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02.04.2013 - 10:28 Uhr


"Das war Käse"

Christian Wetklo (r.) war beim Gegentreffer zum 1:1-Ausgleich durch Aaron Hunt machtlos. Das Unentschieden war für ihn einfach nur "Käse"

Trainer Thomas Tuchel war mit der Leistung seiner Mannschaft nicht einverstanden: "Wir haben insgesamt zu fahrig gespielt"

Das Blitztore von Adam Szalai (r.) nach nur 12,5 Sekunden brachte keine Sicherheit ins Mainzer Spiel

Mainz - "Ein 1:0 bedeutet im Fußball nichts", sagte Christian Wetklo hinterher mit der Erfahrung eines altgedienten Bundesligaprofis. Der FSV Mainz 05 hat sich trotz Führung eben am Ende noch ein Gegentor eingefangen und deshalb nannte der Torwart des FSV das 1:1 gegen den SV Werder einfach nur: "Käse."
Schon nach 12, 5 Sekunden waren die Mainzer mit dem schnellsten Tor dieser Bundesligasaison durch Adam Szalai in die Partie gestartet. Am Ende wurden sie aber nach dem Ausgleich von Aaron Hunt (69.) noch um den Sieg gebracht.

Die Mainzer hätten mit einem Sieg einen großen Schritt Richtung Europapokalteilnahme machen können. Aber drei Mal verpassten es die Rheinhessen, das 2:0 zu erzielen. Zwei Mal scheiterte Nicolai Müller (51.; 67.), ein Mal Niki Zimling (51.). Am Ende war der Punkt für die beharrlich kämpfenden Bremer verdient.

"Das ist eben der Unterschied!"



"Das ist eben der Unterschied zu den Mannschaften, die vor uns stehen", meinte Christian Heidel im Rückblick auf die vergebenen Chancen. Und Mittelfeldspieler Julian Baumgartlinger wollte gar nicht zu sehr über den bisherigen Saisonverlauf nachdenken. Zwar waren die Mainzer nach Spielschluss Tabellenfünfter (Tabelle), aber wieder einmal mussten sie mit einem eher unbefriedigenden Gefühl das Spielfeld nach Abpfiff verlassen und Baumgartlinger sagte: "Wenn man sieht, wo wir stehen könnten, wenn wir unsere Chancen besser genutzt hätten..." Er vollendete den Satz nicht.

Der Mainzer Trainer Thomas Tuchel war gegen Bremen nicht nur mit dem Ergebnis, sondern auch mit der Leistung nicht hundertprozentig zufrieden. "Wir haben insgesamt zu fahrig gespielt, auch das frühe Tor hat uns nicht geholfen", kritisierte der Trainer. Wenn man die Vorentscheidung trotz bester Chancen verpasse, dann könne man eben gegen eine so offensivstarke Mannschaft wie Werder auch ein Gegentor bekommen, analysierte Tuchel: "So ist es dann auch passiert."

Bremen aggressiver



Es trafen ja laut Statistik die beiden Mannschaften mit den meisten Zweikämpfen in dieser Saison aufeinander. Am Samstag entscheiden die Bremer 55 Prozent der Duelle für sich, sie wirkten insgesamt aggressiver. "Die haben sehr aggressiv verteidigt und uns immer wieder fleißig angelaufen und auch in der ersten Halbzeit schon mehr Zweikämpfe gewonnen", haderte der österreichische Nationalspieler Baumgartlinger.

Trainer Tuchel hatte schon vor der Partie so eine Ahnung, schließlich seien in der Länderspielpause nur wenige Spieler im Trainingsbetrieb gewesen, erzählte er. Da sei es normal, schwer ins Spiel zu finden.

Frühes Tor verleiht keine Flügel



Diesmal gab den Mainzer das frühe Tor nicht mehr Selbstsicherheit und Vertrauen, die Bremer waren einfach ein starker Gegner, wie Torwart Wetklo ehrlich zugab. Trotzdem war die Enttäuschung über den wieder einmal vergebenen Sieg trotz früher Führung groß. Positiv war immerhin, dass nach Verletzungspause Mittelfeldspieler Elkin Soto ebenso wieder mitspielte wie Jan Kirchoff, der spät eingewechselt wurde.

Auch Trainer Tuchel meinte direkt nach dem Spiel: "Wir werden mit dem Punkt leben. Aber im Moment fühlten wir uns nicht so wohl damit." Julian Baumgartlinger fordert: "Jetzt müssen wir endlich einmal anfangen, die Spiele zu gewinnen." Nächsten Sonntag beim 1. FC Nürnberg besteht dazu die nächste Gelegenheit.

Tobias Schächter
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