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27. Spieltag

25.03.2014 | 20:00 Uhr

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  • Hertha BSC
  • 1 : 3
    0 : 2
  • FC Bayern München

26.03.2014 - 10:03 Uhr


"Super Bayern" auf dem Weg zur Perfektion

Grenzenloser Jubel: Der FC Bayern München hat sich mit dem 3:1 bei Hertha BSC die früheste Meisterschaft aller Zeiten gesichert

Im Olympiastadion waren Jerome Boateng (r.) und Co. von Beginn an die dominierende Mannschaft, die den Berlinern in allen Belangen überlegen war

Für Trainer Pep Guardiola (r.) soll die Meisterschaft aber nur der erste von drei Titeln in dieser Saison sein

Berlin - Als der FC Bayern München am Dienstagabend im Olympiastadion nach nicht einmal einer Viertelstunde mit 2:0 führte, hatte Jos Luhukay "ein bisschen Angst vor einem Schützenfest". Die Sorge war nicht unbegründet, denn ein ums andere Mal machten die Gäste dem Fangesang "Super-Bayern" alle Ehre und spielten die Berliner schwindlig (Spielbericht). "Am Anfang habe ich gedacht, die spielen mit zwei Mann mehr als wir", gab der Trainer von Hertha BSC zu. "Wir kamen nicht in die Zweikämpfe, wir kamen nicht an den Ball." 

Auf dem Platz fühlte es sich für seine Spieler ähnlich an: "Das Tempo ist Wahnsinn - das Verschieben, das Wechseln der Positionen", zollte der gewiss nicht laufschwache Per Skjelbred dem alten und neuen Meister seinen Respekt. Lediglich in der knappen Viertelstunde nach dem Anschlusstreffer der Alten Dame und vor dem Tor zum 3:1 kam noch einmal ein Hauch von Spannung auf. "Wir haben es versucht, aber Bayern München ist eine andere Liga", räumte der Norweger ein.

"Das Tempo ist Wahnsinn"

Tatsächlich hatte man nie das Gefühl, dass die Bayern dieses Spiel und damit die früheste Meisterschaft aller Zeiten noch aus der Hand geben könnten. Die bajuwarische Dominanz war ein Spiegel der gesamten Saison: Der FCB hatte 1215 Ballkontakte und 77 Prozent Ballbesitz - beides neue Rekorde. Die Passquote betrug sagenhafte 93 Prozent, Kapitän Philipp Lahm brachte alle seine 134 Zuspiele zum Mitspieler. Die Bayern-Spieler "sind unglaublich fokussiert, unglaublich willig, sie streben nach Perfektion", lobte Luhukay den Gegner.

Sein Gegenüber Pep Guardiola hat nun den ersten eigenen Titel mit dem FC Bayern gewonnen. Für die FIFA-Club-WM im Dezember hatten sich die Münchner schließlich noch unter seinem Vorgänger Jupp Heynckes qualifiziert. Außerdem hatte der Katalane diesen Titel bereits zwei Mal mit dem FC Barcelona gewonnen - nun kann er sich aber erstmals auch Deutscher Meister nennen.

Guardiola "unglaublich stolz"

Dennoch blieb der 43-Jährige recht nüchtern. "Unglaublich stolz" sei er auf seine Mannschaft und die Meisterschaft für ihn "der wichtigste Titel" (Meisterseite). Dieser sei "Uli Hoeneß gewidmet, dem wichtigsten Mann im Verein". Ansonsten war der Erfolgstrainer aber gedanklich schon bei den nächsten Aufgaben.

Denn die folgen nun Schlag auf Schlag. Sollten die Münchner die angestrebten Finals im DFB-Pokal und in der Champions League erreichen, stehen in den nächsten zwei Monaten 14 Spiele auf dem Programm. Ob es da nicht langsam schwierig wird, sich im Schlussspurt einer langen Saison immer voll zu konzentrieren? "Jetzt geht es im Pokal-Halbfinale gegen Kaiserslautern und natürlich im Champions-League-Viertelfinale gegen Manchester United", sagte Guardiola, "wir können uns in jedem Training und in jedem Spiel verbessern."

Her mit den Rekorden!

Auch Jerome Boateng, der in seiner Heimatstadt Berlin als "Mitkoordinator" für die - höchst gebremsten - Feierlichkeiten fungierte, betonte: "Wir haben noch schwere Gegner in der Bundesliga. Das sind gute Tests für die Champions League." Außerdem könne man auch in der Liga noch weitere Rekorde brechen. Als da wären: Die meisten Siege in einer Spielzeit, eine Saison ohne Niederlage, die höchste Punktzahl, die meisten Tore, die wenigsten Gegentore, die meisten Zu-Null-Spiele, alle Heimspiele gewinnen, der größte Abstand auf Platz 2 - überall sind die "Super-Bayern" dabei, neue Bestmarken einzustellen.

Klar ist aber auch: Wirklich wichtig sind Siege auf dem Weg in die beiden Finals in Berlin und Lissabon. Und so, wie die Bayern in dieser Saison spielen, können sie sich eigentlich nur selber schlagen. Oder wie Boateng es formulierte: "Wir können es uns nur selber gefährlich machen, indem wir nachlassen."

Aus Berlin berichtet Andre Anchuelo

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