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28. Spieltag

30.03.2014 | 17:30 Uhr

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  • Hannover 96
  • 1 : 2
    1 : 0
  • SV Werder Bremen

31.03.2014 - 13:01 Uhr


Wolf: "Dürfen uns nicht zu sicher sein"

Raphael Wolf (r.) hielt einen Schuss von Leon Andreasen (2.v.l.) mit dem Kehlkopf. Bremen siegte 2:1 bei Hannover 96 (© imago)

Dank des Sieges dürfen die Bremer um Wolf und Kapitän Clemens Fritz (l.) aufatmen. Sie haben acht Punkte Vorsprung auf einen Abstiegsplatz

Dies gelang laut Wolf wegen der Ruhe im Verein und im gesamten Umfeld

Hannover - "Das Gegentor schien vermeidbar. Der Ball darf da nicht reingehen", beschrieb Robin Dutt das 0:1 durch einen Freistoß von Szabolcs Huszti vom rechten Strafraumeck. "Ich konnte nicht sehen, was da genau los war. Vielleicht ist der Ball durch die Mauer gegangen."

Raphael Wolf erklärt im Gespräch mit bundesliga.de, wie es zu dem Treffer für Hannover kurz vor der Pause kam und wie die Stimmung anschließend in der Kabine war. Außerdem spricht er über die entscheidenden Faktoren im erfolgreichen Abstiegskampf der Werderaner.

Wolf: "Wir haben es gut weggesteckt"

Denn nach dem enorm wichtigen Dreier dank des 2:1-Erfolgs bei den zuvor punktgleichen Hannoveranern, geht Werders Schlussman davon aus, dass der Klassenerhalt geschafft ist, auch wenn "wir uns natürlich nicht zu sicher sein dürfen".

bundesliga.de: Herr Wolf, herzlichen Glückwunsch zum Sieg. Wie beurteilen Sie die Partie?

Raphael Wolf: Der Sieg war verdient, auch wenn man natürlich zugeben muss, dass ein Treffer in der Nachspielzeit auch ein wenig glücklich ist. Wir haben klar besser gespielt als die letzten Wochen (jeweils 1:3 in Freiburg und gegen Wolfsburg, nur 1;1 gegen den VfB Stuttgart; die Red.). Wir haben gerade in der ersten Halbzeit ein sehr gutes Spiel gemacht, aber leider unsere Chancen nicht genutzt.

bundesliga.de: Um so bitterer das 0:1 kurz vor der Pause. Wie war die Stimmung in der Kabine?

Wolf: Das war natürlich bitter. Wir hätten ja schon 2:0 führen können. Aber wir haben es gut weggesteckt. Der Trainer hat gesagt, er war mit dem Spiel sehr zufrieden. Wir sollen einfach so weiterspielen. Und ich glaube, man hat gesehen, dass wir hier unbedingt punkten wollten.

bundesliga.de: Der Ball zum 0:1 sah haltbar aus. Haben Sie ihn zu spät gesehen?

Wolf: Der Ball ging durch die Mauer. Das darf nicht sein. Dafür steht sie ja da.

bundesliga.de: Also kein Torwartfehler?

Wolf: Nein.

bundesliga.de: Wie wichtig war der Dreier?

Wolf: Natürlich enorm wichtig. Man muss ja nur mal auf unser Restprogramm schauen. Wir spielen nur noch gegen Mannschaften, die über uns stehen, darunter die Champions-League Anwärter Schalke und Leverkusen - und auch noch die Bayern.

bundesliga.de: Werder hat jetzt 32 Punkte. Acht Punkte Vorsprung auf Relegationsplatz 16. War das heute der Klassenerhalt?

Wolf: Ich würde sagen, ja. Aber natürlich dürfen wir uns jetzt nicht zu sicher sein. Aber wir sind ja nicht nicht mit dem Plan in die Saison gegangen, 32 Punkte zu holen und hören jetzt auf, Fußball zu spielen. Ich bin sicher, dass wir noch einige Punkte machen.

bundesliga.de: Nimmt das beruhigende Punktepolster auch ein wenig den Druck?

Wolf: Mit Sicherheit. Es ist natürlich ein besseres Gefühl, wenn man ohne den Druck ins Spiel gehen kann, unbedingt gewinnen zu müssen.

bundesliga.de: Einen Schuss von Leon Andreasen haben Sie direkt ins Gesicht bekommen. Sie wirkten kurz wie benommen. Wie geht es Ihrem Kopf?

Wolf: Dem Kopf gut, aber der Ball hat den Kehlkopf getroffen. Da bleibt einem für einen Moment die Luft weg. Aber im Endeffekt war wichtig, dass der Ball nicht reingegangen ist. (lacht)

bundesliga.de: Bestand die Gefahr, dass Sie ausgewechselt werden müssen.

Wolf: Nein. So schlimm war es glücklicherweise nicht.

bundesliga.de: Was war entscheidend für den wohl erfolgreich bestandenen Abstiegskampf von Werder?

Wolf: Ganz wichtig war die Ruhe im Verein und im gesamten Umfeld. Von der Geschäftsstelle über die Mitarbeiter bis zu uns Spielern. Wir haben immer alle an einem Strang gezogen, sind nie nervös geworden. Und dann natürlich die Fans, die uns immer unterstützt haben, auch wenn es mal nicht so lief.

Aus Hannover berichtet Jürgen Blöhs

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