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Bundesliga

03.02.2015 - 21:52 Uhr


De Bruyne rettet Wölfe-Punkt bei starken Frankfurtern

Nach der Gala gegen die Bayern tut sich der VfL Wolfsburg in Frankfurt schwer - Kevin De Bruyne (M.) sichert den Wölfen spät einen Zähler

Im ersten Durchgang bieten sich kaum Torchancen. Robin Knoche (l.) und seine Kollegen stehen ebenso sicher wie die Frankfurter Defensive auf der Gegenseite

In der 58. Minute jubelt die Eintracht. Einen Inui-Pass verarbeitet Stefan Aigner zur 1:0-Führung

Kurz vor Schluss gelingt De Bruyne noch der Ausgleich und rettet den Wölfen immerhin einen Punkt

Frankfurt - Nach der Galavorstellung gegen den FC Bayern am vergangenen Freitag ist der VfL Wolfsburg wieder auf dem Boden der Tatsachen angekommen. Einen Tag nach dem spektakulären Transfer des Weltmeisters mussten sich die über weite Strecken harmlosen Niedersachsen bei Eintracht Frankfurt mit einem 1:1 (0:0) zufrieden geben. Das Team von Trainer Dieter Hecking blieb damit aber immerhin im siebten Spiel in Folge ungeschlagen.

Kevin de Bruyne (88.) traf vor 34.400 Zuschauern erst spät für die Wölfe, die in der vergangenen Woche zum Rückrundenauftakt Bayern München mit 4:1 entzaubert hatten und nun weiter acht Zähler Rückstand auf den Rekordmeister haben. Stefan Aigner (58.) hatte die Gastgeber zuvor in Führung gebracht.

Wolfsburger Startelf unverändert

"Am Ende können wir gut damit leben, nach der ersten Halbzeit hätten wir mehr erreichen können. Man hat gesehen, dass man jedes Mal konzentriert sein muss, heute waren wir das nicht immer", sagte Manager Klaus Allofs bei Sky. Eintracht-Torschütze Aigner ergänzte: "Wir haben das Spiel über weite Strecken bestimmt, gegen Wolfsburg kann man aber nicht alles verhindern. Trotzdem ist das ärgerlich, wir können auf die Leistung aber aufbauen."

Wolfsburgs Trainer Dieter Hecking vertraute genau der Startformation, die gegen die Bayern so erfrischend aufgetrumpft und den Fußball-Fans in Deutschland noch einmal Hoffnung auf einen spannenden Zweikampf an der Bundesliga-Spitze gemacht hatte.

Auf der anderen Seite wurde die in dieser Saison so wackelige Frankfurter Defensive erstmals seit Anfang Oktober wieder vom genesenen Abwehrchef Carlos Zambrano geführt. Der Peruaner und seine Nebenleute blieben vom zweitbesten Angriff der Liga in den ersten 20 Minuten aber vollkommen ungeprüft, selbst der zuletzt überragende de Bruyne konnte das Spiel in der Anfangsphase noch nicht an sich reißen.

Vereinzelte Geistesblitze von De Bruyne

Als der Belgier in der Folge jedoch vermehrt seine Klasse aufblitzen ließ, wurde es gleich gefährlich. Mit klugen Pässen leitete er nach dem schwachen Beginn zwei Angriffe ein, die Bas Dost (21.) und Ivan Perisic (24.) aber nicht mit der Führung krönten. Die beste Tormöglichkeit der Frankfurter, die am Vormittag die Vertragsverlängerung mit Torhüter und Kapitän Kevin Trapp vermeldet hatten, ließ Top-Torjäger Alexander Meier (28.) aus spitzem Winkel ungenutzt.

Auch die Hereinnahme von Aaron Hunt zur Halbzeit belebte den Wolfsburger Angriff nur unwesentlich. Ein aussichtsreicher Konter in der 55. Minute über Hunt beispielsweise wurde ohne die letzte Konsequenz gespielt, mit der Aigner nach sehenswerter Inui-Vorlage drei Minuten später mit seinem Schuss ins lange Eck die Führung erzielte. Diese hätten Takashi Inui (61.) und Marco Russ (63.) beinahe noch ausgebaut. De Bruyne nutzte in der Schlussphase einen der wenigen überlegten Angriffe der Gäste zum Ausgleich.

Spieler des Spiels:

Makoto Hasebe

Die brandgefährliche Offensive um Kevin De Bruyne kam in Frankfurt kaum zur Entfaltung. Vor allem, weil Makoto Hasebe vor der Abwehr glänzend aufräumte und viele Lücken zulief. Der Japaner gewann 72 Prozent seiner direkten Duelle (Bestwert bei Frankfurt), war bei den Hessen am häufigsten am Ball (64 Mal) und war laufstärkster Spieler seiner Mannaschaft (12 Kilometer). Ein Topspiel von Hasebe, auch wenn er das späte 1:1 nicht verhindern konnte.

* Die verlinkten Spielberichte geben ausschließlich die Sichtweise der jeweiligen Vereins-Homepages wieder.

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