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17.03.2013 - 16:15 Uhr


"Haben unser System offensiver ausgerichtet"

Tobias Werner (l., mit Dong-Won Ji, M., und Jan-Ingwer Callsen-Bracker) legte das Siegtor in Hamburg durch Callsen-Bracker per Freistoß auf

Der FC Augsburg holte nach der Winterpause bereits 15 Punkte. Im Team von Kapitän Daniel Baier (l.) ist Werner unumstrittener Stammspieler

Der Mittelfeldspieler erzielte bereits vier Saisontore und sah in Hamburg seine fünfte Gelbe Karte. Damit muss er im nächsten Heimspiel gegen Hannover pausieren

Hamburg - Mit dem 1:0 beim Hamburger SV hat der FC Augsburg in der Rückrunde das nächste Ausrufezeichen gesetzt. Nach lediglich neun Punkten in der ersten Saisonhälfte haben die Fuggerstädter ihrem Konto im neuen Jahr mittlerweile 15 weitere Zähler hinzugefügt - nur Meister Dortmund (19) und der FC Bayern (27) waren erfolgreicher.
Maßgeblichen Anteil am Aufschwung des FCA hat Mittelfeldrenner Tobias Werner, der in Hamburg den Siegtreffer von Jan-Ingwer Callsen-Bracker per Freistoß vorbereitete. "Wir haben in der Rückrunde bewiesen, dass wir bundesligatauglich sind", erklärte der 27-Jährige nach dem Schlusspfiff im bundesliga.de-Interview.

Werner sprach auch über den Spielverlauf beim HSV, die Gründe für den Aufschwung in Augsburg und die anstehende Länderspielpause.

bundesliga.de: Herr Werner, wie bewerten Sie das knappe 1:0 in Hamburg?

Tobias Werner: Von einem verdienten Sieg kann man sicherlich nicht sprechen. Das Ergebnis ist für uns eher schmeichelhaft. Aber wir haben die drei Punkte auf dem Konto und üben dadurch ein bisschen Druck auf die Mannschaften vor uns aus. Unser Ziel war es aber, den Abstand auf Hoffenheim zu vergrößern. Und das haben wir geschafft.

bundesliga.de: Warum kam der FCA nach der frühen Führung nicht richtig ins Spiel?

Werner: Mit etwas Glück hätten wir nach dem 1:0 mit einer weiteren Standardsituation fasst noch nachgelegt. Aber wir haben in der Folge einfach nicht gut Fußball gespielt. Dafür haben wir jeden Zweikampf angenommen und haben alles gegeben. Großes Kompliment an die Mannschaft - mit dieser Einstellung muss es weitergehen.

bundesliga.de: Ärgern Sie sich immer noch über die verpatzte Hinrunde?

Werner: Wenn man jetzt sieht, welches Potenzial in der Mannschaft steckt, dann ist es wirklich extrem ärgerlich, was wir in der Hinrunde abgeliefert haben. Eigentlich unfassbar. Aber wir haben in der Rückrunde bewiesen, dass wir bundesligatauglich sind.

bundesliga.de: Wieso ist der FCA auf einmal wieder erfolgreich?

Werner: Da gibt es mehrere Gründe. Zum einen haben wir unser System offensiver ausgerichtet und treten nur mehr mit einem Sechser im Mittelfeld an. Dann haben wir nicht mehr so viele Verletzte zu beklagen. Als Mannschaft sind wir noch enger zusammengerückt. Denn es gab ja nur zwei Möglichkeiten: Entweder wir gehen sang- und klanglos unter oder wir reißen uns noch einmal alle zusammen. Das es jetzt so gut läuft, kommt aber auch für uns etwas überraschend.

bundesliga.de: Ist der direkte Klassenerhalt auch wieder im Blick?

Werner: Das wird schwierig. Die Teams vor uns werden auch noch ihre Punkte holen. Aber unser Ziel ist der Klassenerhalt. Wie wir das erreichen, das ist uns egal.

bundesliga.de: Kommt die Länderspielpause dabei eigentlich gelegen? Oder hätten Sie lieber gleich weitergespielt?

Werner: Zu diesem späten Zeitpunkt in der Saison tut eine Pause immer gut. Wir müssen in diesen Tagen nun alle Kräfte für den Endspurt bündeln.

bundesliga.de: Sie haben dafür noch eine Woche länger Zeit, da Sie in Hamburg die fünfte Gelbe Karte gesehen haben.

Werner: Leider, leider. Dabei bin ich gerade so gut in Form. Aber ich laufe schon seit mehreren Wochen mit vier Gelben Karten im Gepäck herum. In Hamburg ist es dann passiert. Das ist zwar ärgerlich, aber die Jungs werden es gegen Hannover auch ohne mich packen.

Aus Hamburg berichtet Michael Reis
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