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18.02.2012 15:10:29
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Rehhagel kommt nach Berlin
Otto Rehhagel kehrt nach 12 Jahren wieder in die Bundesliga zurück
Otto Rehhagel spielt in der Bundesliga seit ihrem Bestehen eine gewichtige Rolle. Von 1963 bis 1966 verteidigt er für Hertha BSC, dann bis 1972 für den 1.FC Kaiserslautern. In 201 Bundesligaspielen erzielt er 22 Tore
Als junger Trainer gelingt ihm zum einen mit Kickers Offenbach 1974 ein 6:0-Erfolg gegen den frisch gebackenen Europapokalsieger Bayern München, mit Dortmund erleidet er 1978 aber in Mönchengladbach mit 0:12 die höchste Niederlage der Bundesligageschichte. 1980 stemmt er mit Fortuna Düsseldorf erstmals den DFB-Pokal
Von 1981 bis 1995 prägt Rehhagel dann eine Ära bei Werder Bremen. Mit Verteidiger Thomas Schaaf und dessen Kollegen wird er 1988 und 1993 Meister, dazu vier Mal Zweiter. 1991 und 1994 wird er DFB-Pokalsieger und holt 1992 den Europapokal der Pokalsieger
Anschließend wechselt er zum FC Bayern München (mit Mehmet Scholl, l.), wird am 28. April 1996 entlassen und muss zusehen, wie Franz Beckenbauer den Club beim UEFA-Pokal-Gewinn betreut
1998 schlägt er zurück. Den 1.FC Kaiserslautern führt er zunächst zurück in die Bundesliga. Dann gelingt den "Roten Teufeln" der sensationelle und bis dato einmalige Durchmarsch eines Aufsteigers zur Meisterschaft
Der größte internationale Triumph: 2004 gewinnt Rehhagel mit Außenseiter Griechenland sensationell die Europameisterschaft in Portugal
Berlin - "König Otto" regiert ab sofort in Berlin: Otto Rehhagel wird Trainer von Hertha BSC und kehrt damit zwölf Jahre nach seinem Abschied in die Bundesliga zurück. Berlins Manager Michael Preetz bestätigte am Rande des 1000. Bundesligaspiels des Clubs gegen Meister Borussia Dortmund bei "Sky" die spektakuläre Verpflichtung des inzwischen 73 Jahre alten Trainers.
"Wir befinden uns in einer aktuell schwierigen Situation und sind zu der Überzeugung gekommen, dass wir einen erfahrenen Trainer wie Otto Rehhagel brauchen, um unser Ziel am Ende der Saison zu erreichen. Wir haben ihn gefragt, ob er bereit wäre, uns zu helfen. Die Gespräche waren sehr angenehm", sagte Preetz vor dem Anpfiff des Heimspiels gegen Meister Borussia Dortmund und ergänzte: "Er hilft gerne. Jeder der Otto Rehhagel kennt, weiß, dass er Fußball lebt, noch immer brennt und eine große Ausstrahlung besitzt."
Hertha als Herzensangelegenheit
Rehhagel soll laut Preetz am Sonntag nach Berlin kommen. Rene Tretschok und Ante Covic, Herthas Interims-Trainerduo für das Spiel gegen den BVB, wird Rehhagel bei der "alten Dame" bis zum Saisonende assistieren.
Dass er nach wie vor Lust an seinem Job verspürt, hat Rehhagel nie verheimlicht. "Ich höre nicht auf! Ich habe keine Sekunde daran gedacht, aufzuhören. Ich fühle mich fit. Ich kann mich aufregen", hatte Rehhagel nach dem WM-Vorrundenaus mit Griechenland und seinem anschließenden Rücktritt im Sommer 2010 gesagt: "Ich will meine immense Erfahrung weitergeben. Wenn die einer braucht, stehe ich zur Verfügung."
Die abstiegsbedrohten Berliner brauchen sie dringend. Hertha dürfte für Rehhagel aber vor allem eine Herzensangelegenheit sein. Nach seinem Wechsel von Rot-Weiß Essen bestritt der frühere Verteidiger vom Bundesliga-Gründungsjahr 1963 bis 1966 insgesamt 78 Spiele für den Hauptstadtclub. "Bis dahin habe ich mit meiner Mutter in kleinen Verhältnissen in Essen gelebt. Jetzt ging es hinaus in die große Welt", hatte Rehhagel einmal gesagt.
Dritter Trainer in dieser Saison
Rehhagel folgt auf Michael Skibbe, der am vergangenen Sonntag nach fünf Pleiten in fünf Pflichtspielen und nur 41 Tage nach seinem ersten Training in der Hauptstadt entlassen worden war. Im Dezember hatte sich der Hauptstadtclub bereits von Aufstiegstrainer Markus Babbel getrennt.
Rehhagel war zuletzt Nationaltrainer Griechenlands, ehe er nach dem Vorrunden-Aus bei der WM 2010 zurücktrat. Ein offizielles Karriereende gab es allerdings nie. Mit den Hellenen gewann er 2004 sensationell den EM-Titel. In der Bundesliga bringt es Rehhagel als Rekordtrainer bisher auf 820 Spiele.
Mit Werder Bremen und dem 1. FC Kaiserslautern holte Rehhagel als Trainer insgesamt drei Meisterschaften. Unvergessen sein Titel mit den Pfälzern, die er 1998 als Aufsteiger bis an die Spitze führte, ein bis heute einmaliger Durchmarsch. Zudem gewann Rehhagel mit Fortuna Düsseldorf und Bremen dreimal den DFB-Pokal. Die Hanseaten führte er 1992 zum Europapokal der Pokalsieger, dem bis heute größten Triumph in der Vereinsgeschichte.
"Das größte Comeback seit Elvis 1968"
In der Fußballbranche wird Rehhagels Rückkehr heiß diskutiert. "Das ist grandios", sagte Hoffenheims Trainer Markus Babbel, der erst am 18. Dezember vergangenen Jahres bei Hertha entlassen wurde: "Ich halte ihn für einen fantastischen Trainer. Ich habe das große Vergnügen gehabt, unter ihm trainieren zu dürfen. Ich freue mich darauf, ihn bald zu sehen."
Der ehemalige Bundesligaprofi Jan-Aage Fjörtoft twitterte aufgeregt: "Das größte Comeback seit Elvis 1968." Ohne Zweifel: Der Essener wird mit seiner charismatischen und oft eigenwilligen Art die Bundesliga bereichern.
Für die Zeit nach Rehhagel könnte die Personalie Ralf Rangnick wieder aktuell werden. Der ehemalige Schalke-Coach hatte dem Vernehmen nach den Berlinern für jetzt abgesagt, jedoch gleichzeitig seine Bereitschaft für ein Engagement ab Sommer signalisiert.
Hertha als Herzensangelegenheit
Rehhagel soll laut Preetz am Sonntag nach Berlin kommen. Rene Tretschok und Ante Covic, Herthas Interims-Trainerduo für das Spiel gegen den BVB, wird Rehhagel bei der "alten Dame" bis zum Saisonende assistieren.
Dass er nach wie vor Lust an seinem Job verspürt, hat Rehhagel nie verheimlicht. "Ich höre nicht auf! Ich habe keine Sekunde daran gedacht, aufzuhören. Ich fühle mich fit. Ich kann mich aufregen", hatte Rehhagel nach dem WM-Vorrundenaus mit Griechenland und seinem anschließenden Rücktritt im Sommer 2010 gesagt: "Ich will meine immense Erfahrung weitergeben. Wenn die einer braucht, stehe ich zur Verfügung."
Die abstiegsbedrohten Berliner brauchen sie dringend. Hertha dürfte für Rehhagel aber vor allem eine Herzensangelegenheit sein. Nach seinem Wechsel von Rot-Weiß Essen bestritt der frühere Verteidiger vom Bundesliga-Gründungsjahr 1963 bis 1966 insgesamt 78 Spiele für den Hauptstadtclub. "Bis dahin habe ich mit meiner Mutter in kleinen Verhältnissen in Essen gelebt. Jetzt ging es hinaus in die große Welt", hatte Rehhagel einmal gesagt.
Dritter Trainer in dieser Saison
Rehhagel folgt auf Michael Skibbe, der am vergangenen Sonntag nach fünf Pleiten in fünf Pflichtspielen und nur 41 Tage nach seinem ersten Training in der Hauptstadt entlassen worden war. Im Dezember hatte sich der Hauptstadtclub bereits von Aufstiegstrainer Markus Babbel getrennt.
Rehhagel war zuletzt Nationaltrainer Griechenlands, ehe er nach dem Vorrunden-Aus bei der WM 2010 zurücktrat. Ein offizielles Karriereende gab es allerdings nie. Mit den Hellenen gewann er 2004 sensationell den EM-Titel. In der Bundesliga bringt es Rehhagel als Rekordtrainer bisher auf 820 Spiele.
Mit Werder Bremen und dem 1. FC Kaiserslautern holte Rehhagel als Trainer insgesamt drei Meisterschaften. Unvergessen sein Titel mit den Pfälzern, die er 1998 als Aufsteiger bis an die Spitze führte, ein bis heute einmaliger Durchmarsch. Zudem gewann Rehhagel mit Fortuna Düsseldorf und Bremen dreimal den DFB-Pokal. Die Hanseaten führte er 1992 zum Europapokal der Pokalsieger, dem bis heute größten Triumph in der Vereinsgeschichte.
"Das größte Comeback seit Elvis 1968"
In der Fußballbranche wird Rehhagels Rückkehr heiß diskutiert. "Das ist grandios", sagte Hoffenheims Trainer Markus Babbel, der erst am 18. Dezember vergangenen Jahres bei Hertha entlassen wurde: "Ich halte ihn für einen fantastischen Trainer. Ich habe das große Vergnügen gehabt, unter ihm trainieren zu dürfen. Ich freue mich darauf, ihn bald zu sehen."
Der ehemalige Bundesligaprofi Jan-Aage Fjörtoft twitterte aufgeregt: "Das größte Comeback seit Elvis 1968." Ohne Zweifel: Der Essener wird mit seiner charismatischen und oft eigenwilligen Art die Bundesliga bereichern.
Für die Zeit nach Rehhagel könnte die Personalie Ralf Rangnick wieder aktuell werden. Der ehemalige Schalke-Coach hatte dem Vernehmen nach den Berlinern für jetzt abgesagt, jedoch gleichzeitig seine Bereitschaft für ein Engagement ab Sommer signalisiert.
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