Bundesliga

24.07.2016 - 15:59 Uhr


10 Dinge über Hamburgs Neuzugang Alen Halilovic

Voll durchstarten möchte Alen Halilovic beim Hamburger SV

Köln - In Kroatien gilt Alen Halilovic als Supertalent, hat bereits Geschichte geschrieben. Mit seinem Wechsel zum Hamburger SV will der junge Offensivmann, der schon als "Kroatiens Lionel Messi" bezeichnet wurde, jetzt ganz groß rauskommen. bundesliga.de nennt zehn Dinge über den 20-Jährigen, die Sie wissen müssen.

1) Zagrebs Rekordjäger

Halilovic hat in Zagreb schon mehrfach Geschichte geschrieben. Gleich bei seinem ersten Einsatz trug sich der am 18. Juni 1996 geborene Offensivmann erstmals in die Geschichtsbücher ein - mit 16 Jahren und 101 Tagen wurde der Sohn von Dinamo-Legende und Ex-Nationalspieler Sejad Halilovic bei seinem Debüt zum jüngsten Spieler, der jemals für Dinamo in der kroatischen Liga zum Einsatz kam. Weitere Rekorde sollten folgen. Eine Woche später wurde er zum jüngsten Torschützen in der Historie der HNL, wenig später war er dann der jüngste Dinamo-Spieler in der Champions League - und mit 16 Jahren und 128 Tagen der zweitjüngste Spieler aller Zeiten in der Königsklasse.

2) Hoffnung auf Barca

Gleich nach seiner zweiten Saison in Zagreb griff der FC Barcelona im Mai 2014 bei dem vermeintlichen Jahrhunderttalent zu. Bei den Katalanen wurde der junge Mann aber fast ausschließlich in der zweiten Mannschaft eingesetzt. Dort erzielte er in 29 Zweitligaspielen immerhin vier Tore. Bei den Profis durfte er hingegen nur einmal im Pokal gegen Elche CF ran.

3) Sprungbrett Gijon

Um regelmäßig in der Primera Division zum Einsatz zu kommen, ließ sich Halilovic von Barca zu Sporting Gijon ausleihen. Und dort ging sein Stern wieder richtig auf. In 36 Meisterschaftsspielen machte er drei Tore, bereitete weitere fünf vor und hatte so großen Anteil am Klassenerhalt des Clubs.

4) Liebling der Fans

Wie beliebt der junge Kroate in Gijon war, zeigt schon, dass die Fans dem Leihspieler aus Barcelona nach nur einer Saison einen besonderen Spitznamen gaben: "Guajlilovic" - in Anlehmung an "El Guaje' (Der Junge), wie einst Sporting-Superstar David Villa genannt wurde.

5) EM-Enttäuschung

Trotz seiner starken Leistungen in Spanien wurde Halilovic nicht in Kroatiens EM-Kader 2016 berufen. Coach Ante Cacics Erklärung: "Ante Coric und Marko Rog bekamen den Vorzug vor Ante Halilovic und Domagoj Antolic, weil ich glaube, dass die letzten beiden sich schlechter mit der Rolle als reine Ergänzungsspieler abfinden würden." Kroatien scheiterte im Achtelfinale durch eine 0:1-Niederlage am späteren Europameister Portugal.

6) In Hamburg lernen

Trotz dieser Enttäuschung schaut Halilovic positiv in die Zukunft und freut sich auf seine Zeit an der Elbe, wo er einen Vierjahres-Vertrag unterschrieben hat. "Barcelona war eine tolle Erfahrung", sagt der Jung-Nationalspieler. "Ich habe mich auch in Gijon stark weiterentwickelt, wo ich fast jedes Spiel gemacht habe. Ich bin zwar erst 20 Jahre alt, habe aber schon eine Menge Erfahrung, unter anderem in La Liga. Jetzt komme ich in die Bundesliga. Der HSV ist ein riesiger Club - mit sensationellen Fans und einem großen Stadion mit toller Atmosphäre."

7) In van der Vaarts Fußspuren

Bei den Rothosen wird Halilovic das Trikot mit der Nummer 23 tragen - die Nummer, die einst Raphael van der Vaart zu Ruhm und Ehren geführt hat. Der Niederländer erzielte einst in 152 Bundesliga-Spielen für den Dino 45 Tore und gab 39 Assists. Für Halilovic eine Ehre: "Das ist die vielleicht größte Nummer in diesem Club. Ich weiß, was das bedeutet, und ich werde immer mein Bestes geben."

8) Kroatische Tradition

Halilovic ist bereits der 102. Kroate, der in die Bundesliga kommt, und der Zwölfte im Trikot des HSV nach Milan Badelj, Ivan Buljan, Ivo Ilicevic, Niko Kovac, Marijan Kovacic, Vladimir Kovacic, Ivica Olic, Andrej Panadic, Mladen Petric, Mladen Pralija und Josip Simunic. "Ich habe mich lange mit Milan Badelj, Ivica Olic und Emir Spahic unterhalten", berichtet der Neu-Hamburger. "Sie haben mir gesagt, dass der HSV nach den Bayern und Dortmund der größte Club in Deutschland ist. Ich bin froh, dass ich jetzt mit Spahic zusammenspielen darf. Er ist sehr hilfsbereit und wird mir die Eingewöhnung deutlich erleichtern."

9) Spielmacher

Hamburgs Coach Bruno Labbadia habe ihm mitgeteilt, dass er Halilovic auf dessen Lieblingsposition im Zentrum als Spielmacher einsetzen wolle, erklärt der 20-Jährige. Allerdings würde er sich auch auf dem rechten Flügel sehr wohl fühlen. Auf dem Platz hat Halilovic den Kopf immer oben, besticht durch seine Übersicht, aber auch seinen Antritt und genialen linken Fuß.

10) Bauchgefühl

HSV-Vorstandsvorsitzender Dietmar Beiersdorfer ist von dem 20-Jährigen bereits begeistert: "Er ist ein Spieler, der fühlt. Er fühlt Situationen, er fühlt das Spiel. Alen vertraut oft und gern auf sein Bauchgefühl. Damit ist er dank seines herausragenden fußballerischen Talents ein spannender Spieler, dem die Zuschauer gern zusehen werden und der mit diesen Fähigkeiten unsere Mannschaft verstärken wird."

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