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04.02.2013 - 14:12 Uhr


"Das war genau das, was wir wollten"

Der 1. FC Nürnberg hat sich mit dem 2:1 über Borussia Mönchengladbach etwas Luft zur Abstiegszone verschafft - Keeper Raphael Schäfer zeigte sich danach sichtlich zufrieden

Der "Club"-Kapitän spielt nach seiner Operation wegen eines Nasenbeinbruchs Ende Januar derzeit mit einer Spezialmaske

Für Michael Wiesinger war der Sieg über die "Fohlen" der erste Dreier als Cheftrainer der Franken

Nürnberg - Es war der erste Sieg des 1. FC Nürnberg unter der Regie des neuen Trainers Michael Wiesinger, ein 2:1-Erfolg über Borussia Mönchengladbach. Für "Club"-Kapitän Raphael Schäfer war es der Lohn für konzentriertes Arbeiten - und Ansporn, demnächst einmal über 90 Minuten zu überzeugen.
Frage: Herr Schäfer, was war heute Ihrer Meinung nach der Schlüssel zum 2:1-Sieg gegen Borussia Mönchengladbach?

Raphael Schäfer: Der Schlüssel war eindeutig eine sehr gute Mannschaftsleistung. Wir haben, wie wir uns das auch vorgenommen haben, viele Zweikämpfe gewonnen und auch die meisten zweiten Bälle für uns geholt. Wir haben uns gegenseitig geholfen. Genau so sollten wir jetzt weitermachen.

Frage: Die ersten 45 Minuten waren sehr stark von Ihrer Mannschaft, in der zweiten hatte allerdings Gladbach deutliches Oberwasser. Woran liegt es, dass der "Club" so oft zwei komplett unterschiedliche Halbzeiten zeigt?

Schäfer: Wir sind heute auf eine gute Mannschaft getroffen, die haben ja nicht von ungefähr so lange nicht verloren. Die Mönchengladbacher haben auch heute gezeigt, dass sie Fußball spielen können, wenn man sie Fußball spielen lässt. Noch einmal. Gladbach hat Qualität!

Frage: Und in der zweiten Halbzeit...

Schäfer:...haben wir sie vielleicht ein bisschen zu oft spielen lassen, das stimmt. Was aber nichts daran ändert, dass das heute im Großen und Ganzen ein verdienter Sieg für uns war. Letztlich haben wir den Sieg doch ohne die ganz große Gefahr eingefahren.

Frage: Ihre Mannschaft war bissig, konsequent und aggressiv in den Zweikämpfen. Das war sicher auch die Vorgabe des Trainers, oder?

Schäfer: Das war genau das, was wir wollten, stimmt. Wir hatten uns vorgenommen, uns gegenseitig zu helfen, als Mannschaft aufzutreten. Wenn wir das jetzt künftig über 90 Minuten umsetzen - das wäre schon toll.

Frage: Am Samstag haben 1899 Hoffenheim, Fortuna Düsseldorf und die SpVgg Greuther Fürth gewonnen, der FC Augsburg hat immerhin einen Punkt geholt. Hat das Ihre Mannschaft beeinflusst?

Schäfer: Nein, so lange wir unsere Punkte holen, brauchen wir ja auch nicht auf die anderen zu schauen. Dann können die spielen, wie sie möchten.

Frage: Das neue Trainergespann, Michael Wiesinger und Armin Reutershahn, dürfte sich nach dem Sieg gestärkt fühlen...

Schäfer: Wenn man neu im Geschäft ist, ist ein früher Sieg natürlich immer wichtig. Aber es geht ja auch nicht nur um die Ergebnisse, sondern auch um die Leistung. Und die war in Hamburg in Ordnung, und sie war auch heute in Ordnung. Ich denke, man sieht da auch eine Handschrift.

Frage: Früh stören, ein wenig höher stehen als in der Vorrunde, schnell in die Spitze spielen - so hat Michael Wiesinger seine taktischen Vorstellungen beschrieben.

Schäfer: Genau. Und das hat heute über weite Strecken der Partie sehr gut geklappt.

Frage: Nun geht es am kommenden Samstag zum Auswärtsspiel nach Frankfurt. Nicht unbedingt eine leichte Aufgabe...

Schäfer: Sicher nicht, aber welcher Gegner ist schon leicht? Die Frankfurter haben einen Lauf, und sie spielen wirklich attraktiven Fußball.

Frage: Wie wollen Sie dennoch bestehen?

Schäfer: Auch Eintracht Frankfurt hat sicher Schwächen. Wie man die ausnützt, müssen wir uns jetzt in den kommenden Tagen erarbeiten.

Aus Nürnberg berichtet Christoph Ruf
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