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Bundesliga

24.10.2015 - 17:30 Uhr


Stendera macht den Unterschied

Marc Stendera jubelt: Der Frankurter Youngster dreht die Partie binnen acht Minuten mit einem Doppelpack

Hannover und Frankfurt, hier Hiroki Sakai (l.) im Duell mit Constant Djakpa neutralisieren sich zunächst

Vor allem die Eintracht um Haris Seferovic (l.) tut sich im Spiel nach vorne schwer

Felix Klaus gelingt dann der Führungstreffer nachdem er herrlich von Hirsohi Kiyotake bedient wurde.

Die Hannoveraner bejubeln die bis dato verdiente Führung, doch dann dreht Frankfurt auf und dreht die Partie. Am Ende reicht es für die Niedersachsen nicht mehr zum Ausgleich

Hannover - Eintracht Frankfurt hat seine Sieglos-Serie in der Bundesliga dank eines Doppelpacks von Youngster Marc Stendera beendet. Die Mannschaft von Trainer Armin Veh gewann bei Hannover 96 mit 2:1 (0:0) und feierte den ersten Dreier nach einer Durststrecke von zuletzt fünf Spielen.

Der 19-jährige Stendera drehte mit seinen beiden Treffern (57. und 65.) innerhalb von acht Minuten die Partie, nachdem Felix Klaus die Gastgeber zunächst in Führung gebracht hatte (51.). Während die Hessen ihren Befreiungsschlag feierten, ist der Höhenflug von Hannover erst einmal gestoppt. Das Team von Trainer Michael Frontzeck verlor nach zuletzt drei Spielen ohne Niederlage erstmals wieder.

Frankfurt zunächst verunsichert

Den Frankfurtern war die Verunsicherung der letzten Wochen zunächst deutlich anzumerken. Zwar präsentierte sich die Eintracht mit dem neuen, defensiveren 4-2-3-1-System hinten nicht so anfällig wie bei der 1:5-Klatsche vor Wochenfrist gegen Borussia Mönchengladbach, doch vorne passierte in der ersten Halbzeit wenig bis gar nichts. Haris Seferovic hing als einziger Stürmer in der Luft, und auch Kapitän Alexander Meier konnte als hängende Spitze lange Zeit keine Akzente setzen.

Gepflegte Langeweile herrschte auch auf der Gegenseite. Weil Hannover im Vorwärtsgang ebenso wie die Eintracht jegliches Risiko scheute, blieben echte Torgelegenheiten im ersten Abschnitt aus. Klaus mit einem verunglückten Abschluss (18.) und Hiroshi Kiyotake per Freistoß (32.) sorgten mit ihren Halbchancen bei den 44.200 Zuschauern zumindest für leicht erhöhten Puls.

Kiyotake mit mustergültiger Vorarbeit

Völlig anderes Bild dann in Hälfte zwei: Beide Teams waren plötzlich deutlich aktiver, wobei die Gastgeber den besseren Start erwischten. Zunächst scheiterte Kiyotake noch mit einem Fernschuss (47.). Wenig später umkurvte der Japaner zwei Gegenspieler und legte mustergültig für Klaus auf, der im Fallen aus kurzer Distanz einnetzte.

Nach dem Gegentreffer drehte plötzlich die Eintracht auf - und Stendera innerhalb von acht Minuten die Partie. Erst ließ der U19-Europameister von 2014 Nationaltorwart Zieler mit einem trockenen Linksschuss von der Strafraumkante keine Chance, dann drosch er das Leder nach Kopfball-Vorlage von Stefan Aigner wuchtig aus kurzer Distanz in die Maschen.

96-Schlussoffenisve bleibt aus

In der Folge diktierte die Eintracht das Geschehen, Hannover schien vom plötzlichen Rückstand geschockt. Eine Schlussoffensive der Niedersachsen blieb aus.

Spieler des Spiels: Marc Stendera

Der 19-Jährige war das Sinnbild der Frankfurter Effektivität: Zwei Torschüsse hatte er, zweimal traf er. Der erste Doppelpack in seiner Bundesliga-Karriere: Vor allem das 1:1 war besonders sehenswert, als er zuvor noch seinen Gegenspieler Sane mit einem Haken ins Leere laufen ließ und danach trocken verwandelte. Auch sonst eine starke Vorstellung des Youngster.

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