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Bundesliga

14.12.2012 - 11:42 Uhr


"Die glorreichen Sieben": Kampf um die Kanone

Stefan Kießling ist mit bisher 23 Treffern der erfolgreichste Torjäger im Kalenderjahr 2012

Alex Meier hat bereits seinen persönlichen Saisonrekord in der Bundesliga egalisiert

Vedad Ibisevic hat in dieser Saison 50 Prozent der Tore seines VfB erzielt

Mario Mandzukic erzielte in seiner Bundesliga-Karriere bisher 15 seiner 29 Treffer per Kopf

Adam Szalai ist mit aktuell neun Toren der erfolgreichste Mainzer Torschütze in einer Bundesliga-Hinrunde (zusammen mit Andre Schürrle 2010/11)

BVB-Stürmer Robert Lewandowski schnürte vom 11. bis 13. Spieltag drei Doppelpacks in Folge

Thomas Müller ist mit 16 Punkten derzeit der Topscorer der Bundesliga

München - An der Spitze der Torjägerliste liefern sich derzeit sieben Kandidaten ein spannendes Kopf-an-Kopf-Rennen um die begehrte Torjäger-Kanone. Ein Blick in die bundesliga.de-Datenbank verrät, wie die aktuellen Zahlen einzuordnen sind.
In der letzten Saison führte nach dem 16. Spieltag Mario Gomez die Torschützenliste an. Er hatte damals bereits 15 Tore auf dem Konto. Diesmal reichen lediglich zehn Treffer, um nach dem 16. Spieltag ganz oben zu stehen (Alex Meier, Vedad Ibisevic und Stefan Kießling).

Dahinter folgen vier weitere Spieler, die jeweils neun Treffer erzielten (Adam Szalai, Mario Mandzukic, Thomas Müller, Robert Lewandowski). Nur zehn Tore nach dem 16. Spieltag reichten zuletzt in der Saison 2007/08 für den 1. Platz der Torschützenliste (damals sogar nur neun Treffer: Miroslav Klose, Rafael van der Vaart und Luca Toni). Die Kandidaten im Einzelnen:

Stefan Kießling: Er führt nicht nur die Torschützenliste dieser Saison an, sondern ist auch der erfolgreichste Spieler im Kalenderjahr 2012 (23 Treffer, Lewandowski und Huntelaar folgen mit jeweils 19 Toren). In dieser Saison traf er sechs Mal zum 1:0 für sein Team, Bestwert.

Alexander Meier: Er hat mit zehn Treffern bereits seinen persönlichen Saisonrekord in der Bundesliga egalisiert (zehn Tore auch in der kompletten Saison 2009/10).

Vedad Ibisevic: Er hat 50 Prozent der Tore seines Teams erzielt (zehn von 20 Treffer des VfB). Das ist 2012/13 der höchste Anteil der Bundesliga.

Mario Mandzukic: Er baute im Verlauf der Hinrunde etwas ab, schoss in seinen letzten fünf Spielen nur noch einen Treffer. Seine große Stärke ist das Kopfballspiel. 15 seiner 29 Bundesliga-Treffer erzielte er per Kopf.

Adam Szalai: Sein bisheriger Saisonrekord waren vier Tore. Diese Ausbeute hat er schon mehr als verdoppelt. Seine neun Tore bedeuten zugleich auch die Einstellung des Mainzer Hinrunden-Rekords. Einzig Andre Schürrle hatte 2010/11 in der ersten Halbserie genauso oft getroffen.

Robert Lewandowski: Er schnürte vom 11. bis 13. Spieltag drei Doppelpacks in Folge, in den anderen zwölf Saisonspielen war er folglich nur drei Mal erfolgreich.

Thomas Müller: Er hat einen sehr guten Abschluss, bereitete aber auch viele Treffer vor (in dieser Saison sieben). Mit 16 Punkten ist er der Topscorer der Bundesliga.

Meier so gut wie nie - Kießling vor erneuter Explosion?



Alex Meier ist in der Form seines Lebens (siehe oben) und weiß wie es geht, Torschützenkönig zu werden. In der Vorsaison holte er sich den Titel mit 17 Treffern in der 2. Bundesliga (zusammen mit Nick Proschwitz und Olivier Occean).

Vedad Ibisevic war in der Saison 2008/09 im Hoffenheimer Trikot mit 18 Toren nach 17 Spieltagen auf dem besten Weg zum Torschützenkönig (damals sechs Tore Vorsprung), verletzte sich aber und bestritt kein einziges Saisonspiel mehr. Ibisevic hat für den VfB Stuttgart in 29 Spielen 18 Tore erzielt, wird dort als einzige Spitze optimal beliefert, außerdem führt er auch die Elfmeter aus (auf diese Weise drei Saisontreffer).

Stefan Kießling hatte seine erfolgreichste Bundesliga-Saison 2009/10. Damals traf er 21 Mal. Hinter Edin Dzeko (22 Treffer) reichte es aber "nur" zum 2. Platz in der Torschützenliste. In der Vorsaison erzielte Kießling 13 seiner 16 Saisontore nach der Winterpause. Er konnte da also noch enorm zulegen. Adam Szalai hat seinen Saisonrekord jetzt schon pulverisiert (siehe oben), insgesamt ist er noch zu unkonstant, in seinen letzten sechs Spielen traf er nur einmal.

Vielseitigkeit spricht für Lewandowski



Mario Mandzukic spürt immer mehr den Atem von Mario Gomez im Nacken. Seine Einsatzzeiten dürften eher weniger werden, ein großes Handikap im Rennen um die Torjägerkrone. Schon jetzt hat Mandzukic von den sieben Kandidaten um den Titel des Torschützenkönigs die geringste Einsatzzeit (1.057 Minuten). Andererseits spricht das für seine Effizienz.

Thomas Müller war zuletzt der Elfmeterschütze der Bayern (so zwei Saisontore in der Bundesliga). Das ist natürlich hilfreich auf dem Weg zum besten Torschützen der Liga. Müller ist mit neun Treffern der erfolgreichste Mittelfeldspieler der Liga (Alex Meier agierte meist als hängende Spitze), beachtlich, zuletzt wurden aber immer klassische Mittelstürmer Torschützenkönig.

Für Robert Lewandowski spricht seine Vielseitigkeit im Abschluss. Er traf in dieser Saison zwei Mal per Kopf, drei Mal mit dem linken Fuß und viermal mit dem rechten Fuß. Vier seiner Konkurrenten (Meier, Ibisevic, Szalai und Müller) erzielten kein einziges Saisontor mit dem linken Fuß. In der Vorsaison reichten Lewandowskis 22 Tore für den 3. Platz in der Torschützenliste (hinter Huntelaar und Gomez).

Tobias Gonscherowski
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