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01.01.1970 - 01:00 Uhr


Lagerfeuer statt Länderspiel

Zu einem richtigen Sommercamp gehört natürlich auch ein großes Fußballturnier

Kinder aus sieben DFL-Clubs kickten dabei in bunten Teams miteinander und gegeneinander

Auch die die Polizei Mainz beteiligte sich mit einem Selbstbehauptungskurs für Kinder am DFL-Sommercamp

Am 3. Tag des Sommercamps standen Olympische Spiele mit verschiedenen Stationen auf dem Programm

Die beiden Teilnehmer vom 1. FC Nürnberg waren wie alle anderen mit Feuereifer bei der Sache

Die Mädchen waren zwar in der Unterzahl, hatten aber mindestens so viel Spaß wie die Jungs

Das Sommercamp 2011 wird den Teilnehmern aus den vielen Vereinen in bester Erinnerung bleiben

Ohne das große Engagement des Betreuerteams wäre dieses tolle Sommercamp 2011 nicht möglich gewesen

Köln - Es muss schon richtig gute Gründe geben, wenn mehr als 60 fußballbegeisterte Mädchen und Jungen freiwillig darauf verzichten, sich das Länderspiel zwischen Deutschland und Brasilien im Fernsehen anzuschauen. Lagerfeuer mit Stockbrot und Gruselgeschichte war für die acht- bis zehnjährigen Teilnehmer Kids-Club-Sommercamps 2011 spannender als deutsch-brasilianischer Ballzauber.
Drei gemeinsame Tage verbrachten sieben Kids-Clubs, 63 Kinder und 17 Betreuer vom 9. - 11. August im Sommercamp in der Sportschule Seibersbach; einen Monat zuvor waren dort bereits die Kinderclubs von Mainz 05 und Eintracht Frankfurt zu Gast. Zwei Freizeiten, die die DFL Deutsche Fußball Liga finanziert hat.

DFL setzt Zehn-Punkte-Plan für mehr Sicherheit im Fußball um

"Die beiden Camps waren ein voller Erfolg. Wir sind froh, mit dem Sportbund Rheinhessen einen so kompetenten und in Jugendfreizeiten erfahrenen Partner für die perfekte Durchführung dieser Projekte an unserer Seite zu wissen. Mit den Sommercamps setzt die DFL auch konsequent einen Teil des Zehn-Punkte-Plans für mehr Sicherheit im Fußball um. Unter dem Punkt 8, Ausbau der Frühprävention, verpflichtet sich ja der Fußball, in Kids-Clubs zu investieren", sagt Marco Rühmann, Projektmanager Fanangelegenheiten der DFL.

Mit seinem großzügigen Angebot an Hallen, Freiplätzen und Zelten war die Sportschule ein idealer Ort für das Sommercamp. Die Kinder vom 1. FC Nürnberg, Fortuna Düsseldorf, SC Paderborn, Bayer Leverkusen, SC Freiburg, Alemannia Aachen und Werder Bremen bekamen ein Freizeit-Angebot, das keine Wünsche offen und schon gar keine Langeweile aufkommen ließ.

Von der Hausrallye bis zum Fußballturnier

In bunt gemischten Gruppen nahmen die Mädchen und Jungen an einer Haus- und Geländerallye teil, tasteten sich und krochen mit verbundenen Augen durch einen "Sensiparcours" oder zeigten beim Malen an der Staffelei und beim Formen von Gipsmasken ihre kreative Ader. Höhepunkt war für viele das gemeinsame Fußballturnier. Die Gewinnermannschaft durfte sogar noch gegen eine Auswahl der Betreuer antreten.

Dass sich sogar die Polizei und Sanitäter der Johanniter lange in der Sportschule aufhielten, hatte gute Gründe und machte viel Sinn. Die Polizei führte einen Selbstbehauptungskurs für Kinder durch. Dabei lernten die Kinder, wie sich richtig gegenüber Fremden verhalten – sei es auf der Straße oder auch am Telefon. Die Sanitäter verteilten reichlich Kühlpacks für kleine Beulen, Schrammen und Wehwehchen.

Vorurteile abgebaut, Freundschaften geschlossen

"Die Rückmeldung von allen Beteiligten war eigentlich überall die gleiche: Alles war super! Den Kindern hat es Riesen-Spaß gemacht, Computer oder Fernseher hat keiner vermisst. Auch für uns Betreuer waren die Sommercamps äußerst erfreulich. Nach vielen theoretischen Vorbereitungen hat uns die Praxis bestätigt. Trotz der Vorurteile, zu denen viele Kinder schon in so jungen Jahren gegenüber Fans anderer Clubs neigen, haben sich die meisten hier kreuz und quer schnell befreundet", zog Thorsten Richter, Verantwortlicher des Mainzer 05er-KidsClub und Mitorganisator des Sommercamps ein höchst erfreuliches Fazit.

Und so hätten die Kinder am Donnerstagmittag gerne noch ein paar Stunden oder Tage drangehängt, als der Abschied immer näher rückte. Telefonnummern und Mailadressen wurden noch reichlich zwischen Bremen und Nürnberg, Freiburg und Düsseldorf getauscht. Die Antwort der Kinder auf die Frage, was ihnen am besten gefallen habe, war dann auch so laut wie einstimmig: "alles!"
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