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19.12.2012 - 14:26 Uhr


"Der krönende Abschluss": Freiburg feiert weiter

Goldenes Tor: Jonathan Schmid jubelt nach seinem 1:0 beim KSC

Jan Rosenthal (r.) hatte den Treffer vorbereitet

Nach einer starken ersten und einer durchwachsenen zweiten Halbzeit steht der SC Freiburg im Viertelfinale des DFB-Pokals. Ein perfekter Abschluss für das Team von Trainer Christian Streich

Karlsruhe - Hakan Calhanoglu grüßt auch am Tag nach dem Ausscheiden des Karlsruher SC aus dem DFB-Pokal von den Litfasssäulen der Stadt herunter. Das 18-jährige Ausnahmetalent, das im Sommer vom KSC zum Hamburger SV wechseln wird, ist dort abgebildet, zusammen mit dem Slogan "Wir stürmen jede ...burg". – in Anlehnung an die beiden bisher ausgeschalteten Pokalgegner Hamburger SV und MSV Duisburg. Doch an der Erstürmung der dritten Burg scheiterten die Nordbadener; der SC Freiburg behielt nach 90 spannenden Minuten mit 1:0 die Oberhand.
Bedanken konnte sich der Bundesligist, der im zweiten Durchgang stark nachließ, bei Jonathan Schmid, der nach Vorarbeit von Jan Rosenthal bereits in der 2. Minute den Treffer des Tages erzielt hatte. Die Dominanz der Freiburger in der ersten Hälfte war genauso deutlich wie die Unterlegenheit in der zweiten. "Im zweiten Durchgang hatten wir viel zu viele Abspielfehler", sagte Kapitän Julian Schuster, "das haben wir vorher besser gemacht." Doch auch Schuster sah keinen Grund, warum er sich für das Weiterkommen im Pokal entschuldigen sollte.

Kein Tempo mehr in Halbzeit zwei



"Wir sind einfach glücklich, dass wir jetzt im Viertelfinale stehen", sagte Schuster, der den Tempoabfall im zweiten Durchgang mit der physischen Belastung der anstrengenden Hinrunde erklärte: "Wenn bei uns nicht jeder Spieler über 90 Minuten bis ans Limit geht, dann macht sich das leider sofort bemerkbar." Nun sei es wichtig, über die Feiertage zu regenerieren, um im neuen Jahr mit voller Kraft dort weiterzumachen, wo man in der Hinrunde aufgehört hat.

Unter den Augen des ehemaligen Freiburger Trainers und jetzigen DFB-Sportdirektors Robin Dutt, der mit SC-Manager Dirk Dufner und Präsident Fritz Keller das Spiel beobachtete, hatte der SC auch deshalb das bessere Ende für sich, weil der KSC bei der Chancenverwertung Schwächen hatte. Und wenn doch einmal ein Ball aufs Tor kam, war Torwart Oliver Baumann zur Stelle.

Streich lobt den KSC



Der 22-Jährige zeigte sich nach dem Schlusspfiff zufrieden: "Das war ein kampfbetontes Spiel auf einem Untergrund, der es uns fußballerisch nicht leicht gemacht hat." Kämpferisch habe man aber "gut dagegengehalten." Das Ergebnis sei der "krönende Abschluss dieses Jahres."
Das fand auch Christian Streich, der nach dem ersten Aufeinandertreffen der beiden Clubs in einem Pflichtspiel seit über fünf Jahren dennoch nicht mit Lob für den Karlsruher SC sparte. Der Traditionsverein werde "in dieser Form auf jeden Fall aufsteigen", meinte Streich. Die beiden Trainer Streich und Markus Kauczinski kennen sich seit Jahren. Vor ihrer jeweiligen Beförderung zum Cheftrainer trafen sich als A-Jugend-Coaches aufeinander.

"Wir hatten mehr Torchancen, als wir uns erhofft hatten", bilanzierte Kauczinski, der seinen Freiburger Kollegen bei der Verabschiedung herzlich umarmte. "Wenn schon einer gegen uns gewinnt", sagte der KSC-Coach zum Abschluss, "dann wenigstens Freiburg, damit sie ins Finale kommen."

Christoph Ruf
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