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10.04.2012 - 23:22 Uhr


Ohne Götze im Showdown

BVB-Star Mario Götze (l., hier gegen Franck Ribery) schoss im Hinspiel das Siegtor - wird aber im Rückspiel nicht eingesetzt

Die beiden Trainer Jürgen Klopp (l.) und Jupp Heynckes freuen sich auf den Showdown

Dortmund/München - Heimvorteil, Leidenschaft, ein Drei-Punkte-Vorsprung sprechen für Borussia Dortmund, Erfahrung und Historie für Bayern München: Selbst die Buchmacher sehen deshalb im Gigantenduell der Bundesliga keinen Favoriten. Unter Druck steht am Mittwoch (ab 19:30 Uhr im Live-Ticker/Liga-Radio) jedoch vor allem der Rekordmeister aus München, der zwar noch drei Titel holen, aber auch bereits den ersten verspielen kann (Hier geht's zur Vorschau der übrigen Mittwochspiele).
"Deshalb dürfen wir nicht verlieren", sagt Karl-Heinz Rummenigge, Vorstandsvorsitzender des Pokalfinalisten und Halbfinalisten der Champions League, vor dem "Spiel der Saison".

Heynckes: "Kein normales Bundesligaspiel"



Das Gipfeltreffen elektrisiert die Fußball-Fans weltweit. In nahezu 200 Länder wird das Spektakel im seit Wochen mit 80.720 Zuschauern ausverkauften Dortmunder Signal Iduna Park übertragen. "Das ist kein normales Bundesligaspiel und eine ungewöhnliche Konstellation am 30. Spieltag. Natürlich hat der BVB einen kleinen Vorteil, aber auch er steht unter Druck. Ohnehin glaube ich, dass die Meisterschaft erst am 34. Spieltag entschieden wird", sagte Bayern-Coach Jupp Heynckes am Dienstag vor der Abreise nach Dortmund.

Sein Kontrahent Jürgen Klopp sieht den Hype rund um das Duell mit Gelassenheit. "Wir haben die bessere Ausgangsposition", sagte der 44-Jährige und brütet über dem Plan für den vierten Sieg des BVB in Folge über die Bayern, die vier Mal nacheinander in der Bundesliga gegen denselben Gegner nur einmal verloren: Werder Bremen gelang dies unter Trainer Otto Rehhagel zwischen 1991 und 1993.

Götze nicht dabei



"Es ist alles gesagt worden über das Spiel. Nur soviel: Wir haben eine große Lust auf das Spiel, und ich habe ein gutes Gefühl. Wir empfinden es so: Wir haben uns für dieses Spiel qualifiziert, und wenn es schon so ist, dann wollen wir es auch gewinnen", sagte Klopp bei der Pressekonferenz am Dienstagmittag und setzt unter anderem auf die Hilfe der Fans und "einen Geräuschpegel, der seinesgleichen sucht".

Eine offene Frage gab es vor dem Duell zwischen dem Titelverteidiger und dem Rekordmeister doch noch: Würde Mario Götze erstmals seit dem 16. Spieltag wieder zum Kader zählen? "Er hat am Sonntag ganz normal trainiert, und er hat keine Probleme mehr", sagte Klopp. Doch die Einschätzung des Trainerteams, "ob er uns heute helfen kann oder erst am Samstag oder erst am kommenden Wochenende", war da noch nicht gefallen. Sie kam erst am Abend: Götze ist noch nicht dabei. Damit fehlt der Schütze des goldenen Tores beim 1:0-Hinspielerfolg des BVB in München.

Jüngste Bilanz klar pro Dortmund



Damals zierten die Bayern noch die Tabellenspitze vor der Borussia, leisteten sich jedoch anschließend eine Krise. Zum zweiten Mal in Folge droht die Borussia den Bayern die "Schale" wegzuschnappen. Bei sechs Punkten Vorsprung "glaube ich nicht, dass wir uns das noch nehmen lassen", sagte Nationalspieler Mats Hummels selbstbewusst: "Eine Vorentscheidung kann nur zu unseren Gunsten fallen." Abwehrkollege Neven Subotic ergänzte: "Ich würde sogar so weit gehen, zu sagen, dass wir so stark sind wie noch nie, seitdem wir in dieser Zusammensetzung spielen." 2:0, 3:1 und 1:0 lauten die letzten drei Ergebnisse gegen den Rekordtitelträger und Branchenführer aus München. Zudem ist der BVB seit 23 Spielen oder sieben Monaten unbesiegt, kassierte die letzte Niederlage am 18. September vergangenen Jahres (1:2 bei Hannover 96).

Dennoch konnte sich der BVB noch nicht vorentscheidend absetzen. 63 Punkte wie beim FCB standen nach 29 Spieltagen bislang noch bei keiner Mannschaft seit Einführung der Drei-Punkte-Regel zu Buche. Dennoch reicht es derzeit nicht zur Tabellenführung, denn der BVB holte unter anderem dank einer "außergewöhnlichen Rückrunde" (Klopp) mit zehn Siegen und zwei Unentschieden schon drei Zähler mehr.

Vorentscheidung kein Thema



Ohnehin scheint sich der BVB in der Liga zum Dauerkontrahenten für die erfolgsverwöhnten Bayern zu entwickeln. "Ich denke, dass das Duell BVB gegen FCB in den nächsten Jahren noch öfter stattfinden wird", sagte Heynckes. Der 66-Jährige glaubt fest an einen Bayern-Sieg und damit den Sprung an die Spitze (aufgrund der besseren Tordifferenz).

Von einer Vorentscheidung wollte jedoch niemand offen sprechen, denn das Restprogramm birgt für beide Teams noch einige Fallen. Der BVB muss am kommenden Samstag zum Revierderby beim Nachbarn Schalke 04 und auch noch gegen Borussia Mönchengladbach antreten, den Bayern stehen abseits der Liga noch die Halbfinals in der "Königsklasse" gegen Real Madrid bevor.

Von einem vermeintlich leichteren Liga-Restprogramm wollen sich die Bayern nicht blenden lassen. "Wir haben noch fünf Endspiele", ließ Torjäger Mario Gomez (25 Saisontreffer) wissen - das erste steigt in Dortmund. Im Falle eines Sieges bietet das Sportwettenunternehmen bwin eine Quote von 2,55:1 an; für beide Teams, wohlgemerkt.

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