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10.02.2013 - 11:32 Uhr


"Der Trainer hat einen Arsch in der Hose"

Mario Gomez (r., im Zweikampf mit Joel Matip) feierte gegen Schalke sein Startelf-Comeback

Der FCB-Stürmer erzielte den Endstand zum 4:0

Für die Bayern war es der vierte Zu-Null-Sieg in der Rückrunde

München - Beim souveränen 4:0-Sieg des FC Bayern gegen Schalke 04 durfte Mario Gomez nach längerer Abstinenz mal wieder über 90 Minuten ran. Der Torjäger dankte es Trainer Jupp Heynckes mit dem letzten Treffer des Spiels und lobte ihn nach dem Schlusspfiff für seinen Mut.
Frage: Her Gomez, Sie haben zum ersten Mal nach Ihrer Verletzungspause 90 Pflichtspiel-Minuten in den Beinen. Wann haben Sie erfahren, dass Sie gegen Schalke in der Startformation stehen?

Mario Gomez: Am Donnerstag. Er hat gesagt, 'du spielst von Anfang an, wirst ein Tor machen und wir werden gewinnen'.

Frage: Gesagt, getan... Sind Sie Jupp Heynckes dankbar?

Gomez: Der Trainer hat Mut bewiesen, indem er mich aufgestellt hat. Er hat sozusagen einen Arsch in der Hose. Ich bin ihm sehr dankbar und freue mich - vor allem auch, weil es ein sehr wichtiges Spiel für uns war, nachdem wir wussten, wie unsere Konkurrenten gespielt hatten. Wir konnten einen großen Schritt machen, und haben ja auch wieder zu Null gewonnen. Es hat alles funktioniert.

Frage: Wie war es für Sie, nachdem Sie in den ersten Spielen kaum zum Zuge gekommen sind?

Gomez: Ich wusste, dass der Kopf wichtiger als die Spielpraxis ist. Das habe ich gemerkt, als ich von meiner Verletzung zurückgekommen bin. Jetzt war es eine andere Situation. Wir hatten die Vorbereitung, und trotzdem habe ich seitdem nur fünf Minuten gespielt. Ich wusste aber immer, dass der Trainer auf mich setzt.

Frage: Und Heynckes wird es sicher nicht bereut haben, oder?

Gomez: Das müssen andere beurteilen. Ich finde schon, dass es bemerkenswert ist, dass er auf mich gesetzt hat - gerade weil sich jeder über mich ausgetobt hatte. Ich habe großen Respekt vorm Trainer. Es hätte ja auch in die Hose gehen können - dann hätte er es abbekommen.

Frage: Wie wird es nun im Bayern-Sturm weitergehen? Glauben Sie, dass Mario Mandzukic gegen Wolfsburg wieder auf dem Platz setht?

Gomez: Das kann gut sein. Ich habe ja nicht gesagt, dass ich jetzt künftig immer spielen werde. Der Trainer hat ja auch schon angekündigt, dass er in den kommenden englischen Wochen öfter mal rotieren lassen wird. Mario Mandzukic hat einen Lauf. Ich glaube er hat fünf Tore in den ersten drei Spielen gemacht. So einen Spieler auf die Bank zu setzen, ist auch nicht einfach.

Frage: Das heißt, beide Marios werden in der kommenden Zeit zum Zuge kommen?

Gomez: Es ist jedenfalls gut, dass jetzt so viele Spiele anstehen, denn in der Vorrunde hat auch kein Mensch danach gefragt, warum der Kader so groß ist. Da hat der Trainer durchgewechselt und alle Spieler durften ran.

Aus der Allianz Arena berichtet Johannes Fischer
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