Spieltag & Spielplan

Bundesliga

01.11.2014 - 17:23 Uhr


Hamburg ringt Bayer im FreistoSSfestival nieder

Rafael van der Vaart erzielt für den Hamburger SV in der 26. Minute den 1:0-Siegtreffer. Vor dem Anpfiff steht ein prominenter Rückkehrer im Fokus

Hakan Calhanoglu (l., im Zweikampf mit Ex-Kollege Pierre-Michel Lasogga) kehrt an die Elbe zurück und wird nicht gerade herzlich empfangen. Die Partie beginnt sehr fahrig

Grund sind die vielen kleinen Fouls und die darausfolgenden Unterbrechungen. Heung-Min Son (o.) und Bayer 04 kommen mit der harten Gangart nicht zurecht

Dann führt ein Standard zum ersten und einzigen Treffer des Tages. Van der Vaart verwandelt seinen insgesamt 13. von 15 Elfmetern zum 1:0

Der Jubel beim HSV-Kapitän ist riesig, so darf sich der Niederländer gleichzeitig über seinen ersten Saisontreffer freuen

Die Gemüter erhitzen sich minütlich, kurz vor dem Halbzeitpfiff eskaliert es. Schiedsrichter Meyer muss nach 90 Minuten insgesamt neun Mal die Gelbe Karte zücken - Saisonrekord!

In der 2. Halbzeit verteidigen die Hamburger leidenschaftlich. John Djourou (l, gegen Stefan Kießling) gewinngt starte 82 Prozent seiner direkten Duelle

Kurz vor Schluss gelingt Bayer fast noch der Ausgleich. Karim Bellarabi tankt sich durch, trifft aber nur den Pfosten. Es bleibt beim 1:0

Hamburg - Der Hamburger SV hat dem unwillkommenen Rückkehrer Hakan Calhanoglu eine Abfuhr erteilt und in einem enorm hitzigen Duell seine schwarze Heimserie beendet. Die Mannschaft von Coach Joe Zinnbauer schlug Bayer Leverkusen am 10. Spieltag der Fußball-Bundesliga mit 1:0 (1:0) und machte mit dem ersten Erfolg vor eigenem Publikum seit 211 Tagen (damals 2:1 gegen Leverkusen) einen Schritt aus dem Tabellenkeller. Die Werkself droht dagegen nach der zweiten Saisonniederlage den Anschluss an die Topteams zu verlieren.

HSV-Kapitän Rafael van der Vaart erzielte per Foulelfmeter die Führung der Hausherren (26.) vor 52.990 Zuschauern. Der niederländische Nationalspieler ließ Elfmetertöter Bernd Leno keine Abwehrchance, nachdem der Keeper in Zusammenarbeit mit Innenverteidiger Ömer Toprak den anstürmenden Marcell Jansen im Strafraum abgeräumt hatte.

Calhanoglu-Rückkehr steht im Fokus

Von Beginn an richteten sich alle Augen auf Calhanoglu, der sich im Sommer im Unfrieden aus Hamburg verabschiedet hatte. Nach dem erwartet feindseligen Empfang durch die HSV-Fans gehörte dem Regisseur der Gäste auch sofort die erste Aktion. Der Fernschuss nach nicht einmal zehn Sekunden war jedoch leichte Beute für Keeper Jaroslav Drobny.

Drei Tage nach der 1:3-Pokalpleite gegen Bayern München starteten die offensiv ausgerichteten Hanseaten enorm giftig. Zinnbauer hatte kräftig rotiert und dabei offenbar eine gute Mischung gefunden. Die Angriffsversuche des HSV prallten jedoch zunächst an der stabilen Bayer-Defensive ab.

Umkämpft und hitzig

Als die Leverkusener gerade um mehr Spielkontrolle bemüht waren, holte Jansen den Elfmeter heraus. Nun waren die bislang kaum gefährlichen Gäste gefordert, nun war Calhanoglu gefragt. Doch der Türke hatte es nicht leicht und musste kräftig einstecken. In der 36. Minute sah van der Vaart die Gelbe Karte für eine resolute Grätsche in die Beine seines früheren Mitspielers.

Beide Teams schenkten sich in der Folge nicht einen Meter, etliche Rudelbildungen und sieben Gelbe Karten im ersten Durchgang waren die Konsequenz. Auch Zinnbauer und sein Gegenüber Schmidt lieferten sich vor dem Gang in die Kabine einen verbalen Schlagabtausch.

Nach dem Wechsel hatten sich die Gemüter ein wenig beruhigt und Leverkusen forcierte seine Angriffsbemühungen. Angetrieben vom emsigen Nationalspieler Karim Bellarabi, der Sekunden vor dem Abpfiff noch den Innenpfosten traf, tauchten die Rheinländer nun häufiger vor Drobny auf, ohne sich jedoch zunächst hochkarätige Chancen zu erspielen. Stattdessen hatte der HSV die Gelegenheit zu erhöhen. Doch Heiko Westermann verpasste per Kopf (60.).

Leverkusen brauchte nach dem glücklichen Pokal-Sieg in Magdeburg am Mittwoch (5.4. i.E.) erneut eine Energieleistung, tat sich jedoch bis in die Schlussphase schwer gegen verbissen kämpfende Hanseaten.

SID

Liveticker mit Aufstellungen und Statistiken

Spieler des Spiels:

Johan Djourou

Der HSV-Innenverteidger ließ hinten nichts anbrennen, er gewann überragende 82 Prozent seiner direkte Duelle und war damit zweikampfstärkster Spieler auf dem Platz.

* Die verlinkten Spielberichte geben ausschließlich die Sichtweise der jeweiligen Vereins-Homepages wieder

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