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27. Spieltag

25.03.2014 | 20:00 Uhr

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  • Eintracht Braunschweig
  • 3 : 1
    2 : 1
  • 1. FSV Mainz 05

26.03.2014 - 11:54 Uhr


Braunschweig "lebt noch" - dank Knipser Kumbela

Mann des Tages: Im Kampf um den Klassenerhalt hat Doppeltorschütze Domi Kumbela Eintracht Braunschweig drei wichtige Punkte gesichert (© Imago)

Beim 3:1 über den 1. FSV Mainz 05 war der Kongolese nicht nur per Kopf, sondern auch mit einem spektakulären Fallrückzieher erfolgreich

Der dritte Treffer ging auf das Konto seines Sturmpartners Havard Nielsen (v.)

Braunschweig - Domi Kumbela hatte seine Baseball-Kappe tief ins Gesicht gezogen und machte ein grimmiges Gesicht. Der Mann, der Eintracht Braunschweig im Abstiegskampf mit seiner Gala-Vorstellung neue Hoffnung eingehaucht hatte, wollte partout nicht reden. 

Mit seinem Doppelpack beim 3:1 (2:1) über den 1. FSV Mainz 05 inklusive eines Fallrückziehers der Marke "Tor des Jahres" war er zum Matchwinner avanciert (Spielbericht), blieb danach aber stumm. Das Reden übernahmen andere für den Helden des Tages.

"Wahnsinns-Treffer" von Kumbela

"Er hat seinen Job sensationell gemacht", sagte Trainer Torsten Lieberknecht über seinen Angreifer: "Domi ist vorausgegangen und hat das Team gepusht. Das zeigt, was in ihm steckt." Kurz vor Abpfiff holte der Coach seinen Kapitän vom Platz und die Löwen-Anhänger unter den 21.880 Zuschauern erhoben sich von ihren Plätzen, um den Kongolesen für dessen Saisontore Nummer 7 und 8 entsprechend zu feiern.

Kumbela hatte nahezu im Alleingang für den so wichtigen Sieg im Ringen um den Klassenerhalt gesorgt und seiner Leistung mit einem spektakulären Fallrückzieher (77.) die Krone aufgesetzt. "Wahnsinns-Treffer", sagte Harvard Nielsen, der selber in der Nachspielzeit der ersten Hälfte sein erstes Bundesliga-Tor erstochert hatte (45.+2).

Löwen senden Lebenszeichen

Kumbela hatte per Kopf schon für die Führung gesorgt (18.), Nicolai Müller konnte für Mainz nur zwischenzeitlich ausgleichen (20.). Und so sind die Niedersachsen zwar weiter Tabellenletzter, aber wieder mittendrin im Kampf um einen Nichtabstiegsplatz. "Wir leben noch", sagte Damir Vrancic. Und das haben sie Kumbela zu verdanken. Der 29-Jährige erzielte sechs der 14 Eintracht-Tore in der Rückrunde.

Doch Lieberknecht wollte seinen Tor-Helden nicht allzu sehr loben. "Wir schätzen ihn - mit all seinen Ecken und Kanten", sagte er mit liebevoller Strenge und erinnerte indirekt daran, dass der Verein dem zum Aufbrausen neigenden Vollblut-Stürmer auch in schwierigen Phasen der Karriere die Unterstützung nicht verwehrte. "Ich denke, er hat uns viel zu verdanken", hatte Lieberknecht vor der Partie gesagt.

"Wir sind unkaputtbar"

Vielleicht schafft die Eintracht mit dem wiedererstarkten Kumbela nun doch noch das vermeintlich Unmögliche. Der Wille ist jedenfalls da. Gegen Mainz überzeugte der Aufsteiger zwar nicht spielerisch, aber technische Mängel und Spielkultur kompensierte der BTSV durch Kampf, Leidenschaft und Laufbereitschaft. Der Tabellensiebte mit Europa-League-Ambitionen wurde förmlich niedergerannt. Ermin Bicakcic hat sich dabei allerdings die rechte Mittelhand gebrochen, sein Einsatz gegen Bayer Leverkusen am Wochenende ist daher fraglich. 

"Wir sind unkaputtbar", sagte Nielsen dennoch. Und Lieberknecht sprach von einer "wahnsinnigen Energieleistung". Das Wunder von Braunschweig sei weiter möglich. "Die Chance ist immer noch klein", sagte der 40-Jährige, "aber nach dem Sieg ein Prozent besser als vorher."

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