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33. Spieltag

03.05.2014 | 15:30 Uhr

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  • VfB Stuttgart
  • 1 : 2
    0 : 1
  • VfL Wolfsburg

04.05.2014 - 12:25 Uhr


Wölfe gieren nach der Champions League

Das Wolfsrudel will in die Champions League. Mit dem 2:1-Sieg über Stuttgart hat der VfL Wolfsburg noch alle Chancen

Wieder einmal Matchwinner: Ivica Olic (M.). Der 34-jährige Kroate sorgte mit seinem Last-Minute-Treffer für großen Jubel

Kevin De Bruyne (l.) erzielte mit einem Geschoss das 1:0. Mit mehr Effizienz könnten er und Dieter Hecking mit Wolfsburg es nächste Saison ganz nach oben schaffen

Stuttgart - Gab es vor der Partie in Stuttgart wirklich noch irgendwelche Zweifel an den Qualitäten des VfL Wolfsburg, dann reicht im Prinzip die Analyse der ersten Hälfte, um diese auszuräumen. Bärenstark haben die Niedersachsen beim 2:1-Erfolg im Schwabenland aufgespielt: Technisch stark, mit perfekten Laufwegen und in der Folge mit einer absoluten Dominanz auf dem Platz.

"So stark wie wir in den ersten 35 Minuten aufgetreten sind, war dies selten in dieser Saison der Fall - mit einer unglaublich starken Dominanz, mit einem guten Passspiel", zeigte sich Trainer Dieter Hecking bei der Pressekonferenz dann auch mehr als zufrieden. Eine Einschränkung gab es dann doch noch. "Wir hätten den Sack früher zumachen müssen. In der zweiten Hälfte kriegen wir den Ausgleich und man hat dann gesehen, was uns noch fehlt."

Allofs: "Müssen konsequenter werden"

In der Tat hätten die Wolfsburger, übrigens ähnlich wie schon letzte Woche gegen den SC Freiburg, beinahe noch einen sicher geglaubten und absolut verdienten Sieg verspielt. Wie aus dem Nichts fiel der Ausgleichstreffer nach einer tollen Einzelleistung des Stuttgarter Christian Gentners. So brauchte es schon den "Last-Minute-Treffers" des Dauerbrenners Ivica Olic.

Um die Problematik im Spiel seiner Mannschaft weiß natürlich auch der Chef. Als sich Klaus Allofs nach dem Spiel in den Katakomben der Stuttgarter Arena den Fragen der Journalisten stellt, ist er zwar gut gelaunt, aber dennoch klar in der Fehlerdiagnose. "Unser Problem ist, dass wir zu oft unseren Rhythmus reduzieren und runterfahren", sagte Allofs. "Dann haben wir zu wenig Anspielpartner und laufen zu wenig. Das passiert uns noch zu oft. Auch müssen wir noch konsequenter werden, dann wäre die Partie in Stuttgart früher entschieden gewesen." (Alle Ergebnisse des VfL)

Stevens beeindruckt von den Wölfen

Lob bekamen die Wolfsburger allerdings sogar vom Gegner. "Da wird man schon neidisch, wenn man sieht, wie die Wolfsburger spielen können", meinte Stuttgarts Trainer Huub Stevens. "Da ist meine Mannschaft derzeit noch weit davon entfernt." Nun allerdings wird es für die Hecking-Truppe Zeit für den großen Sprung in die Champions League. Ob der allerdings noch in dieser Saison gelingt, scheint mehr als fraglich. Auf Platz 5 liegt man derzeit, so müsste man am letzten Spieltag schon noch den Konkurrenten aus Leverkusen überholen, um auf den wichtigen Rang 4 vorzurücken. (Zieht Wolfsburg noch auf Platz 4?)

Das allerdings scheint beinahe ausgeschlossen. Kaum vorstellbar, dass die wiedererstarkten Leverkusener zuhause gegen Werder Bremen den benötigten Dreier nicht einfahren. Auch wenn der frühere Bremen-Manager Allofs am Samstagabend die Hoffnung noch nicht ganz aufgegeben hatte.

"Für mich ist Werder in Leverkusen klarer Favorit", sagte er da mit einem Augenzwinkern. Eine Begründung hatte er natürlich auch parat: "In Bremen wurden vor einigen Jahren schließlich gute Spieler eingekauft." Spaß hin, Witz her: Die Wolfsburger haben beim Saisonfinale selbst eine schwere Aufgabe vor der Brust: Gegen den direkten Europa-Rivalen aus Gladbach muss erst gewonnen werden.

De Bruyne: "Leverkusen hat mehr Druck"

Die Spieler jedenfalls glauben noch an das kleine Wunder. Der zum erneuten Male bärenstarke Außenverteidiger Ricardo Rodriguez meinte nach der Partie: "Natürlich wollen wir am kommenden Samstag alles dafür tun, dass wir gewinnen. Und dann hoffen wir, dass Leverkusen einen Fehler macht." Sein Kollege Kevin De Bruyne, dem in Stuttgart ein traumhafter Treffer gelang, ergänzte: "Eigentlich sind wir im letzten Spiel in einer guten Position, denn mit einem Sieg können wir sogar noch die Champions-League-Qualifikation schaffen. Das ist doch komfortabel für uns, Leverkusen steht da mehr unter Druck." Und auch Hecking glaubt, dass noch "alles möglich" sei.

Fakt ist: Egal, wie die Wolfsburger diese Saison beenden, in der kommenden Spielzeit wird mit ihnen ganz weit oben zu rechnen sein. Das System von Hecking greift zusehends besser, die individuellen Qualitäten sind sowieso vorhanden. Arbeiten die Niedersachsen nun noch an ihrer Konsequenz und Effizienz, so scheint in naher Zukunft vieles möglich.

Aus Stuttgart berichtet Jens Fischer

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