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31. Spieltag

19.04.2014 | 15:30 Uhr

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  • Borussia Dortmund
  • 4 : 2
    2 : 1
  • 1. FSV Mainz 05

19.04.2014 - 21:04 Uhr


Sahin: "Wir haben unsere Ziele noch nicht erreicht"

Die Dortmunder Sechs, bestehend aus Nuri Sahin (M.) und Oliver Kirch (r.) funktionierte gegen Mainz meist tadellos

Nur vor dem Mainzer 2:2 leistete sich Sahin einen Fehlpass auf den Torschützen Shinji Okazaki (r.)

"Sein Beispiel zeigt auch, dass wir jeden Einzelnen brauchen", sagt Sahin über Kirch (l., gegen Okazaki)

Dortmund - Als Jürgen Klopp auf dem Weg zur Pressekonferenz an Nuri Sahin vorbeikam, gab es noch eine kräftige Umarmung und aufmunterndes Schulterklopfen für den Dortmunder Mittelfeldstrategen. Der hatte zuvor beim 4:2-Sieg des BVB über Mainz 05 die Höhen und Tiefen eines Fußballers gleichermaßen ausgekostet. Eine Torvorlage und ein katastrophaler Rückpass vor dem Mainzer Ausgleich waren Sahin "geglückt".

Mit der Qualifikation für die Champions League in der Tasche konnte Sahin darüber nach dem Spiel schon wieder lachen. Im Interview verrät der 25-Jährige, warum sich der BVB mit dem Erreichen des ersten Saisonzieles noch nicht zufrieden gibt und spricht über seinen Nebenmann Oliver Kirch.

Frage: Herr Sahin, Glückwunsch - die Qualifikation für die Champions League ist für den BVB nach dem Sieg gegen Mainz perfekt!

Nuri Sahin: Danke! Es war wichtig, dass wir uns wieder für die Champions League qualifizieren. Und es ist schön, dass uns dies schon drei Spieltage vor dem Saisonende gelungen ist. Jetzt kann man auch die nächsten Schritte angreifen. Wir wollen Platz 2 in der Liga natürlich bis zum Ende halten und verteidigen. Und wir wollen Pokalsieger werden! Das sind die letzten Ziele, die wir jetzt noch haben.

Frage: Der BVB spielt zurzeit groß auf. Lässt sich diese Form bis zum Pokalfinale konservieren?

Sahin: Im Fußball kannst du nicht immer Gas geben. Wir hatten auch eine Phase, in der es bei uns wirklich Scheiße lief. Aber jetzt haben wir eine Phase, in der es richtig gut läuft und richtig Spaß macht. Wir laufen ohne Ende, geben Gas, machen Tore. Es macht zurzeit einfach total Spaß. Fußball kann schon sehr schön sein!

Frage: Sie hatten gegen Mainz gleich zwei ganz auffällige Szenen - eine Balleroberung samt perfektem Pass zur 2:1-Führung und dann ein dicker Fehlpass, der Mainz zwischenzeitlich das 2:2 beschert hat.

Sahin: (lacht) Zwei Vorlagen in einem Spiel - klingt eigentlich nicht so schlecht. So etwas ist schon tausend Mal passiert und ich habe so etwas auch schon tausend Mal im Fernsehen gesehen. Jetzt musste ich es am eigenen Leib erfahren. Zweifellos eine Erfahrung, auf die man auch verzichten kann. Aber es gehört zum Fußball dazu, auch wenn mir das nicht passieren darf. Ich habe Okazaki in der Szene wirklich komplett übersehen.

Frage: Kann man eine solche Situation schnell abschütteln? Was ist in diesem Moment in Ihnen vorgegangen?

Sahin: Ich habe kurz überlegt, was ich machen soll. Im Erdboden versinken oder weiterspielen? Ich habe auf die Uhr geguckt und gedacht: Mist, noch 35 Minuten. Da war klar, dass ich einfach umschalten muss. Ich habe mir vorgenommen, weiterzuspielen, die Linie zu halten, die einfachen Dinge wieder richtig zu machen und so wieder ins Spiel zu kommen. Dafür habe ich inzwischen eine gewisse Erfahrung und ich denke, dass ist mir auch ganz gut gelungen. (lacht) Auch wenn ich wahrscheinlich trotzdem schlechte Noten bekommen werde.

Frage: Sie haben dieses Mal an der Seite von Oliver Kirch gespielt. Was sagen Sie zu seiner Leistung in den letzten Wochen? Er erlebt ja quasi seinen zweiten Frühling.

Sahin: Für Spieler wie Olli, die zuvor lange nicht gespielt haben, ist es nicht einfach. Aber er hat immer hart gearbeitet, ist immer ruhig geblieben. Ich habe es am Dienstag im Pokalspiel gegen Wolfsburg ja selbst erleben müssen - es ist einfach nicht schön, wenn man nicht spielen darf. Umso mehr freut es mich jetzt für Olli, zumal wir auch außerhalb des Platzes befreundet sind. Er nimmt eine tolle Entwicklung. Und sein Beispiel zeigt auch, dass wir jeden Einzelnen brauchen.

Aus Dortmund berichtet Dietmar Nolte

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