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29. Spieltag

06.04.2014 | 15:30 Uhr

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  • Eintracht Braunschweig
  • 3 : 0
    2 : 0
  • Hannover 96

07.04.2014 - 09:04 Uhr


Zu wenig Leidenschaft - 96 schlittert in die Krise

Hannover 96 zeigte im Derby zu wenig Leidenschaft. Die Konsequenz: Jan Schlaudraff (l.) und Co. kassierten eine 0:3-Pleite gegen Eintracht Braunschweig (© imago)

Trainer Tayfun Korkut (l.) analysierte: "Es fehlt die Überzeugung" (© imago)

Es war der negative Höhepunkt eines schwachen Hannoveraners Aufritt: Die Rote Karte für Verteidiger Andre Hoffmann (2.v.l.)

Braunschweig - Das Thema Abstiegskampf hatte Hannover 96 nach dem guten Rückrundenstart schon ad acta gelegt. Doch ausgerechnet nach dem desaströsen 0:3 im Derby in Braunschweig ist 96 wieder mittendrin im Schlamassel. Die Mannschaft von Trainer Tayfun Korkut fand zu keiner Zeit ins Spiel und hatte der Leidenschaft und Aggressivität der Braunschweiger nichts entgegen zu setzen. Negativer Höhepunkt war die Rote Karte für Innenverteidiger Andre Hoffmann.

Es wird wieder eng für 96. Das sieht auch Kapitän Lars Stindl so. "Wir wollten heute unbedingt gewinnen, um uns mit den Fans zu versöhnen und nicht in den Abstiegskampf zu rutschen. Das ist uns nicht gelungen", sagte er. "Die Enttäuschung in der Mannschaft ist sehr groß. Wir haben zu wenig Durchschlagskraft und machen zu viele leichte Fehler. Nur wir sind verantwortlich für die jetzige Situation." Hannover verlor erstmals seit über vier Jahren wieder vier Bundesliga-Spiele in Folge - die Roten liegen nur noch zwei bzw. drei Punkte vor den Plätzen 16 und 17. In dieser Saison waren es schon bis zu acht bzw. neun Zähler Vorsprung.

Dufner: "In der Unruhe Ruhe bewahren"

Nur zu Beginn der Partie zeigten die Hannoveraner die nötige Einstellung. Doch nach den beiden Gegentoren innerhalb von nur acht Minuten war alles, was sich die 96er vorgenommen hatten, wie weggeblasen. "Es ist wichtig, dass wir in der ganzen Unruhe Ruhe bewahren", sagte Sportdirektor Dirk Dufner. Der Tabellenletzte aus Braunschweig zeigte dem Rivalen aus der Landeshauptstadt wie Abstiegskampf geht. Leidenschaftslos schlitterte 96 ins Verderben. "Es fehlt die Überzeugung, aber die Mannschaft wollte. Unsere Einstellung war nicht das Problem", beteuerte Korkut.

Nach nur einem Sieg aus zehn Spielen ist 96 ist nun wieder im Abstiegskampf angekommen. "So dicht dran an den gefährdeten Plätzen wie jetzt waren wir diese Saison noch nicht", ist sich Korkut der prekären Situation bewusst, "wir müssen uns nun darauf konzentrieren, die Mannschaft wieder aufzubauen und auf das nächste Spiel vorzubereiten." Auch die Auswärtsbilanz macht derzeit wenig Hoffnung auf Besserung. 96 verlor zwölf der letzten 15 Auftritte in fremden Stadien. "Uns fehlt die breite Brust. Ich kann die Enttäuschung der Fans zu 100 Prozent verstehen. Das Spiel hatte für die Region eine große Bedeutung", sagte Torwart Ron-Robert Zieler. "Die Derbyniederlage tut uns und den Fans natürlich weh und alles, was in den nächsten Wochen passiert, müssen wir annehmen."

Wiedersehen mit Ex-Trainer Mirko Slomka

Unrühmlicher Höhepunkt für die Roten war der Platzverweis für Andre Hoffmann. Der Innenverteidiger senste völlig übermotiviert von hinten Mirco Boland um (62. Minute) und wird vorerst fehlen. "Wir wollten in der zweiten Halbzeit mit einem Anschlusstreffer rankommen, ein 0:2 heißt nicht, dass es durch ist. Nach der Roten Karte war es dann schwer, aber wir haben mit zehn Spielern nochmal alles versucht, konnten die eineinhalb Chancen aber nicht nutzen. Die Situation ist nicht zufriedenstellend", erklärte ein zerknirschter Coach Korkut. Szabolcs Huszti, der noch die beste Chance für 96 mit einem Pfostenschuss hatte, vergrößert Hannovers personelle Probleme. Der Ungar sah seine zehnte Gelbe Karte und fällt im wichtigen Heimspiel gegen den Hamburger SV aus.

Am kommenden Samstagnachmittag kommt es dann zum großen Wiedersehen der Hannoveraner mit ihrem Ex-Trainer Mirko Slomka. "Wir müssen in den nächsten Spielen unbedingt noch eine Schippe drauflegen, die Köpfe frei bekommen und die Punkte holen, um dann eben auch die Klasse halten zu können", zeigte sich Stindl, der bei seinem Team immerhin die meisten Ballkontakte (94) aufweisen konnte, kämpferisch.

Aus Braunschweig berichtet Alexander Barklage

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