Tor vorbei

Stattdessen brachte Andre Schürrle die "Werkself" damals auf die Siegerstraße, bevor Stefan Kießling für den Endstand sorgte

Nun brennen Klaas-Jan Huntelaar (r.) und Co. auf Revanche - der Rückstand der "Knappen" in der Tabelle beträgt vor dem direkten Duell nur noch vier Punkte

München - Am Samstagabend empfängt der FC Schalke 04 den Tabellendritten Bayer Leverkusen zum Topspiel des 29. Spieltags (ab 18 Uhr im Live-Ticker/Liga-Radio). Die "Knappen" wollen den Rückstand auf die Rheinländer bis auf einen Zähler schrumpfen lassen und geben die direkte Qualifikation zur Champions League damit als neues Ziel aus.
"Wir stellen uns auf eine ganz heiße Nummer ein, weil Schalke die Chance nutzen will, uns richtig auf die Fersen zu kommen", sagte Bayers Vizekapitän Lars Bender. Seine Sorgen sind nicht ganz unbegründet, denn Schalke gewann fünf der vergangenen sechs Partien und machte an diesen sechs Spieltagen sieben Punkte auf Leverkusen gut (Tabellenrechner).

Draxler in Topform



Denn die Null steht wieder in Gelsenkirchen: Schalke blieb in den vergangenen beiden Partien bei Werder Bremen und gegen 1899 Hoffenheim ohne Gegentor. Es ist das erste Mal seit exakt zwei Jahren, dass die "Königsblauen" zwei Mal in Folge zu null gespielt haben. Hinzu kommt, dass S04 derzeit unheimlich spielstark ist. 21 Bundesliga-Tore erzielte man in der Rückrunde unter der Regie von Jens Keller, davon 18 aus dem laufenden Spiel heraus und damit schon fast genauso viele wie in der kompletten Hinrunde (19).

Dabei sticht besonders Youngster Julian Draxler heraus. Der 19-Jährige erzielte in den vergangenen fünf Bundesliga-Partien insgesamt vier Tore und brachte sein Team damit immer in Führung (drei Mal mit 1:0, ein Mal mit 2:1). Insgesamt stehen für den Mittelfeldregisseur damit nun schon acht Saisontore zu Buche, womit er der Top-Torschütze seiner Mannschaft ist.

In den sieben Partien mit Draxler auf der Zehnerposition holten die Schalker 15 Punkte (2,1 im Schnitt) und erzielten 14 Treffer (2). In den 21 Partien, in denen er auf den Außenbahnen agieren musste oder komplett fehlte, kam S04 dagegen nur auf einen Punkteschnitt von 1,4 pro Partie und markierte nur 1,6 Tore pro Spiel.

Heimmacht Schalke



Die "Knappen"gewannen unter Trainer Keller vier der fünf Bundesliga-Heimspiele. Die einzige Ausnahme war das 1:2 gegen das Schlusslicht SpVgg Greuther Fürth am 20. Spieltag. Dabei sticht besonders Stürmer Ciprian Marica heraus. In seinen insgesamt zehn Bundesliga-Partien unter Keller war der Rumäne an sensationellen elf Treffern direkt beteiligt.

Dennoch ist Bayer Leverkusen natürlich keine Laufkundschaft, da die "Werkself" neben Fürth und dem neuen Meister FC Bayern München der einzige aktuelle Bundesligist ist, gegen den Schalke eine negative Heimbilanz hat: Acht Siegen und elf Unentschieden stehen neun Niederlagen gegenüber. Von den vergangenen 14 Heimspielen gegen Bayer gewannen die "Königsblauen" ganze zwei.

Erschwerend kommt hinzu, dass sich S04 gegen Topteams extrem schwer tut. Die "Königsblauen" gewannen in dieser Saison nur zwei der bisher sieben Spiele gegen die Mannschaften, die aktuell mit ihnen im oberen Tabellendrittel stehen - und zwar beide gegen den großen Rivalen Borussia Dortmund.

Schürrle wieder treffsicher



Besonders aufpassen müssen die Gelsenkirchener am Samstag auf Andre Schürrle, der an den vergangenen beiden Spieltagen drei Tore erzielte - genauso viele wie in seinen vorherigen 14 Einsätzen. Im Hinspiel brachte der Nationalspieler Bayer mit seinem Treffer unmittelbar vor der Pause auf die Siegerstraße.

Sein Sturmkollege Stefan Kießling ordnet die Situation vor dem Topspiel richtig ein. "Schalke wird ein entscheidendes und wichtiges Spiel. Wir stehen jetzt unter Druck", sagte der Top-Torjäger der Rheinländer.

"Ich hätte nicht gedacht, dass Schalke so einen Lauf hat. Aber man muss sie immer auf der Rechnung haben. Jetzt sind sie wieder drin. Aber wir haben immer noch alles selbst in der Hand, den direkten Platz für die Champions League zu holen", stellte der 29-Jährige klar.

Markus Wittbusch
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