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11.05.2013 - 21:32 Uhr


"Das wäre das i-Tüpfelchen"

Stefan Kießling (M.) feiert nach Schlusspfiff mit seinem Sohn

Kießling nimmt den Doppeltorschützen Jens Hegeler in den Arm. Für Kießling war das 2:0 sein achtes Saisontor per Kopf und das achte nach einer Flanke - beides ist Ligaspitze

Leverkusen feierte den vierten Sieg in Folge - das ist die längste aktuelle Siegesserie aller Bundesligisten

Leverkusen - Durch seinen Treffer zum 2:0 gegen Hannover 96 hat Stefan Kießling die alleinige Führung in der Torschützenliste übernommen. Der Bayer-Rekordstürmer liegt nun mit 24 Treffern ein Tor vor seinem Dortmunder Konkurrenten Robert Lewandowski, der beim 3:3 in Wolfsburg leer ausging.
Im Interview nach dem 3:1-Heimsieg spricht "Kies" über die Torjägerkrone und die erfolgreiche Saison der "Werkself".

Frage: Herr Kießling, war Ihr Tor gegen Hannover für Sie der entscheidende Schritt zur Torjägerkanone?

Stefan Kießling: Zumindest ein guter Schritt. Ich habe natürlich mitbekommen, dass Robert Lewandowski nicht getroffen hat und ich führe jetzt mit einem Tor, einen Spieltag vor Schluss. Jetzt können wir sie holen (lacht).

Frage: Wie haben Sie die Situation bei Ihrem Treffer gesehen?

Kießling: Eigentlich hatten wir den Ball schon verloren, doch ich habe ihn zurückgeholt und die Chance damit eingeleitet. Der Ball kam dann hoch rein und ich hab nicht lange nachgedacht und ihn einfach versenkt.

Frage: Was würde Ihnen der Titel "Torschützenkönig" bedeuten?

Kießling: Natürlich würde ich mich sehr freuen, wenn es klappt. Das wichtigste ist aber, dass wir mit dem Verein unser Ziel, die Champions League, erreicht haben. Noch die Chance zu haben, Torschützenkönig zu werden, nehme ich gerne mit. Klar will ich es schaffen. Es wäre das i-Tüpfelchen auf unsere erfolgreiche Saison. Für den Moment wäre es eine schöne Sache. Nächste Saison muss ich mich dann aber wieder von neuem beweisen.

Frage: Wirkt es sich auf Ihr Spiel aus, wenn die Mannschaft ständig versucht Ihnen ein Tor aufzulegen?

Kießling: In der zweiten Halbzeit hat man es schon gemerkt. Die Mannschaft hat immer wieder versucht, mich in Szene zu setzen. Man darf dann auch nicht versuchen, es zu sehr zu erzwingen. Ich freue mich, dass es ein Mal geklappt hat und nächste Woche beim Hamburger SV werden wir es wieder versuchen. Wir werden alles dafür tun, um die Kanone nach Leverkusen zu holen.

Frage: Wie groß ist nun der Druck vor dem großen Finale?

Kießling: Das ist genau der Punkt. Man darf sich keinen Druck machen. Ich versuche es während des Spiels auszublenden. Schauen wir mal, was nächste Woche am Ende herauskommt.

Frage: Wie haben Sie die Feier mit den Fans nach dem Spiel erlebt?

Kießling: Es war ein sehr schöner Abschluss. Große Anerkennung an die Fans für das, was sie in der Saison für uns geleistet haben. Die Stimmung war super. Wir haben nur zwei Spiele zuhause verloren, gegen Bayern und Dortmund, das zeigt wie heimstark wir waren.

Frage: Gegen Hannover musste das Team nicht an seine Grenzen gehen.

Kießling: Wir wollten den Fans nochmal alles zeigen. Natürlich haben ein paar Prozente gefehlt, aber das ist normal. Aber wir haben es gut gemacht und auch verdient gewonnen.

Frage: Ihr Fazit vor dem letzten Spieltag?

Kießling: Es war eine super Saison. Wir haben drei Spieltage vor Schluss die Qualifikation zur Champions League klargemacht. Das war eine riesen Erleichterung und eine große Freude. Das zeigt einfach, wie stark wir in der Saison waren und was für eine Moral wir gezeigt haben.

Aus Leverkusen berichtet Markus Hoffmann
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