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33. Spieltag

03.05.2014 | 15:30 Uhr

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  • Eintracht Frankfurt
  • 0 : 2
    0 : 2
  • Bayer 04 Leverkusen

04.05.2014 - 12:05 Uhr


Frankfurt sagt danke

In Frankfurt geriet das Spiel ob des Abschieds von Trainer Armin Veh (r., mit Co-Trainer Reiner Geyer) zur Nebensache

Marco Russ (M.) ärgerte sich dennoch über eine unmotivierte Leistung der Eintracht gegen Bayer Leverkusen

Veh wurde vor und nach dem Spiel von den Fans gefeiert. "Diese Emotionen werde ich immer in Erinnerung behalten", sagte Veh

Frankfurt/Main - Für die emotionalen Höhepunkte war an diesem Samstag in Frankfurt nicht die Mannschaft der Eintracht verantwortlich. Sie fanden vor und nach dem Spiel statt: Bei der Verabschiedung von Trainer Armin Veh. Die 0:2-Niederlage gegen Bayer Leverkusen geriet zur Nebensache.

Standing Ovations, Sprechchöre und ein Poster im Stadionmagazin. Selten wird ein Trainer mit solchen Ehrbekundungen verabschiedet. Bei Armin Veh war dies am Samstag der Fall. Er wurde von den Fans gefeiert und von allen Seiten gewürdigt. "Diese Emotionen werde ich immer in Erinnerung behalten. Das kann niemand bezahlen. Für mich ist das hier etwas ganz Besonderes", fasste der mit den Tränen kämpfende Armin Veh seine Gefühlslage zusammen.

Heribert Bruchhagen, Vorstandsvorsitzender der Eintracht, hatte zuvor die tolle Arbeit und den alles überstrahlenden Charakter des Trainers gelobt und stellvertretend für die Spieler erklärte Marco Russ: "Wir hatten eine tolle Zeit mit dem Trainer. Für uns alle ist das eine sehr emotionale Situation. Wir sind seine Mannschaft."

Veh: "Die Fans sind außergewöhnlich."

In den letzten Tagen hatte Veh schon eine positive Bilanz seiner drei Jahre in Frankfurt gezogen und die Besonderheit dieser Trainerstation angesprochen. Den Frankfurter Anhängern machte Veh auch am Samstag wieder Komplimente: "Die Fans hier in Frankfurt sind außergewöhnlich und haben heute noch mal alles getoppt. Ich kann mich nur für die Wahnsinns-Unterstützung in den drei Jahren bedanken."

Die besondere Bindung des scheidenden Trainers zu Frankfurt wurde nach dem Spiel deutlich: Auf der Pressekonferenz saß Veh mit einer Adler-Feder des Maskottchens Attila in der Hand und bekam im Anschluss von Fanvertretern zum Dank seiner Tätigkeit eine Statue überreicht, die von mehreren Fanclubs gestaltet wurde. Das hat es in Frankfurt noch nie gegeben.

Russ bedauert Niederlage gegen Bayer

Im Gegensatz zu der Leistung der Fans war Armin Veh mit dem Auftritt seiner Mannschaft an diesem Tag überhaupt nicht zufrieden: "Wir waren heute nicht bundesligatauglich. Der Ball war mehr unser Feind als unser Freund", so Veh, "manchmal ist es gut, wenn man keinen Druck hat. Meiner Mannschaft hat das nicht geholfen." Die Eintracht agierte hilflos und war während des Spiels kaum gefährlich.

"Es ist schade, dass wir kein besseres Spiel bieten konnten. Wir wollten auch für unseren Trainer gewinnen", so Abwehrspieler Russ. Den Willen zu einer guten Leistung bekräftigte Kapitän Pirmin Schwegler, der noch nicht ganz fit nur eingewechselt werden konnte: "Wir wollten uns gut präsentieren, aber das haben wir nicht geschafft. Das ist sehr ärgerlich, weil wir das auch schon in den letzten Jahren nicht hinbekommen haben."

Veh: "Konnten die Ausfälle nicht auffangen"

Neben dem nur bedingt einsatzbereiten Schwegler fehlten den Frankfurtern Spieler wie Johannes Flum, Tranquillo Barnetta oder Alexander Madlung. Sie alle zeigten in den letzten Wochen starke Leistungen und waren Stützen der Mannschaft. "Diese Ausfälle können wir nicht auffangen", erklärte Veh. Dafür brachte er mit Marc-Oliver Kempf in der Innenverteidigung und Marc Stendera im linken offensiven Mittelfeld zwei junge Spieler, die die Erwartungen aber nicht erfüllen konnten. "Bei ihnen hat man gesehen, dass es ein großer Schritt in die Bundesliga ist. Aber das ist nicht schlimm, sie dürfen noch Fehler machen", sagte Veh verständnisvoll.

Das letzte Saisonspiel führt die Eintracht in die Heimatstadt von Armin Veh. Gegen den FC Augsburg soll es dann ein erfolgreicheres Spiel der Adlerträger geben. Emotionaler als in Frankfurt kann es aber nicht werden.

Aus Frankfurt berichtet Alexander Dionisius

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