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01.05.2013 - 10:31 Uhr


"Es war eine Nervenschlacht" - "Metronom" Gündogan

Grenzenloser Jubel in schwarz-gelb: Borussia Dortmund erreichte, trotz einer 0:2-Niederlage in Madrid, den Finaleinzug

Roman Weidenfeller (l.) war der Held des Abends. Bis zur 83. Minute hielt er alles was auf sein Tor kam. Im Anschluss an Karim Benzemas Treffer wurde es nochmal hektisch

Lukasz Piszczek (r.) ließ Superstar Cristiano Ronaldo kaum zur Entfaltung kommen und hatte den Portugiesen weitgehend im Griff

München - Die internationale Presse spricht nach dem 2:0 für Real gegen Dortmund vor allem über die turbulente Schlussphase und bemitleidet die im Rückspiel starken Madrilenen. Hummels, Gündogan und Klopp erhalten Lob. Der deutsche Fachjournalist Günter Bork ist "völlig gefangen". Die Pressestimmen.
Spanien:

Marca: "All you need is Klopp - la-la-lara-la. Klopp nimmt das Bernabeu-Stadion ein. Real Madrid am Rande einer epischen Aufholjagd und unterstützt von tollen Fans, die schrien: Ja, wir können es schaffen. Die Spieler haben ihre Seele reingelegt, um das Wunder zu schaffen."

As: "Adios, Adios, Adios, Adios, Champions-League-Finale! Ein Wunder, dass es kein Wunder gab. Der Wahnsinn ging los, als das erste Tor fiel. Dortmund ist ein verdienter Finalist."

El Mundo Deportivo: Am Rande des Unmöglichen. Die Weißen vergeigen drei Chancen in einem Anfangs-Hurricane. Borussia kam weiter dank Hummels und dem Metronom Gündogan. Madrid hat den Honig geschmeckt, doch es reicht nicht. Real hatte von einem solchen Comeback geträumt. Nur ein Tor fehlte zum Finale. Dortmund erlebt eine historische Nacht und steht als erster Finalist fest. Bis zur 82. Minute war Real nicht nur weit davon entfernt, sondern meilenweit. Doch mit Benzemas 1:0 begann der Wahnsinn. Nach dem 2:0 war es eine Nervenschlacht - für die Spieler auf dem Rasen und die Fans auf den Rängen."

England:

Guardian: "Borussia Dortmund ist auf dem Weg nach Wembley. Aber es war ganz knapp. Jürgen Klopps Mannschaft musste einem frühen Sturm und der Belagerung am Ende standhalten."

Telegraph: "Real ging mit Standing Ovations, doch es sind die Dortmunder, die ins Finale von Wembley ziehen. Sie überstanden Reals Schlussoffensive. 'Que sera, sera, whatever will be, will be, we're going to Wembley', sangen die Dortmunder Fans in perfektem Englisch."

Sun: "Nach einer wilden Anfangsviertelstunde waren die Dortmunder die bessere Mannschaft. Nie sah es so aus, als würden sie Real noch am Finale schnuppern lassen. Doch dann diese irre Schlussphase, in der Madrids Hoffnungen auf Grund liefen. Das späte Comeback wird nicht Jose Mourinhos Schmerz darüber lindern, dass er Real nicht als dreimaliger Champions-League-Sieger verlässt. Ein Deprimierter Mourinho gibt Hinweise auf eine Rückkehr zum FC Chelsea. Er will geliebt werden."

Italien:

Gazzetta dello Sport: "Der Stolz ist nicht genug für Real, die Borussia fliegt ins Finale. Aus im Halbfinale der Champions League: Im Bernabeu spielt Mourinhos Team stark, aber der Stolz der Madrilenen und Tore von Benzema und Sergio Ramos reichen nicht zur Aufholjagd."

Tuttosport: "Aufholjagd von Real Madrid? 'Nein, danke' sagt Borussia Dortmund. Aber es war ein Nervenkitzel. Erst am Ende schwindet der Traum des Bernaubeu und Mourinhos, eine magische Nacht zu erleben. Real war nicht in der Lage, das 1:4 aus dem Hinspiel umzubiegen."

Corriere dello Sport: "Für Mourinho hat es nicht gereicht: Sein Real Madrid verpasst einen beeindruckenden Sieg nur knapp, doch das 2:0 im Rückspiel war nicht genug, um die 1:4-Hinspielniederlage auszumerzen."

Corriere della Sera: "Real schrammt an der Wende vorbei. Am Ende zieht die Borussia ins Finale ein."

Fachjournalisten aus Deutschland:

Günter Bork (Sportinformationsdienst): "Für jeden, der dabei war und der Fußball liebt, war das ein Riesenereignis. Es scheint keine normalen Spiele von Borussia Dortmund zu geben. Was die Mannschaft in diesem Wettbewerb bisher geleistet hat, ist nicht in Worte zu fassen."

Dirk Krampe (Ruhr Nachrichten): "Ich bin völlig gefangen. Das war pure Dramatik, ein denkwürdiger Abend. Ich hätte das nicht für möglich gehalten, auch nicht nach den zwei vergangenen Jahren. Borussia Dortmund hat es nach den 20 Minuten Wucht sehr gut gemacht und hatte mehr Kontrolle. Es sah nicht danach aus, dass es noch so eng werden würde. Viel länger hätte das Spiel nicht dauern dürfen, sonst wäre es vielleicht noch gekippt."

Freddie Röckenhaus (Süddeutsche Zeitung): "Es ist schön, dass es kein zweites Malaga gegeben hat, in diesem Fall nur andersherum. Man muss sich daran gewöhnen, dass der BVB spielerisch und kämpferisch eine Macht ist, auf einem Level mit Madrid, Barcelona und München. Das muss auch die Mannschaft erkennen."
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