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29. Spieltag

04.04.2014 | 20:30 Uhr

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  • Hamburger SV
  • 2 : 1
    1 : 0
  • Bayer 04 Leverkusen

06.04.2014 - 15:04 Uhr


Vulkanausbruch in Hamburg

Heiko Westermann (2.v.l.) wird nach dem Siegtor gegen Leverkusen von seinen Kollegen schier erdrückt (© imago)

Hakan Calhanoglu hatte bereits in der Anfangsphase den Führungstreffer erzielt

Der HSV liegt derzeit auf dem Relegationsplatz und muss am kommenden Spieltag nach Hannover

Hamburg - Die Reaktionen auf das Volleygeschoss von Heiko Westermann kamen der Kraft eines Vulkanausbruchs gleich. Spieler und Verantwortliche des Hamburger SV schrien am Freitagabend gegen 22:10 Uhr in der Imtech Arena ihre Freude genauso in den Hamburger Nachthimmel wie der Großteil der 50.000 Zuschauer. Der Treffer zum 2:1 gegen Bayer Leverkusen hatte auch mit Spielschluss bestand und sorgte bei den vom Abstieg bedrohten "Rothosen“ für große Erleichterung.

"Niemals, zweite  Liga, niemals, niemals“, skandierten nach dem Abpfiff von Schiedsrichter Björn Dankert die Fans der Hausherren zusammen mit ihren Helden auf dem Rasen. Ein schneller Blick auf die Tabelle reichte aber, um zu erkennen, dass es bis zum Klassenerhalt für die Hamburger Kicker noch ein weiter Weg ist.

"Das war ein Big Point für uns"

Dennoch war der Sieg gegen Leverkusen ein wichtiger Schritt für den HSV. "Das war schon ein Big Point für uns, denn sonst wäre der Abstand zum rettenden Ufer vielleicht zu groß geworden", erklärte Westermann (zum Interview). Von einem Befreiungsschlag wollten die Hamburger auch nicht unbedingt sprechen, denn "das haben wir ja schon häufig gedacht", meinte Kapitän Rafael van der Vaart. Aber, so der Niederländer weiter: "Wir haben mal wieder gezeigt, dass wir uns in einer schwierigen Situation gegen eine gute Mannschaft wehren können.“

Tatsächlich zeigten die Hanseaten gegen Bayer eine couragierte Leistung. Auch nach dem 1:1 mit der anschließenden Drangphase der Gäste gaben sich die Hamburger nicht auf. Im Gegenteil. Mutig spielten Hakan Calhanoglu, der die Führung besorgte, van der Vaart und Co. auf den Sieg. Und wurden am Ende dafür belohnt. Trainer Mirko Slomka, der sein Team während der 90 Minuten fast permanent an der Außenlinie dirigierte, fand nach diesem Dreier Lob für seine Spieler und vor allem auch für die Fans: "Die Stadt und die Mannschaft lebt und der Sieg ist der Beweis."

Imtech Arena wieder eine Festung

Mit drei Erfolgen und zwei Remis aus den fünf Heimspielen seit seinem Amtsantritt hat Slomka den HSV in der Imtech Arena wieder zu einem schier unbezwingbaren Gegner gemacht. Das Problem: Den gewonnenen elf Punkten in Hamburg stehen deren Null auf fremden Rasen gegenüber. Rechnet man die Auftritte Slomkas bei seinem Ex-Club Hannover dazu, hat der 46-Jährige die vergangenen elf Auswärtsspiele in Serie verloren. Und ausgerechnet jetzt muss Slomka am 30. Spieltag mit dem HSV in Hannover antreten.

Dabei könnte es sich natürlich von Vorteil erweisen, dass Slomka die gegnerischen Spieler noch aus dem Effeff kennt. Westermann will sich darauf aber nicht verlassen. "Das zu sagen, davon bin ich weit entfernt. Das Spiel gegen Leverkusen hat jedoch deutlich gezeigt, dass unser Weg in die richtige Richtung geht. Fakt ist aber auch, dass wir jetzt auch mal auswärts punkten müssen", sagte der Routinier.

Medizinische Abteilung ist gefragt

Für die Aufgabe in Hannover plagen Slomka aber Verletzungssorgen. Milan Badelj musste gegen Leverkusen schon in der ersten Halbzeit mit Oberschenkelproblemen ausgewechselt werden. Es besteht der Verdacht auf einen Muskelfaserriss. Mit einer Blessur am Oberschenkel mussten auch Rafael van der Vaart und Jacques Zoua den Platz verlassen. "Jetzt wird unsere gute medizinische Abteilung ganze Arbeit leisten müssen, damit wir die Jungs schnell wieder fit bekommen. Wobei ich bei Milan Badelj Bedenken habe, dass er uns nächstes Wochenende zur Verfügung steht", meinte Slomka.

Für Westermann sind die Fragen nach dem Personal jedoch nicht so entscheidend. Wichtig sei die Einstellung. "Wir haben in dieser Saison schon so viele Rückschläge einstecken müssen. Aber wir haben gezeigt: Wir leben noch!"

Aus Hamburg berichtet Michael Reis

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