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24. Spieltag

09.03.2014 | 15:30 Uhr

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  • Sport-Club Freiburg
  • 0 : 1
    0 : 0
  • Borussia Dortmund

Bundesliga

09.03.2014 - 17:20 Uhr


Kehl sorgt für knappen BVB-Sieg in Freiburg

Borussia Dortmund siegt beim SC Freiburg knapp mit 1:0 - und sorgt für Frust bei Gelson Fernandes (r.) und Co.

Beim BVB startet Julian Schieber (r.) für den verletzten Robert Lewandowski. Hier gewinnt er zwar das Kopfballduell gegen Pavel Krmas, ansonsten kann Schieber aber kaum Akzente setzen

Überhaupt geht wenig bei beiden Teams. Die Dortmunder Offensive um Henrikh Mkhitaryan (r.) leistet sich viel zu viele Fehlpässe

Einzig zwischen Philipp Zulechner (l.) und Sokratis entwickelt sich ein spannendes Privat-Duell

In der 42. Minute stoppt der Grieche den Freiburger im letzten Moment per Foul und sieht Gelb - Zulechner wäre sonst frei vor Weidenfeller gewesen...

Freiburg stellt den Tabellenzweiten vor große Probleme - auch deshalb schaut Jürgen Klopp zur Pause skeptisch drein

Ausgerechnet der Ex-Freiburger Sebastian Kehl (2.v.l.) macht dann den Dosenöffner für die Gäste. In der 58. Minute nimmt der BVB-Kapitän Maß...

...und lässt sich anschließend für ein absolutes Traumtor feiern

Freiburgs Coach Christian Streich hadert einmal mehr mit dem Schicksal. Sein Team wird für einen engagierten Auftritt erneut nicht mit Punkten belohnt

Freiburg - Borussia Dortmund hat seine Ambitionen auf die Vize-Meisterschaft mit einem schmeichelhaften Erfolg gegen seinen Lieblingsgegner SC Freiburg untermauert. Das Team von Trainer Jürgen Klopp gewann bei den Breisgauern dank einer Leistungssteigerung in der zweiten Halbzeit mit 1:0 (0:0) und verstärkte die Abstiegssorgen der Gastgeber, die ihre letzten acht Spiele gegen den BVB verloren haben.

Vor 24.000 Zuschauern in der ausverkauften Arena besiegelte der frühere Freiburger Sebastian Kehl (58.) mit einem Sonntagsschuss, der irgendwo zwischen Können und Glück anzusiedeln war, den siebten Auswärtssieg der Dortmunder. "Ich habe einfach draufgehalten, und es hat zum glücklichen Ende geführt. Ich komme immer wieder gerne her, ich finde den Verein, die ganze Region klasse, deswegen ist das schwierig", sagte Kehl nach dem 1:0 (0:0) etwas verlegen: "Ich freue mich aber sehr." 

Dortmund festigt den 2. Platz

Der Tabellen-2. aus Dortmund, der in Freiburg nicht zu überzeugen wusste, konnte mit dem Dreier den Vorsprung auf den ärgsten Verfolger Bayer Leverkusen auf vier Zähler ausbauen. "Das ist ein absoluter Big Point. Nur der zweite Platz zählt, und das war ein ganz, ganz großer Schritt dahin", sagte Innenverteidiger Mats Hummels. 

Auch Trainer Jürgen Klopp war herzlich egal, dass seine Mannschaft nicht überzeugt hatte. "Wer so ein Spiel gewinnt, wird Meister - aber das geht ja nicht", sagte er augenzwinkernd. Es geht eben seit Wochen nur noch um den zweiten Platz hinter Bayern München. 

Die seit mehr als sechs Wochen sieglosen Freiburger bleiben nach ihrer sechsten Heimpleite auf dem vorletzten Tabellenplatz (19 Punkte). Der Rückstand zum rettenden Ufer beträgt nach dem 24. Spieltag einen Zähler, weil die Konkurrenten Hamburger SV und VfB Stuttgart zumindest jeweils einen Punkt holten. "Das ist sehr, sehr ärgerlich, wieder mit null Punkten dazustehen", sagte Jung-Nationalspieler Matthias Ginter, der am vergangenen Mittwoch beim Länderspiel gegen Chile (1:0) in der DFB-Elf debütiert hatte.

Fehlpass-Festival im ersten Durchgang

Im 500. Bundesligaspiel seiner Vereinsgeschichte wollte Freiburg unbedingt seinen 100. Heimsieg einfahren. Vor den Augen des Bundestrainers Joachim Löw entwickelte sich in der ersten Halbzeit allerdings ein Fehlpass-Festival. Die beiden laufstärksten Bundesliga-Teams der bisherigen Saison neutralisierten sich im Mittelfeld.

Von Dortmunds Edeltechnikern Pierre-Emerick Aubameyang und Henrikh Mkhitaryan war kaum etwas zu sehen - nicht zuletzt, weil Freiburgs Jung-Nationalspieler Matthias Ginter seine Abwehrreihe bestens führte.

Dortmund ohne Reus und Lewandowski schwach

Dagegen machte sich das Fehlen des verletzten Nationalspielers Marco Reus (muskuläre Probleme) aufseiten der spielerisch zunächst äußerst enttäuschenden Dortmunder bemerkbar. Bezeichnend, dass ein ungefährlicher Freistoß von Nuri Sahin (6.) die beste Chance des Champions-League-Achtelfinalisten im ersten Abschnitt war. Stürmer Robert Lewandowski, der wegen einer Bänderdehnung im Knie ausfiel, wurde vermisst. Sein Vertreter Julian Schieber setzte bei seinem Startelf-Saisondebüt zunächst keine Akzente.

Mehr vielversprechende Aktionen hatte indes Freiburgs Philipp Zulechner bei seinem ersten Einsatz von Beginn an. Einen Kopfball des in der Winterpause verpflichteten Österreichers faustete Borussia-Torhüter Roman Weidenfeller erneut zu Zulechner, der allerdings aus zehn Metern knapp über das Tor schoss (25.).  

Viel Hektik in der Partie

In der Folge wurde die von Zweikämpfen dominierte Partie ruppiger und hektischer. Die offensiv ausgerichteten Breisgauer zeigten viel Leidenschaft - die Klopp-Elf hielt dagegen, war aber vor allem auf der linken Abwehrseite von Nationalspieler Marcel Schmelzer anfällig.  

Nach einem von BVB-Innenverteidiger Sokratis im Strafraum geblockten Schuss von Vladimir Darida forderten die Zuschauer in der 36. Minute zu Unrecht Elfmeter. Die Pfeife von Schiedsrichter Peter Gagelmann blieb auch stumm.

"Drecksack" Kehl schießt Dortmund zum Sieg

Nach dem Wechsel forcierte der Vize-Meister den Druck, doch Schieber verpasste als einzige Spitze zweimal aus aussichtsreicher Position (49./54.). Nur wenig später machte es Kehl aus zentraler Position besser, als er aus 19 Metern den Ball über den zu weit vor dem Tor stehenden SC-Torwart Oliver Baumann schlenzte - die schmeichelhafte Führung. Es war Kehls erstes Saisontor. Sebastian Kehl musste sich sofort nach dem Abpfiff im Mittelkreis erklären. "Ich habe ihm gesagt, dass er ein Drecksack ist", berichtete Torhüter Oliver Baumann vom SC Freiburg bei Sky.

Bei Frühlingswetter drückten die Freiburger auf den Ausgleich, wirkten aber oft zu ungestüm. 

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Spieler des Spiels: Sebastian Kehl

Der Ex-Freiburger gab die meisten Torschüsse ab (vier) und erzielte mit einem Weitschuss das Tor des Tages. Der Routinier gewann auch gute 62 Prozent seiner direkten Duelle und war sehr laufstark (12,3 Kilometer).

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